Wie wird man besser in Schach?

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9 Antworten

Hy, ich kann dir nur aus eigener Erfahrung sagen. Um besser zu werden spiele gegen Leute die besser sind und diese Partien kannst du im Nachhinein mit stärkeren Leuten oder alleine Analysieren.

Ich habe bis 1600 Elo gerade mal eine Eröffnung auswendig gelernt (Italienisch). Dann habe ich ein Turnier mitgespielt in dem die 2 schlechteste elo Zahl 1900 war. Die meisten hatten über 2000, ich bin mit 1600 da angetreten mit Trainer usw. an meiner Seite. So bin ich an der Herausforderung gewachsen.

Um dann mithalten zu können habe ich mich hingesetzt und habe mir erst eine solide Eröffnung für weiß ausgesucht (bin bei Italienisch geblieben) und eine für schwarz (Königsindisch). Dabei ist es wichtig nicht nur Züge blind zu lernen sondern die Ideen zu lernen die hinter den Zügen stecken (Positionelle/Taktisch).

Dann habe ich so ziemlich alle Partien analysiert und so ohne viel Aufwand mehr Theorie gelernt.

Mein Spiel war immer sehr Taktic geprägt, alles so wie der Computer es ausrechnet, doch  dann habe ich mich einfach mal gefragt wo steht die Figur denn am besten (das färbt alles von stärkeren Spielern ab).

Dann habe ich gedacht jetzt verliere ich die Partien schon mal nicht mehr aus den Eröffnungen heraus aber jetzt habe ich oft probleme im Endspiel. Da habe ich einen Tipp bekommen übe mit dem Buch von Bernd Rosen "Fitt im Endspiel" das buch ist super doch es dauert ein wenig bis du es durch hast.

Später fing die Zeit dann an mit der Uni usw. es ist kaum noch Zeit fürs Schach. Dann konnte man nicht mehr jeden Tag ne viertel Stunde an Taktik Übungen "verschwenden". Da habe ich angefangen die Partien zu "Studieren" die vor der Zeit der Computer gespielt wurden und so viel gelernt.

Zusammengefasst:

1. Eröffnungsideen kennenlernen

2. Gegen starke Leute spielen

3. Taktik Übungen lösen (täglich so ne viertel Stunde)

4. Partien nach dem Spiel analysieren (da weiß man meistens noch was man in dem Moment gedacht hat also nicht zu lange damit warten)

5. Auch einen ausgleich zwichen Taktik und Positionellem Spiel finden

6. Die alten Großmeister Partien analysieren und verstehen.

7. Auch Enspiel ist wichtig

Ich hoffe meine kleine Geschichte kann dir Helfen, verzeiht die Rechtschreibfehler ;P und weiterhin viel Spaß beim Schachspielen



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Was mir damals enorm geholfen hat, war es, Schachpartien aus Büchern nachzuspielen.

Es gibt auch gute Schachbücher in der Bibliothek. Und ich hatte mir damals echt viele Schachpartien in meine Schachdatenbank über Eröffnungsfallen abgeschrieben, nachgespielt, etc. ...

Es hilft wirklich, so langweilig das auch manchmal sein kann, Schachpartien am Brett konzentriert nachzuspielen. Am besten sind auch die Partien aus den Schachzeitschriften, die kommentiert sind, warum man welche Züge gemacht hat 😊

Ansonsten, wie du auch weißt, möglichst viel spielen, gegen unterschiedliche Gegner.

Auch im Internet gibt es sehr gute Schachseiten, wo man spielen kann. Entweder live in ein paar Minuten oder Fernschachpartien, wo man mehrere Partien gleichzeitig spielen kann, was auch den gewissen Blick für die Stellungen fördern kann! 😊

Wenn du noch Fragen hast, frag einfach. Meine Elo ist irgendwas zwischen 1800 und 1900. Meine DWZ dümpelt grad bei ca. 1700 rum 😀

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Kommentar von JonaBaseH
25.07.2016, 16:54

Danke für die Tips :)

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Bei mir ist es so, dass sich meine Leistung manchmal plötzlich ohne Grund verbessert und auf dem Level bleibt. Bis du 18 bist, wächst deine Elo automatisch auf schätzungsweise 1800. Schau dich vielleicht um, ob es bei dir in der Nähe "Talentstützpunkte"/Kader oder so gibt, aber normalerweise gehen die auf einen zu. Ach ja und die Partien solltest du mit einem sehr guten Spieler analysieren

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Kommentar von JonaBaseH
25.07.2016, 16:52

Mach ich schon, mein Jugendleiter hat 2100 Elo

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  • Reichlich Praxis – insbesondere gegen stärkere Schachspieler
  • Sehr gut!! kommentierte Schachpartien von Aljechin, Capablanca, Botwinnik, Keres, Nunn … nachspielen und versuchen, deren Gedankengänge nachzuvollziehen.

Da für das Endspiel der Dufresne nicht mehr aufgelegt wird, gibt es tolle Bücher von Carsten Müller und Mark Dworetski.

Für das Mittelspiel und Bauernstrukturen empfehle ich Kmoch (Kunst der Bauernführung; vielleicht verstaubt noch irgendwo ein ungenutztes Restexemplar), Soltis – Pawnstructure Chess , Rios – Chess Structures, Euwe – Das Mittelspiel

Für die Eröffnungen die verschiedenen Bände von Quality Chess „Grandmaster Repertoire“. Die sind einigermassen auf dem aktuellen Stand.

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Du hast schon viele Tipps gekriegt, zB von Wolfgang. Ich möchte erwähnen:

Deine Selbstständigkeit, das ist das Wichtigste


- taktische Übungen lösen. Diszipliniert: = Lösung suchen, notieren und erst dann hinten im Buch die Buchlösungen nachschauen!


- Lernpartien (es gibt Bücher, da musst du die Züge einer Partei suchen, notieren, und dann siehst du was der "Meister" gespielt hat. Dann erhälst du Punkte, oder eben nicht ;-)


- Eröffnungen. Investiere nicht zu viel Zeit ins Auswendiglernen von ganzen Varianten-Bäumen. Das ist zwar verführerisch, aber eindeutig schade um die Zeit. Wichtig sind die Eröffnungsregeln und speziellen Eröffnungsideen. Die Zeit nutzt du besser für Mittelspiel und Endspiel zu lernen.


Also: trainiere Selbständigkeit, am Brett hilft dir auch niemand.

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Ich gehöre zwar nicht zur Zielgruppe (da ich nicht wirklich Ahnung von Schach habe), aber ein Studienkollege von mir war Großmeister.

Der Schlüssel bei Ihm war es, Partien in Massen auswendig zu lernen. Er hat wenig gespielt und sehr, sehr viele Partien  gelernt.

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Kommentar von Noidea333
25.07.2016, 17:02

Für sowas braucht man wirklich Ehrgeiz und viel Zeit. Früher war das noch was ganz anderes als heute zu Zeiten des Computers.

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zwei Dinge werden dich verbessern : Theorie und die Praxis, ernsthafte Schachspiele (kannst du auch notieren), ausgewählte Schachbücher (z. B aus dem Berliner Sportverlag : Schachtaktik und Schachstrategie von Kotow oder von dem Trainer von Michail Tal (Koblenz ist / war der Trainer). Schachspiel zerfällt in viele Facetten, was man (bevor man vor der erdrückenden Eröffnungslehre einknickt) auch machen sollte, sind Schachlehrbücher (oder CD Roms) über das Endspiel oder das Mittelspiel (die Eröffnungsbücher des niederl. Weltmeisters Euwe mag ich nicht so - sein Buch über das Mittelspiel ist toll (das über die Feldherrnkunst im Schach auch)- im Bereich der Endspiele sollte man u.a. Turmendspiele üben - kommen immer wieder vor ... da weiß man dann das der Turm freie Linien zu besetzen hat, stark ist wenn er den Bauern von hinten schiebt, schwach wenn er den eigenen Bauern blockiert

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Kommentar von JonaBaseH
25.07.2016, 16:58

Danke das war hilfreich :)

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Schach hat was' mit Logistik und Strategie zu tun.

Es wär in meiner Sicht praktisch sich jeden Schachzug gut zu überlegen.

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Kommentar von JonaBaseH
25.07.2016, 16:49

Dass tu ich schon

Ich will mein Limit steigern

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nun 1500 für 14 ist schon ganz gut, in meinem Verein sind fast alle Kids schlechter. Du musst Geduld haben, die DWZ steigt dann quasi von alleine. Spiele mit anderen Leuten aus deinem Verein (am besten gegen stäekere oder mind. gleichstarke) und lerne auch Theorie, als Eröffnungen, Mittel- und Ensspiel. Online spielen mit anderen bringt auch viel, ich empfehle Fritz oder lichess.org (gratis).

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