Wie kann man das Interpretieren von Texten (Gedichten, Parabeln, etc.) am besten lernen?

2 Antworten

Moin !

Sicherlich eine ganz schwierig oder gar kaum zu beantwortende Frage, denn selbst Deutschlehrer (ich bin einer) sind sich untereinander uneinig über die Methoden von Analysen und Interpretationen. Es gibt kein schwierigeres Gebiet im Deutschunterricht, zumal Bewertungen oft ausschließlich von der Ansicht des Lehrers abhängen und man ihm nach dem Munde reden muss (was die ganze Arroganz und gleichermaßen Hilflosigkeit vieler Deutschlehrer untermauert !!!).

Ich würde mich mit der Frage an eine "neutrale" Stelle wenden, also an eine Buchhandlung oder einen Schulbuchverlag.

Aus meiner Sicht - es gibt unendlich viel Schrott auf diesem Gebiet !!! - sind die Bücher (Interpretationshilfen / Methodik der Interpretation)des BUCHNER-VERLAGS, Bamberg, und des Schulbuch-Verlags KLETT hervorragend (!).

paulklaus

Hallo AlPie,

Die Interpretation von Texten ist für viele ein Problem. Dabei hilft leider nur Übung. Zur Beruhigung: Auch wenn Dein Deutschlehrer anderes behauptet, es gibt nicht "die" Interpretation". Zur Beunruhigung: Selbstverständlich haben Autoren von Gedichten oder Büchern etwas zu sagen und meist ist dies verschlüsselt. Häufig wird versucht einen Text und die darin verwendeten Bilder zu entschlüsseln, indem man mehr über den Autor und seine Zeit erfährt. Wurde ein Gedicht zum Beispiel während des Krieges geschrieben und war der Autor ein erklärter Kriegsgener, so macht es Sinn zu schauen, ob die düsteren Bilder des Gedichtes nicht vielleicht eine Beschreibung des Krieges und die Meinung des Autors wiedergeben. Andererseits verrät vielleicht auch das Gedicht selbst bereits viel, die Sprache, die verwendeten Worte etc. Versuch herauszufinden was Deinem Lehrer besonders wichtig ist und dann probier es aus. Das Problem ist, dass Schülern ein Thema (wie zum Beispiel Krieg) oft fremd ist oder sie gar nicht interessiert (Im Gegensatz zum Lehrer). Da mußt Du drüber hinweg und Dich drauf einlassen, andernfalls wird das Fach Deutsch für Dich schwierig bleiben. Ansonsten: Es gibt zu jeder Lektüre meistens auch Interpretationen in Buchform zu kaufen. Hier noch ein Tipp zum Nachlesen wie es gehen könnte: Deutsch. Texte analysieren und interpretieren: Oberstufe. Arbeitstechniken und Methoden. Mit ausführlichem Lösungsteil und Musteraufsätzen [Taschenbuch] Antje Kelle (Autor)

Gedicht Interpretation Frühling auf dem Mont Klamott von Wolf Biermann

Wir haben morgen Deutsch Schularbeit und Stoff ist ein Gedicht zu interpretieren. Dazu haben wir ein Kompendium an Gedichten bekommen, zu denen auch oben genanntes Gedicht aus dem Jahre 1968 gehört.

Der Winter lag im Sterben, wir lebten immernoch, Aus Mietkasernen dampfte ein warmer Nebel hoch. Die Schornsteine erbrachen den gelben fetten Rauch, und aus den Hinterhöfen stieg zart ein Frühlingshauch. Da ging ich mit der Dicken die ersten Kätzchen pflücken trotz Magistratsverbot zum Mont Klamott.

Wir krochen durch Gestrüpp durch und latschen über Gras, zum Liegen war'n die Wiesen uns noch zu tot und naß. Die Apfelsinensonne schwann groß im Hundeblau, da wurde uns so mächtig und wurde uns so flau. Wir fühlten neue Kräfte, gewaltig stiegen Säfte, wir waren wieder flott am Mont Klamott.

Wir küßten uns im Gehen und küßten uns im Stehen, wir sahen 'ne Menge Leute und wurden selbst gesehen. Ich rollte meine Schöne die steilen Hänge rauf, Sie kreischte und ich lachte, sie fiel, ich fing sie auf. Mensch, waren das Genüsse und schmeckten uns're Küsse, wie Ananaskompott, am Mont Klamott

Und als wir oben standen, die Stadt lag fern und tief, da hatten wir vom Halse, den ganzen deutschen Miev Ich legte meine Hände auf ihren warmen Bauch und sagte :"Süße Dicke, fühlst Du den Frühling auch?" Die Tauben und die Spatzen, die ersten Knoospen platzen auf Trümmern und auf Schrott, am Mont Klamott.

Wir saßen auf dem Kerich vom letzen großen Krieg, Die dicke sprach von Frieden, ich hörte zu und schwieg. Wir saßen, bis die Sonne im Häusermeer absoff, sahen zu, wie da der Westen die rote Farbe soff. Auf Kirchen und auf Schloten, die selben roten Pfoten, wir danken Marx und Gott, am Mont Klamott.

In der letzten Strophe will der Autor mit "wir danken Marx und Gott" etwas ausdrücken, allerding habe ich keine Ahnung was. Ich dachte schon an eine Ironie, da Marx als Begründer des Kommunismus auch Schuld am kalten Krieg hat (Mont Klamott ist in der ehm. DDR) Diese würde jedoch wieder mit "Gott" nicht zusammenpassen.

Kann mir dabei bitte jemand helfen?!! Danke im Vorraus

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übermorgen arbeit schreiben ich kann nicht lernen

Also übermorgen schreiben wir eine Arbeit und ich wollte eigentlich heute und morgen lernen, aber jetzt weine ich die ganze zeit und so kann ich nicht wirklich lernen und ich kenne mich gut, dass ich weiß, dass ich bis zum Einschlafen mich nicht beruhigen kann. Ich kriege höchstens ca. 30 min pause zwischen den Heulattacken hin. Ich werde auch heute noch das schriftliche schaffen, auch wenn das sehr viel ist. Naja und morgen ist Schulfest und nach dem Schulfest habe ich noch Bratschenunterricht. Ich werde zwar zwischen schule und Schulfest die ca. 3h lernen, aber ich werde wohl dann erst um ca. 18:40 fertig sein und danach gehe ich zu meinem Freund. Ich weiß Schule ist wichtiger und so, aber es gibt Gründe dafür dass ich heute nur heule und das mit meinem Freund ist echt wichtig, also spart euch bitte dazu Kommentare. Ich weiß, ich hätte auch früher lernen können, aber ich lerne immer einen Tag vorher und ich schaffe das auch immer, weil ich dann wirklich fast ohne Pause lerne. Jetzt halt mal 2 Tage vorher wegen dem Schulfest, denn ich konnte ja nicht ahnen, dass ich heute nicht in der Lage sein werde zu lernen und dann nur noch morgen richtig zum lernen habe. Heute geht echt gar nichts und der Gedanke daran dass ich nicht lernen kann und vielleicht eine schlechte Arbeit schreiben werde macht es noch schlimmer. Bitte sagt mir, wie ich das Lernen jetzt noch schaffen soll. Habt ihr Tipps für mich, oder könnt ihr mir sagen, wie ich das Weinen los werden kann oder wie ich trotzdem lernen kann?

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Wieso gibt es Rechtschreibung?

Wär s Leben ned einfacher wenns do gar keine Regeln geben tät? Und man eifach so schreiben könnt wias einem grad passt, wär doch scho echt praktisch. Warom all die unnötige Regele? Ohne Rechtschreibung, könnt mer keiner sagen, dass ich etwas falsch geschrieben hab. Was für eine perfekte Welt das wär! Und es wär doch auch viel spannender zu lesen, wenn man immer grad noch den dialekt des autors mit herauslesen kann.

Denket ihr in Zukunft gibts keine Rechtschreibung mehr? Seht ihr vorteile in der existenz einer Rechtschreibung, ich find grad echt keine sinnvollen Argument dafür.

Dafür hab ich ne Liste mit Dingen die besser würden beim Abschaffe von Rechtschreibung;

• Weniger aufwand in de Schule zum erlernen von Schrift und Sproche

• ...oder auch für Leut ausem Ausland einfach Deutsch zu lernen

• Förderung regionaler Dialekte

• Viel meehr Unterhaltung bem lesen von Texten

• Mehr indirekte Informationen über den Autor vom Text.

• Keine Trottels mehr, die mitem Finger auf deine Rechtschreibefehler zeigen können

• Mehr Kreativität beim Schreiben von Textn möglich

• Schnellers Schreibe vo Texte, weil man ned irgendwas noch korrigieren muss. Man kann fehler einfach so stehe lasse. Effizienz!

• Sprache het so auch die möglichkeit sich leichter weiter zu entwickle, weil wenn ein Wort echt unnötig gschrieben werden muss, wie z.B. Portmonnaie. Ich würd einfach nur noch Portmonä schreiben müssen. Und wenn sich das dann unter de Leut so einbürgert, dass mans so schreibst, dann hat sich das Wort eigentlich scho weiterentwickelt.

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