Wie wird die Nachspielzeit im Fußball ausgerechnet?

... komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Bevor es zur eigentichen Antwort kommt, ein paar Vorbemerkungen.

Die Nachspielzeit (Regel 7, Dauer des Spiels) wird durch den SR festgelegt. Was bei Fussballübertragungen immer zu sehen ist, ist der 4. Offizielle der eine Tafel mit der Nachspielzeit hochhält.

Was er da anzeigt ist die Mindestnachspielzeit. Wieviel Zeit dann tatsächlich nachgespielt wird liegt im Ermessen des SR auf dem Feld.

In den Auslegungen des DFB zum Regelwerk heist es:

Verloren gegangene Zeit (z.B. Unterbrechung bei Gewitter) muss nachgespielt werden. Vergeudete Zeit (z.B. Spielverzögerungen) wird unter Beachtung der Vorteilsbestimmung nachgespielt.

Nun zur eigentlichen Beantwortung der Frage:

Für die Festlegung der Nachspielzeit ist der SR verantwortlich, der 4. Offi (sofern vorhanden) unterstützt ihn dabei.

Du wirst es nicht glauben, aber bei Unterbrechungen schaut man auf die Uhr wie lange diese Unterbrechung dauert. Die einzelnen Unterbrechungen addiert man im Kopf zusammen. Wobei man sich aber vorher überlegt, ob man diese Unterbrechung überhaupt nachspielen lässt.

Viele Schiedsrichter schätzen auch die Nachspielzeit. Das klingt im ersten Moment nur wenig Professionell. Mit der Erfahrung von vielen Spielen kann man dies aber meist sehr genau abschätzen und das ist für diese Zwecke völlig ausreichend.

Im Handel gibt es spezielle Schiedricheruhren (Google mal) die für die Ermittlung der Nachspielzeit eine spezielle Funktion haben. Viele SR die ich kenne nutzen diese Funktion aber so gut wie nie.

Abschliessend noch etwas aus der Kategorie Nice to Know:

Wann der SR dann tatsächlich abpfeifft ist ihm überlassen.  Der Freistoß, Eckstoß (etc) muss genau so wenig noch ausgeführt werden wie der gerade laufende Angriff noch zu ende abgewartet werden muss.

Einzig die Ausführung eines Strafstoßes ist nach Regelwerk zwingend auch nach dem "Abpfiff" vorgeschrieben. (Regel 7, Seite 61 Regelwerk).


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von klauspetre
26.05.2016, 18:13

danke

0

Ich weiss es nicht wirklich.
Aber ich denke, das entscheidet der Schiedsrichter mit Hilfe seiner Assistenten zusammen. Und zwar einfach sagt man, pro Auswechslung eine halbe Minute, wenn es einen längeren Unterbruch gibt, denke ich, einfach nach Gefühl.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Bei Schiedsrichteruhren gibt es eine zweite Stoppuhr. Die lässt man inner mitlaufen wenn etwas länger dauert zum Beispiel bei auswechselungen oder Verletzungen. Und daran sieht man nacher wie viel nachspielzeit man gibt. So ist es zumindest in der Kreisklasse, ob das in der Bundesliga auch so gemacht wird weiß ich nicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von klauspetre
26.05.2016, 18:13

Bist/Sind du/Sie selber Schiedsrichter

0
Kommentar von InternetJunge
26.05.2016, 21:08

18 und die anderen so 16,17

0
Kommentar von InternetJunge
26.05.2016, 21:41

Also sowas habe ich noch nicht mitbekommen

0

Ich kann mir nicht vorstellen, dass das zusammengerechnet wird, da neulich beim Spiel zwischen Frankfurt und Nürnberg 4 min draufgepackt worden auch wenn 8-10 angemessener wären.

Bei niedrigen Klassen / Jugenden entscheidet dass der Schiri nach Gefühl.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das entscheidet einzig und allein der Schiedsrichter selbst. Meist wird in Deutschland aber in der ersten Hälfte eine Minute und in der zweiten drei Minuten nachgespielt. In England gelten z.B.: 2 Minuten in Halbzeit eins und 4 Minuten in Halbzeit zwei als "normal". Man sagt ca. 30 Sekunden für jeden Wechsel und für jede längere Verletzungsunterbrechung.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?