Wie funktioniert das Stromnetz im Haus?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das ganze Haus liegt an der sogenannten 1kV-Leitung im Hausanschlusskasten (wahrscheinlich im Keller) an. Nach dem HAK verteilt sich der Strom - nach dem System der Phasentrennung - auf die einzelnen Leitungsschutzschalter ("Sicherungen") im Sicherungskasten. Nach aktuellen Ansichten (z.B. der Handwerkskammer) soll jede Etage mit z.B. 32 A und jeder Raum mit z.B. 16 A abgesichert werden. Elementar dabei ist, dass das System der Selektion angewandt wird, d.h. dass der abgesicherte Ampere-Wert vom Vebraucher zum HAK immer höher wird, damit immer die dem Fehlstrom oder Leitungs-/Kurzschluss nahe liegenste Sicherung ausgelöst wird.

Da alle Geräte am Nullleiter des Hauses angeschlossen sind, kann theoretisch auch eine kurzfristige Überspannung (durch Blitzeinschlag) in der Zuleitung zum Schlafzimmer ein TV-Gerät im Wohnzimmer zerstören, dies ist aber extrem unwahrscheinlich. Ein Kurzschluss ist keine kurzfristige Überspannung, d.h. der Leitungsschutzschalter löst aus und unterbricht die Stromversorgung. Es werden durch einen Kurzschluss folglich keine Geräte gefährdet. Gefährdet sind nur Menschen, die beispielsweise Kontakt zu einem Leitungs- oder Körperschluss erhalten, welcher nicht über einen FI-Schutzschalter zusätzlich abgesichert ist. Jedes Gerät, das in ein Stromsystem eingefügt wird, versucht zwingend Strom- und/oder Spannungsschwankungen. Diese sind für die anderen Geräte unbedenklich, weil viel zu gering.

Ich hoffe, ich konnte erstmal helfen. :)

1kV-Leitung? Wie cool... Naja, eigentlich isses ja Quatsch aber cool wärs trotzdem. Deinen HAK will ich gerne mal sehen.

Es ist ja nicht alles falsch... nach dem HAK und den darin befindlichen Hausanschlusssicherungen (im Einfamilienhaus meist 25 A oder 35 A) gehts zu den Hauptsicherungen. Diese befinden sich meist im Zählerschrank der zugleich , wie der Name schon sagt, den Zähler enthält und oftmals auch als Verteiler dient.

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Ist zwar eine URALTE "hilfreiche" Antwort, aber weil sie offensichtlich falsch ist,muss ich doch was dazu schreiben.

In ganz Europa gibt es kein 1 kV Netz, an das man einen Haushalt oder einen Betrieb anschließen kann.

Die genormte Nennspannung für öffentliche Niederspannungsnetze beträgt ist in EN 50160:2010 Abschnitt 4.1 mit 230 V zwischen Außenleiter und Neutralleiter festgelegt, dadurch gibt sich zwischen den Außenleitern eine Spannung = 230 x (Wurzel aus 3) = 400 V Diese Versorgung wird auch oft mit 400/230 V bezeichnet.

In der Industrie gibt es noch das veraltete 500/288 V und das 690/400 V Netz, die aber aus Mittelspannung direkt beim Industriekunden gebildet und nicht über Netze verteilt werden.

Ist ja erschreckend welch grauenhafte Falschinformation da herum geistert und noch dazu als hilfreich empfunden wurde.

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hI,

die Zuleitung erfolgt meist vom Gehweg aus. Dort liegen sogenannte Erdkabel, in die mit Dornen versehen die Sitchleitungen der Hauszuleitungen oder evtl. auch geklemmt abgeleitet werden. Die Spannung ist Drehstrom, 400V oder 3phasig 3 * 230 V. Die Hausleitung führt dann zunächst in einen Haussicherungskasten, der vom Elektroversorger verblombt ist, damit dort niemand herumfummelt. Die Haussicherungen sind normalerweise 3 * 50A. Weiter gehts zum Haussicherungs- oder Verteilerkasten. Dort werden die Erdung und der Nulleiter auf versch. Schienen gelegt. Die 3 Phasen werden über einen oder mehrere Zähler auf die "Verbraucher aufgeteilt. D.h. alle Zimmer erhalten von der gleichen Zuleitung den Strom. Am Stromnetz angeschlossene Geräte können nur dann das Netz beeinflussen, wenn sie spezielle Thyristor-Steuerungen haben. Die ist aber selten im haus der Fall, öfter aber in Firmen. Ein Kurzschluss an einem Gerät sollte normalerweise die Gerätesicherung auslösen. Die ist. i.A. schneller als die 16A Sicherung, die die Leitung schützen soll, damit es nicht zu einem Brand kommt. In den seltensten Fällen hat dies Auswirkungen auf andere Geräte. Leider ist dies aber nicht immer auszuschließen, da viele Verbraucher getaktete Netzteile haben. Die sind was Störungen betrifft sehr empfindlich. Spannungsschwankungen können eigentlich im Haus nur dann auftreten, wenn sehr lange Leitungen verlegt wurden. Aber das hat lediglich Auswirkungen auf das angeschl. gerät selbst. Z.B. ein Rasenmäher an einer 40m langen Verlängerungsleitung. Der läuft halt nicht so gut, wie an einer 5m Leitung. Sonst solltest Du eigentlich keine Auswirkungen spüren.

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