Wie bekommt man Schweißfüße?

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Schweißdrüsenüberfunktion

Eine Überaktivität des vegetativen Nervensystems und eine übernormale Größe der Schweißdrüsen werden als Ursachen für eine vermehrte Schweißabsonderung angesehen, die durch weitere Faktoren zusätzlich verstärkend beeinflussbar ist. Das vermehrte Schwitzen über die gesamte Haut wird als generelle Hyperhidrose bezeichnet. Eine lokalisierte Überfunktion (fokale Form) tritt meist im Bereich der Achselhöhlen (Axillen) mit der Bezeichnung Hyperhidrose axillaris oder der Hände (Hyperhidrosis palmaris (Schweißhände)) und eben auch der Füße (Hyperhidrosis plantaris) auf. Bei letzterer spricht man von einer Überfunktion, wenn die abgesonderte Flüssigkeit mehr als 50 mg pro Fuß und pro Minute beträgt.

Auf die Füße bezogen finden sich in der Umgangssprache Begriffe wie Sportlerfüße, Stinkefüße, Käsefüße, Käsemauken, Käsequanten oder Kasfüße, wobei diese Begriffe nicht allein bei einer Überfunktion der Schweißabsonderung an den Füßen sondern oft auch schon bei ungepflegten und daher unangenehm riechenden Füßen verwendet werden.

Bei Schweißfüßen ist die Hornschicht der Haut durch das vermehrte Schwitzen ständig durchfeuchtet, so dass diese hierbei wurmstichartig weißlich aufquellen kann - eine Veränderung, die im englischen Sprachraum als "pitted keratolysis" bezeichnet wird. Zu den verstärkenden Faktoren sind luftundurchlässige Schuhe oder Strümpfe zu nennen, die zur Bildung einer sog. feuchten Kammer führen können.

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