Wieso benutzt man Sand für Beton?

4 Antworten

Für einen richtigen Beton verwendet man nicht Sand, sondern als Zuschlagstoff Kies.

Der Kies setzt sich zusammen aus den Korngrößen unter 1mm: bis 2mm: bis 4mm: bis 8mm: bis 16mm: bis 32mm

Wenn das Bauteil filigraner ist oder viel Bewehrungsstäbe, kann man auf die 32mm Körnung verzichten.

Es ist für die Festigkeit des Betons sehr wichtig, dass die Anteile der verschiedenen Korngrößen im richtigen Verhältnis stehen. Nicht zuviel grobe Körnung, genauso wie nicht zuviel feine Körnung.

Im Betonwerk wird die Zusammensetzung der Korngrößen durch die sogenannte "Sieblinie" bestimmt.

Ein Beton nur aus Sand hätte also bei weitem nicht die gleiche Festigkeit, wie ein Beton mit den richtigen Korngrößen.

Wenn Zement nur mit Sand und Wasser gemischt wird, nennt man es entweder Mörtel oder Putz. Bei Korngrößen bis 4mm nennt man es Estrichbeton(manchmal auch bis 8mm). Aber auch hier nicht nur eine Größe, sondern im vorgeschriebenen Anteilen.

Es wird zwar häufig von Kies gesprochen bei der Zuschlagmischung. Fachlich ist die Einteilung jedoch
Feinkies 2 - 6,3 mm, Mittelkies 6,3 - 20 mm und Grobkies 20 - 63 mm und auch das nur wenn es sich um natürliche Gesteine dieser Größe handelt (bei Bruchstein nennt man es Schotter).

Korngrößen unter 2 mm nennt man Sand. Auch dieser wird analog in Grob-, Mittel- und Fein- bzw. Bruchsand unterschieden.

32er Körnung ist inzwischen bis auf den Massenbetonbau selten geworden. Wegen der Betondeckung, Entmischungsgefahr, Oberflächenanforderung und häufig örtlich enger Bewehrung ist 16er Größtkörn deutlich häufiger zu finden. Selbst 8er Größtkörn wird bei mehr Bauwerken eingesetzt als 32er (so sind z.B Elementdecken mit 32er Größtkorn eher ungewöhnlich..).
In einer AB16er Sieblinie finden sich mal eben 30 Gewichtsprozent Sand.
Natürliche Sandvorkommen sind inzwischen sogar zum knappen Gut für Beton geworden. Bruchsande haben wegen der Gesteinsformen und chemischen Aktivität durchaus Nachteile und sind daher nicht zwangsläufig als 1:1 Ersatz geeignet.
Die Aussage für richtigen Beton würde man keinen Sand verwenden ist daher falsch. Man ist sogar auf gute Sande in großen Mengen angewiesen wenn man guten Beton machen will!



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@Jackie251

Kies enthält in vorgeschriebenen Anteilen Sand. Beton wird mit Kies angemischt. Da Kies Sand enthält, und ich geschrieben habe, dass die Gesteinsanteile verschieden Durchmesser haben müssen, war meine Aussage eher richtig, denn ich habe nicht geschrieben, man verwendet keinen Sand. Sondern schrieb ich, man verwendet Kies und nicht Sand.

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@janfred1401

Man verwendet aber Kies UND Sand. Denn beides sind verschiedene Produkte. Sowas sollte man als Betonbaumeister schon wissen.
Kies enthält keinen Sand.

Eine einfache Analogie währe der Straßenverkehr. Eine Kraftfahrzeuggruppe (Zuschlagsstoff) besteht aus winzigen Bestandteilen wie Mofas (Mehlkorn) kleinen PKW (Sand) und großen LKW (Kies).

Zu einer Gruppe aus 2 Mofas, 3 PKW und 1 LKW kann man sagen, dort stehen 6 Kraftfahrzeuge.
Man kann aber nicht sagen dort stehen 6 LKW wenn ja die LKW schon PKW mit abdecken.
Na hat es klick gemacht?

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@Jackie251

2 Fragen. Weist du was ein Baustoffhändler ist? Geh mal dorthin und sag, du brauchst Kies für Beton.

Was machst du beruflich?

Wenn ich in meiner Gesellenprüfung geschrieben hätte, ich mische Beton mit Sand.Kies,Wasser und Beton hätte ich zumindest Punktabzug bekommen, aber eher wäre die Antwort als falsch bewertet wurden.

Wenn man nur Halbwissen hat, sollte man hier nicht antworten. Ich habe übrigens auch schon Berufsschüler unterrichtet. Nur mal so am Rande bemerkt.

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@janfred1401

Allein dass du einen Baustoffhändler zum Fachmann in der Betonprojektierung erhebst zeigt deinen Horizont.

Du hast Berufsschüler unterrichtet? WOW! GENAU hier liegt doch das Problem das du nicht begreifst!
DU hast "nur" das Basiswissen, wie es einem Berufsschüler (im Bauwesen realistisch betrachtet 15-17 Jährige mit mäßigem Hauptschulabschluss). Die sind die Helden ihrer Klasse wenn sie den Pythagoras umstellen und korrekt einsetzen können.
Natürlich lehrt man diesen nur das nötige Wissen und nicht die Korngrößenaufteilungen nach DIN 18123.
Nur weil etwas auf der Baustelle "Kies" genannt wird, ist das nicht zwangsläufig korrekt. Problematisch in diesem Zusammenhang ist natürlich auch, dass die Ausbilder von Berufsschüler häufig Leute aus der Praxis sind und somit gerade was Fachbegriffe und Definitionen angeht nicht mehr wirklich fit.

Was meinen beruflichen Werdegang angeht, danke der Nachfrage aber im anonymen Internet erzählt eh jeder vom Weihnachtsmann.
Zudem machen auch 40 Jahre Berufserfahrung niemanden zum Experten. Man kann seinen Job auch 40 Jahre schlecht gemacht haben. Ebenso müssen gerade auch höhergestellte Jobs nicht zwangsläufig viel Fachkenntnisse haben. Je nach Bereich reicht es aus die Menschenkenntnisse zu haben, wem man welche Aufgabe deligieren sollte oder ein gute Einpeitscher zu sein.

Die Tatsache dass du - nach dem persönlichen Empfinden die Lehrer erstellte - Berufsschulprüfungen als unverückbar richtig ansiehst, auch wenn sie nicht den DIN oder DIN EN bzw. Fachdokumenten entsprechen finde ich sehr fragwürdig. Ein Fachmann würde sich nie gegen das Lernen verschließen.

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@Jackie251

Soviel ich weiss waren unsere (zumindest in den berufsspezifischen Fächern) Berufsschullehrer alle Dipl. Ingeneure. Zusätzlich muss man wohl auch Lehramt studiert haben. Ich hab keine Berufsschüler in Deutschland unterrichtet sondern als Entwicklungshelfer in Afrika. Ich bin auch seit rund 20 Jahren kaum noch in Deutschland beschäftigt, obwohl man voreingenommene Besserwisser in jedem Land treffen kann.

Übrigens sehr arrogant deine Meinung, dass du denkst, alle Leute die Bauberufe lernen wären nur Hauptschüler und mit begrenzter Intelligenz gesegnet.

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Zusammensetzung für Beton: Zement, Gesteinskörnung, Wasser und evtl. noch Zusatzmittel/Zusatzstoffe

Meinst du damit den Zement oder die Gesteinskörnung?, da Sand eig. nicht vorkommt?


Beton besteht aus einer Gesteinsform (z.B. Sand) und einem Bindemittel (z.B. Zement). Beton ist also nichts anderes, als miteinander verbundene Steine.

Es gibt verschiedene Formen von Beton wie z.B. Sandbeton oder Kiesbeton. Der Unterschied ist im Endeffekt die Körnung des Gesteins.

Durch die Gesteine ist Beton stabiler und druckfester als reiner Zement.

wie z.B. Sandbeton oder Kiesbeton

in dreissig Jahren als Maurer nie was von Sand- oder Kiesbeton gehört

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@janfred1401

Du hast die Varianten mit den verschiedenen Gesteinsformen doch oben selbst beschrieben ...

"Für einen richtigen Beton verwendet man nicht Sand, sondern als Zuschlagstoff Kies."


"Ein Beton nur aus Sand hätte also bei weitem nicht die gleiche Festigkeit, wie ein Beton mit den richtigen Korngrößen."

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@Forte90

In der Fachliteratur wirst du niemals finden das Beton aus Sand und Zement besteht. Sondern Zement und Kies(bzw. genauer, Zement und Zuschlagstoffe). Das Kies auch Sand enthält ist logisch. Ich hab ja nicht abgestritten, dass im Beton kein Sand ist. 

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