Wieso geht mit einer Raucherlunge immer ein vergrößertes Herz einher?

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6 Antworten

Das Raucherleiden COPD verschlechtert nicht nur die Funktion der Lunge, sondern auch die des Herzens, und zwar von Beginn der Krankheit an.

Diesen Zusammenhang haben Forscher vom US-amerikanischen Heart, Lung and Blood Institute (NHLBI)  gezeigt. In der Zeitschrift New England Journal of Medicine berichten sie, dass Veränderungen im Herz sogar schon dann auftreten, bevor der Patient die ersten Symptome der COPD bemerkt.

Die Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD), im Volksmund "Raucherlunge" genannt, gehört zu den häufigsten Todesursachen und betrifft allein im deutschen Sprachraum rund sieben Millionen Menschen.

Kennzeichen sind Zerstörungen des Lungengewebes, Luftwegs-Verengungen, Dauerhusten und Schleim, während die Atemnot bei sonst problemlosen Aktivitäten als erstes Signal gilt.

Der Großteil der Patienten bemerkt die Krankheit nicht früh genug, als dass eine rechtzeitige Behandlung noch bestmögliche Lebensqualität und -erwartung sichern könnte.

Die fortgeschrittene Krankheit bedeutet schwere Einschnitte im Alltag.

Herz pumpt nicht mehr richtig Die US-Mediziner untersuchten Zustand und Funktion von Herz und Lunge bei 3.000 Erwachsenen im fortgeschrittenen Alter.

Atemtests und Bildgebung zeigten bei vielen der repräsentativ ausgesuchten Studienteilnehmer leichte Störungen in beiden Organen.

Besonders war das der Fall bei Rauchern und Menschen mit bereits aufgetretenen Symptomen der Krankheiten COPD und Lungenemphysem, jedoch auch bei einigen Menschen mit nur leicht ausgeprägter COPD, die ihr Leben lang Nichtraucher waren.

"Schwere Fälle von COPD verschlechtern die Fähigkeit des Herzens, Blut zu pumpen.

Nun wurde sichtbar, dass die Herzschädigung schon in milden Fällen der Krankheit auftritt oder sogar vor ihren ersten Symptomen", schreiben die Forscher um Graham Barr. (....)

http://derstandard.at/1263705660216/COPD-Raucherlunge-schaedigt-Herz-von-Anfang-an

das herz muss mehr pumpen, dadurch vergrößert sich eben der muskel. das ist wie in der muckibude. du trainierst einen muskel, indem du ihn überlsatet. das wachstum wird angeregt. so ergeht es auch dem herzmuskel, wenn er überansprucht wird.

Wenn es wirklich so sein sollte, dass eine Raucherlunge immer mit einem vergrößerten Herzen einhergeht, dann könnte ich mir vorstellen, dass das mit folgendem zusammenhängt:

Das Blut muss öfter durch die geschädigte Lunge gepumpt werden, um die Sauerstoffversorgung zu gewährleisten, da das Blut in der Lunge bei einem Durchlauf nicht mehr so viel Sauerstoff aufnehmen kann. Das erfordert eine größere Herzleistung und ergibt einen entsprechenden Trainingseffekt.

Durch Rauchen werden die Atrien enger und das Herz muss mehr Leisten ,durch die hohe Leistung wird es immer Größer .

das langjärige rauchen belastet nicht nur die lungen, wie man im allgemeinen meint, sondern auch alle gefässe, rauchen ist ein starker generator von arteriosklerose (gefässeinengung), dadurch muss has herz unter erschwerten bedingungen mehr arbeiten und es wird grösser...auch die schlechte sauerstoffversorgung des gewebes, inkl. des herzgewebes, spielt dabei eine rolle...solltest du davon betroffen sein, gibt es nichts besseres, als mit dem rauchen aufzuhören...der zustand wird sich ab dem zeitpunkt wieder bessern...

Ich weiß es nicht sicher, aber so ein Herz hat ja ganz anderes zu leisten, als wenn die Blutgefäße halt frei sind.

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