Wieso ist der Not-Aus in der elektrotechnik immer ein Öffner?

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10 Antworten

Der Not Aus soll den Sromkreis deutlich unterbrechen. Würde ein Schließer verwendet, müstte eine zusätliche Elektrokomponente dafür sorgen, dass der Stromfluss an irgendeiner Stelle unterbrochen wird. Das führt zu einer zusätzlichen Fehlerquelle, wenn ein Kontakt eines Relais oder Schütz klebt, oder seine Spannungsversorgung unterbrochen wird.

Stell Dir mal den Not-Ausschalter einer Maschine mit nur 100kW vor. In Steuerungsanlagen wird die Not-Aus-Funktion mit den 1. Schütz ausgeführt. Not-Aus ist oft mehrere Taster gesteuert, die nur den Steuerstrom dafür aushalten müssen. Deshalb reicht ein kleiner Taster mit 2A Kontaktbelastberkeit.

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Ein Not-Aus unterbicht die Stromversorgung. Bei kleineren Geräten direkt, also wie "Stecker raus" oder bei Größeren Geräten indirekt über ein Relais (bzw. Schütz).

Einen Schließer kann man bei direkt gespeisten geräten nicht verwenden, denn dann würde das Gerät nur dann laufen, wenn man den Not-Aus betätigt.

Bei indirekter steuerung des Stroms über ein Relais oder Schütz müsste bei einem Schließer folgedes sichergestellt sein:

*) Steuerstrom ist vorhanden

*) Leitungen sind in Ordnung und nicht unterbrochen

*) Spule des Schützes ist in Ordnung

*) Not-Aus Taster ist in Ordnung.

Fällt der Steuerstrom aus (Kurzschluß, Sicherung defekt, Draht ab) oder ist die Verkabelung zum Taster unterbrochen oder die Spule des Schützes durchgebrannt oder der Taster ist einfach zerdeppert/zerbröselt, würde die Maschine einfach weiter laufen. Stimmt igendwas nicht, so muss aus Sicherheitsgründen abgeschaltet werden! Und das gent nur wenn ein Strom durch das Not-Aus system fließt wenn auch die Maschine laufen soll.

Dann müsste man zusätzlich die Leitung auf der dann das "Notaus-Signal" läuft überprüfen. Wenn ein Leitungsbruch stattfindet, dann geht die Maschine mit einem Öffner aus, das ist auch sinnvoll. Denn ärgerlich wäre wenn die Leitung gebrochen wäre und man dadurch das schließen des Notaus gar nicht bemerken würde. Wenn irgendwas bei der Notausleitung nicht stimmt, dann wird es bemerkt und die Maschine bleibt stehen, beim Schließer wäre es nicht so.

Nimm mal ein Relais. Wenn Du es schließt, muss Spannung anliegen. Das wäre ja eine zusätzliche Fehlerquelle für einen Notschalter nach der Betätigung.

Bei Leitungbruch im Not-Aus-Kreis bleibt die Maschine stehen, wenn es ein Ruhestromkreis ist, wie vorgeschrieben.

Leitungsunterbrechungen in Arbeitsstromkreisen bleiben unbemerkt, bis der Kreis gebraucht wird!

mein lehrer wollte wissen wieso wir einen öffner anstatt eines schließers nehmen. Ich sagte wenn es einen Stromausfall oder einen Defekt gibt dann is automatisch alles aus und der Not-Aus auch da er wenn er ungedrückt ist, logisch 1 hat.

Da kein strom anliegt schaltet er automatisch aus.

das is etwas falsch sagte er aber in einer richtigen richtung....

Der Notaus "MUSS" eine Zwangsöffnung eines Stromkreises sein und auch arretiert bleiben. Soll heissen, der (idR) rote Pilztaster darf nicht von selbst in seiner Ausgangsstellung, also als Öffner zurück gehen. Die Ausgangsstellung wird (idR) durch Drehung des Pilztasters erreicht der dann durch Federkraft wieder in Ausgangsstellung geht. (Siehe auch VDE 0100)

Kommt drauf an.

Ein normaler Not-Aus rastet in beiden Stellungen. Reinhauen ist aus, rausziehen ist an.

Die Dinger die man drehen muss zum zurücksetzen dienen dazu dass man nachdenken muss bevor man den wieder zurücksetzt. Je nach Anwendung ist das wiederanlaufen der Maschine kritisch. Das soll verhindern dass "Jeder Depp" der den versehentlich ausgelöst hat den einfach so sofort zurücksetzen kann. Auch spielende Kinder haben es schwerer so einen wieder zurückzusetzen.

Der sicherste Taster ist die Art, die arretiert bleibt bis man einen Schlüssel benutzt um die Arretierung zu lösen.

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Weil er die Leitung unterbrechen muss, sonst wärs kein NOT-AUS

ähh, wie schaltet man denn durch Schließen was sicher aus? Eben!

Wegen der Drahtbruchsicherheit !

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