Wie würdet ihr dieses Zwischenzeugnis beurteilen?

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3 Antworten

Zunächst einige Eckpunkte:

Ein Zeugnis muss auf Firmenpapier geschrieben sein. Rechtschreibfehler und Schönheitsmängel (Eselsohren, Flecke, unordentliches Schriftbild usw.) sind nicht tolerabel. In solche Fällen muss das Zeugnis in einwandfreier Form neu erstellt werden.

Die Aufzählung der zugewiesenen Aufgaben hat vollständig zu sein.

Nun zu den Inhalten deines Zeugnisses:

Das, was da steht, ist keinesfalls ein Ruhmesblatt. Zusammengefasst liest sich das (ein wenig überspitzt ausgedrückt) so 

  1. Du bist mit dem Arbeitgeber nie richtig "warm geworden". "Wir haben.......kennen gelernt" weist auf eine gewisse Distanz hin. Aus dem Rest des Zeugnisses ergibt sich dann auch, dass du dich mit deinen Leistungen keiner besonderen Wertschätzung erfreust.
  2. Du arbeitest nur das ab, was dir aufgegeben wurde und auch das nur in einem dir vertrauten Rahmen.
  3. "Bewältigt die entscheidenden Aufgaben zuverlässig" Aber nur die entscheidenden. Und was ist mit dem Drumherum? Außerdem ist "zuverlässig" ohne weitere Attribute eine Selbstverständlichkeit und in dem her vorliegenden Zusammenhang keineswegs als Lob zu verstehen.
  4. "Ist in der Lage, komplizierte Zusammenhänge zu erfassen....." Schön und gut. Aber was dann? Gibt es dann auch sachgerechte und zeitnahe Lösungen? Nein.
  5. Bein unvorhergesehenen Problemen kommst du ins Schwimmen.
  6. Dein Arbeitstempo und die Effizienz deine Wirkens lassen zu wünschen übrig. Ein Arbeitserfolg wird dir überhaupt nicht bescheinigt
  7. Wird die Arbeit mal etwas mehr, brauchst du Druck.
  8. Dein Verhalten gegenüber den Kunden wird nicht erwähnt. Das gibt zu denken.
  9. Die Abschlussformel ist mau und allenfalls halbherzig. Bei einem wirklich geschätzten Mitarbeiter fällt die ganz anders aus.
  10. Fazit: Note 3 bis 4.
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Kommentar von Witsor
15.10.2016, 12:42

1. Ja, klar! Ich habe den "Arbeitgeber" nur ein Mal zu Gesicht bekommen. Der ist in Berlin und ich bei Frankfurt am Main. Warum schreibe ich Arbeitgeber in " "? Weil der keiner ist. Der trifft auch selbständig keine Entscheidungen und ist nur ein Geschäftsführer einer Leihfirma, die unser Chef schaffte um Steuer zu sparen und damit auch kein Betriebsrat entsteht.

2. Wir haben nur die Aufträge zu machen, die wir bekommen. Nicht mehr und nicht weniger.

8.  Wir sind ein produzierendes Gewerbe. Ich habe die Kunden nur dann zu Gesicht bekommen,  wenn bei uns eine Führung gab. Sonst nicht. Und die meisten Kunden sind sowieso im Ausland. Wir fertigen die Produkte, die dann verkauft werden.

9. Das ist ein Zwischenzeugnis...

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Es fehlen die Superlative, wie auch Begriffe wie "stets", weshalb das Zwischenzeugnis mir nicht wie ein "sehr gut" sondern nur wie ein "gut" vorkommt. Schlechter aber nicht. Die Formulierungen sind teils etwas holprig, insofern es auch sein kann, dass da nicht wirklich groß bei nachgedacht wurde.

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Kommentar von Witsor
14.10.2016, 21:44

Ja, das ist praktisch wie eine Leihfirma. Ich habe den Vorgesetzten nur ein Mal zu Gesicht bekommen 

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Kommentar von Hideaway
15.10.2016, 10:57

sondern nur wie ein "gut" vorkommt. Schlechter aber nicht.

Aber @OnkelSchorsch, wie kommst du den bloß darauf? 3 - 4, besser ist das (leider) nicht.

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Warum "triefst" du in Problemlagen?

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Kommentar von Witsor
14.10.2016, 21:51

Was meinst du damit? 

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