Wie viel verdient man ca als Reiseverkehrsfrau?

2 Antworten

"reiseverkehrsfrau" hört sich sehr zweideutig an: du möchtest sicher nicht in einem wohnmobil mit roter innenbeleuchtung irgendwo am straßenrand arbeiten?am besten googelst du mal nach "reiseverkehrsKAUFFRAU". wünsche viel erfolg.

Hi, wenn´s noch interessiert: Als gelernte (r) Reiseverkehrskauffrau / -mann verdienst du in Vollzeit nach der Ausbildung ca 1600 bis 1700,-€ Brutto. Je nach Arbeitserfahrung, Arbeitgeber und Verantwortungsbereich geht das hoch bis ca 2200,-€ Brutto! Kleine, inhabergeführte Reisebüros zahlen meiner Erfahrung nach weniger als in Ketten organisierte Büros (z.B TUI Reisecenter, Hapag). Man hat hier oft keine tarifliche Entlohnung. (Aktuell gibt es meines Wissens nach keinen gültigen Tarifvertrag mehr-> ist ausgelaufen und wird seit ca 2 Jahren neu verhandelt.) Als Büroleiter verdient man mehr, als wie Verkäufer/Expedient. Hat man spezielles Fachwissen kann man u.U. bei dem richtigen Arbeitgeber dadurch punkten und eine höheres Gehalt aushandeln. Arbeitet man bei einer boomenden Firma (z.Bsp. Kreuzfahrten) oder direkt bei einem der Veranstalter, Ticketgroßhändler etc. bekommt man oft mehr als in einem klassischen Reisebüro. Desweiteren sind die Gehälter die letzten Jahre durch die vergangene Krise stark eingebrochen. Es musste z.B auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld verzichtet werden. Neue Verträge waren oft befristet und enthielten besonders niedrige Gehälter. Aktuell geht es den "guten" Büros wieder deutlich besser und dies ist auch in der Bezahlung zu spüren. Des Weiteren hat sich sehr häufig eine anteilige Provisionszahlung durchgesetzt. Dh. zusätzlich zum Grundgehalt gibt es häufig extra Zahlung für erfolgreiche Beratung! Arbeitet man Teilzeit- oder als 400,-€ Kraft, gibt es bei mir im wirtschaftstarken Baden-Württemberg Angebote zwischen 9 bis 14€ Stundenlohn (inklusive durchschnittlicher Provision). Fazit nach 13 Jahren on-the-job: Macht super viel Spaß, aber man kann ganz schlecht davon leben! Für die hohe Qualikation und Belastung, die jeden Tag abgerufen wird, ganz ganz schlecht bezahlt. Dafür muss man brennen; oder man wechselt die Branche, wie viele meiner Kollegen. PS: Welche Erfahrungen haben meine Kollegen da draussen gemacht? Was verdient Ihr?

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Freund verdient 1900€, stimmt das?

Hallo,

mein Freund und ich wohnen seit kurzem zusammen und er hat mir verraten das er ca 1900€ Netto, ca 3000€ Brutto verdient als 21. Jähriger.

Kann das stimmen ???

Er hat nur eine Ausbildung und einen Realschulabschluss.

In welcher Branchr kann man noch mit soviel Geld rechnen, ich dachte für sowelche Gehälter müsste man studiert haben. Er arbeitet im Büro, weiß aber nicht was er genau macht.

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Wieso hat jemand der arbeitet kaum mehr als ein Hartz4 Empfänger und wieso empört sich da keiner drüber?

Also, und bitte nicht falsch verstehen, ich möchte nicht, dass Hartz4 Empfänger ärmer werden, aber:

Wenn ich bei folgendem Hartz4 Rechner https://www.hartz4hilfthartz4.de/aufstockung-rechner/

mit allen möglichen Werten rumspiele, fällt mir auf, dass es sich eigentlich gar nicht lohnt zu arbeiten, solange der Verdienst unter 2000 Euro ist.

Ein reiner Hartz4 Emüfänger hat laut Rechner 909 Euro im Monat zur Verfügung. Jemand der 500 Euro Brutto (400 Netto) verdient, hat laut Rechner mit 1089 nur wenig mehr. Jemand der 1500 Euro Brutto (1200 Netto) verdient, hat mit 1200 auch nur wenig mehr als ein Hartz4 Empfänger, und wenn er eine lange Anfahrt zu seinem Job hat, dann hat er vielleicht sogar noch weniger als ein Hartz4 Empfänger.

Erst ab Werten wie 2000 Brutto (1600 Netto) normalisiert sich das einigermaßen und Mehrarbeit scheint sich finanziell zu lohnen.

Aber ganz klar erscheint mir: Bis ca. 1500 Euro Verdienst hat man real kaum bis gar nicht mehr Geld als wenn man "purer" Hartz4 Empfänger ist. Und nochmal: Jemand der arbeitet hat ja auch Kosten wegen der Arbeit, Anfahrt, Kleidung, mitunter noch Essenskosten...

Wie viel Prozent der Menschen verdienen weniger als 1500 Euro in ihrem Job? 20%? Mehr? Weniger? Ich glaube so um den Dreh oder? Diese ganzen Menschen, ein großer Teil der Bevölkerung, eine Minderheit zwar, aber eine große, ist quasi herabgestuft auf Hartz4 Niveau, obwohl gearbeitet wird.

Warum ist das so?

Obwohl die eigentlich interessante Frage ist: Warum gibt es darüber keine große Empörung? Ich dachte, das Leistungsprinzip sei den Menschen so wichtig? Oder erst ab 2000 Euro? Die anderen sind egal? Warum empört sich niemand darüber, dass man sich (finanziell gesehen) nicht in der Gesellschaft "hocharbeiten" kann, wenn man 1000 Euro monatlich verdient? Wenn ich das mir vor Augen führe, dann ist es doch ein ganz klares Signal: Wenn du die Wahl hast zwischen einem 1000 Euro Job und Hartz4, wähle Hartz4, du hast genauso viel Geld, aber keine Pendlerkosten etc. Warum akzeptieren das die Leute, dass die Arbeit sich nicht lohnt? Oder kapiert keiner das System? Oder finden die Leute das "gerecht" und irgendwie sinnvoll? Oder ist da ein ganz toller Plan dahinter, den ich nur nicht kapiere?

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Gehaltsverhandlung - führt das zu generell niedrigen Löhnen?

Von Bewerbungscoaches/Ratgebern wird ja die Gehaltsverhandlung als die Freiheit schlechthin angepriesen. "Wenn sie gut sind können sie einiges mehr an € heraus verhandeln".

Dies setzt aber die Kenntniss der marktüblichen Gehälter und der Gehälter in der Firma voraus, sowie die Fähigkeit Verhandlungen zum eigenen Vorteil führen zu können. Denk kaum das jemand diese 3 Kriterien erfüllt. Die Firma hingegen hat alle Vorteile auf ihrer Seite.

Sie kennt die Löhne die sie zahlt, die Branchenlöhne und die Personaler haben weitaus mehr Erfahrung und Training in Gehaltsverhandlungen bekommen als jeder Bewerber.

Dieser Informationsvorsprung und die Machtposition führen aus meiner Sicht zu wesentlich geringeren Löhnen die die Mitarbeiter so in Gehaltsverhandlungen herausschlagen können. Im Vergleich zu einem einheitlichen Tarifvertrag.

Man kann zwar annehmen das einige Bewerber bessere Konditionen für sich herausschlagen können da sie zu den Top 10% der Bewerber gehören, die restlichen 90% werden aber wohl mit einem für sie zu niedrigen Gehalt aus der Verhandlung gehen müssen.

Wie seht ihr die Sache?

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