Wieso ist Phosphor sechsbindig?

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Ich nehme mal an, dass die Verhältnisse im PF₆⁻ nicht anders sind als im SF₆. Darüber habe ich mich mal schlau gemacht, als durchsickerte, dass nach neuesten (inzwischen wohl 20 Jahre alten) Berechnungen die Oktettaufweitung und von Übergangsmetallen so vertrauten sp³d²-Hybride energetisch unmöglich sind.

Langer Vorrede kurzer Sinn:

  • Es gibt eine Siebenzentrenbindung unter Beteiligung des Schwefel-s-Orbitals.
  • Es gibt drei 3-zentren-Bindungen, bei denen die Hanteln der Schwefel-p-Orbitale jeweils mit einem der gegenüberliegenden F-Atome kombinieren.

Als es dann hieß, dass dies im Sulfat so ähnlich ist, die Biester aber noch hybridisieren, habe ich das Handtuch geworfen.

Jedenfalls ist man so oder so a.A., wenn man das als Lewisformel darstellen will. Da macht es keinen Unterschied, ob man 6 Bindungen einzeichnet oder nur 4 und die restlichen F als Ionen, das Ganze auch noch mesomer.

Die Orbitale sind ja trotzdem da, auch wenn sie leer sind. Die Elektronen kommen vom Fluor. Es ist ja dann ein Anion [PF6](-)

Danke für die Antwort.

Wenn aber beide Elektronen vom Fluor kommen, wäre das dann auch eine koordinative Bindung? :)

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