Wieso gibt es keine Teststreifen gegen Pestiziden oder anderen Schadstoffen?

3 Antworten

Es gibt tatsächlich Testmethoden, um Pestizide oder Schadstoffe nachzuweisen, aber die sind oft recht kompliziert und brauchen Laborausrüstung, weil die Stoffe in winzigen Mengen vorkommen und schwer zu unterscheiden sind. Für den Alltag gibt’s einfache Schnelltests bisher kaum, weil sie nicht zuverlässig genug wären – sonst würden Supermärkte oder Verbraucher sie längst nutzen. Ganz „vorenthalten“ wird es also nicht, sondern es ist eher eine Frage von Technik, Kosten und Genauigkeit.

Es gibt zwar Schnelltests für einzelne Stoffe, aber ein „All-in-one“-Streifen fehlt, weil es tausende chemisch sehr unterschiedliche Pestizide und Schadstoffe in extrem niedrigen Mengen und komplexen Lebensmittel-Matrizen gibt, was zuverlässige Nachweise meist nur mit aufwendiger Probenvorbereitung und Laborverfahren wie LC/GC-MS ermöglicht—das ist eine technische Grenze, keine absichtliche Vorenthaltung.

Es gibt solche Streifen für eine Vielzahl von Pestiziden, aber man muss sich überlegen auf welche man testen will. Auch bei Laboruntersuchungen wird immer auf bestimmte (häufige) Stoffe geprüft.

Zudem gibt es bei vielen Anbietern regelmäßige interne und staatliche Kontrollen. Dadurch kommt es regelmäßig zu Rückrufen, die beispielsweise bei Lebensmitteln hier veröffentlicht werden.

https://www.lebensmittelwarnung.de

Unabhängige Tests gibt es auch von Verbraucherschutzorganisationen oder z.B. von der Zeitschrift Öko-Test.