Wie viel Euro sind 500 Taler?

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6 Antworten

Taler sind leider nicht genauer definiert. Im Entenhausen-Universum würde ich Einzelpreise mit (zum Zeitpunkt des Erscheinens aktuellen) irdischen Preisen vergleichen und dann eine gemittelte Formzahl benutzen.

Historische Taler kannst Du nicht so einfach mit Euronen vergleichen, da das Wirtschaftssystem ein ganz Anderes war und es noch keinen die Massen als Kaufkräftige mobilisierenden Kapitalismus gab. Vernünftiger wäre es, das Jahresgehalt einer damaligen Person mit dem einer Heutigen (z.B. Handwerker, Sekretär, ...) zu vergleichen. Aber bedenke zusätzlich, dass z.B. noch 1800 ca. 50% des Geldes für Nahrungsmittel ausgegeben wurden, 1990 nur noch unter 10%. Oder der (gemittelte) Preis eines Laibes Brot.

Eine weitere Möglichkeit wäre es, durch Goldgehalt und Gewicht der Realwertwährung Taler einen Vergleich mit dem heutigen Goldpreis zu ziehen. Aber auch dieser Vergleich hinkt, da Gold heute sehr besser verfügbar ist als früher, da man Erze mit geringerem Goldanteil ausbeuten kann und da das goldarme Europa ja globalisiert ist (Letzteres ist v.A. relevant, wenn Du Talerwert vor 1500, also vor der Goldschwemme aus Amerika untersuchst).

Wie schon geschrieben, kann man das nicht einfach umrechnen.

Hier ein paar Zahlen aus einem Numismatikforum, die zeigen, was man sich unter 500 Talern ungefähr vorstellen kann:

"Wir haben ja schon viel über Einkommen und Preise in der Vergangenheit diskutiert. Hier vielleicht noch ein interessanter Beitrag. "WAS VERDIENTE GOETHE ? Im 18. Jahrhundert bezahlte man in Talern. Ein Taler wurde in 24 Groschen oder in 90 Kreuzer gewechselt. Ein Handwerksmeister verdiente zur Zeit Goethes 200-600 Taler im Jahr. Das reichte für ein sehr bescheidenes Leben. Was bekam man für einen Taler Ende des 18. Jahrhunderts? Zum Beispiel 6 kg Fleisch oder 12 kg Brot, aber nur ½ Pfund Tee oder 1 kg Tabak oder 2 Flaschen Champagner. Für zwei möblierte Zimmer und Kost mußte man jährlich 100-120 Taler rechnen. Elf Bewohner von Weimar hatten ein Jahreseinkommen, das über 2000 Taler lag. Goethe war einer von ihnen. Als Schriftsteller nahm er bis 1787 jährlich 1500-2000 Taler ein, als Weimarer Geheimrat bekam er noch einmal soviel; 1816 betrug sein Ministergehalt gar 3100 Taler. Das war recht üppig, wenn man die Einkünfte seiner Kollegen betrachtet: Wieland bekam als Hofrat und Prinzenerzieher in Weimar 1000 Taler (später 600 Taler Pension). Der Philosoph Kant verdiente als Professor in Königsberg 747 Taler, etwa so viel wie Lessing in Hamburg und Wolfenbüttel. Als Hofmeister (Privatlehrer) bekam Hölderlin in Frankfurt 150-200 Taler; davon konnte man kaum leben. Schiller hatte als Geschichtsprofessor in Jena nur 200, als Hofrat in Weimar dann 400 Taler (so viel wie die von Goethe nach Weimar geholte Hofsängerin Corina Schröter); erst ein Jahr vor seinem Tod konnte er (mit der leeren Drohung, an das Berliner Nationaltheater abzuwandern) 700 Taler beim Herzog rausschlagen."

Schwierig da eine Aussage zu machen,es gibt histrorische Rechener im Netz, aber nach welchen Grundlagen die rechnen ist nicht immer ersichtlich.

Rechnest du nach Lebensmittelpreisen, kannst du ein anderes Ergebninss für Milch oder Weizen bekommen.

Rechnest du nach Arbeitskraft und deren Entlohnung sieht es ähnlich aus.

Hier zwei links die dir evtl. weiterhelfen.

https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Standardartikel/Statistiken/kaufkraftvergleiche_historischer_geldbetraege.html

http://forum.ahnenforschung.net/showthread.php?t=68362

Was für Taler in welchem Land zu welcher Zeit?

Dragontrain 07.01.2017, 11:24

Deutschland gegen 1836

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Rolf42 07.01.2017, 11:30
@Dragontrain

1836 gab es weder einen einheitlichen deutschen Staat noch eine einheitliche deutsche Währung.

Taler gab es in verschiedenen deutschen Teilstaaten, aber sie waren unterschiedlich viel wert.

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Taler ist ein ziemlich großgefächerter Begriff. Hast du Infos wie Zeit oder Land in der diese Währung benutzt wurde?

Dragontrain 07.01.2017, 11:24

Deutschland gegen 1836

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12,75 € abhängig vom Wechselkurs in der Winkelgasse.

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