Wie bekommt man Klasse unter Kontrolle?

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5 Antworten

Schüler sind in der Entwicklung, im größten Umbau den wir Menschen nach der Geburt erleben. Und dann noch die Einflüsse unserer Gesellschaft die jede Nutzung des Gehirns so schwer als möglich machen. 

Wir haben in dieser Phase entweder bei offenem Fenster sogenannte Sing-Vorübungen gemacht > youtube, nach Körperbewegung schauen dabei - oder Gymnastik die den ganzen Körpereinsatz fordert aber durchaus hinter dem eigenen Stuhl bzw. mit dem vorhanden Platz möglich ist. Auch youtube nutzen um entsprechende Übungen zu finden. Manchmal war es nötig danach erst mal zu schreiben. Wir bekamen dann ein Diktat. Das geht auch bei naturwissenschaftlichen Fächern und sei es dass die Aufgaben diktiert werden, Erklärungen und so fort. Wer nicht mitmachte bekam eine 6. Das wurde von Anfang an festgelegt. Punkt. 

Ganz wilde Klassen hatten den Schulhof mit einigen Runden abzulaufen. Schadet auch nicht. 

Als wir mal nicht zu bändigen waren wurden wir gefragt ob wir überhaupt unsere Stimme nutzen können oder dazu zu blöd sind. An der Tafel denn wir  waren ja laut. Da unsere Neugierde geweckt war wurde eine Person aufgefordert Text an die Tafel zu schreiben. Es wurde uns ein Mal vorgesungen. Dann sollten wir nachsingen. Alle. 

Manchmal macht auch Sinn Aufgaben oder eine Aufgabe - je nach Fach - an die Tafel zu schreiben, dazu zu schreiben wann die Blätter eingesammelt werden und dass sie benotet werden. Entweder die Klasse nimmt zur Kenntnis dass die Aufgaben an der Tafel stehen oder sie kassiert als ganze eine 6. Diese muss nach meiner Kenntnis dann begründet werden. 

Es macht Sinn sich mit anderen Lehrkräften auszutauschen. In mancher Schule bekommt der ganze Lehrkörper die SchülerInnen nicht in den Griff. Dann hilft sich ausführlich mit dem Thema "Schulpreis" zu beschäftigen und manche der Projekte in die eigene Schule zu holen. 

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In meinem letzten Jahr der Realschule hatte meine Klasse eine neue Mathelehrerin bekommen, Referendarin. Sie war äußerst schüchtern und die halbe Klassen tanzte ihr auf der Nase rum.
Am besten haben sich zum einen die Lehrer die unglaublich laut pfeifen konnten gemacht. (Bei klingeln, schreihen, irgendwelche Instrumente etc kommen gar nicht gut, es wird sich sehr schnell lustig gemacht.) Zum anderen kamen die Lehrer gut durch die entspannt da saßen und warteten bis ruhe einkehrte. (Einer dieser hat uns die vertrödelte Zeit nachholen lassen, muss halt nur eingehalten werden die Drohung. Drohungen allein bringen kaum etwas, wenn es nicht min. einmal durchgezogen wurde.)
Eine Lehrerin hat sich eines Tages einfach wortlos an die Tafel gestellt und die Namen derer die störten angeschrieben. Je Störung/Minute gab es einen Strich. Pro Strich musste eine Seite geschrieben werden, Handschrift. Seit diesem Tage musste sie nur ansetzen zum Namen und es war Mäuschen still.

Viel Erfolg

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Sanktionen. Lass sie so und so viele Sätze pro Störung schreiben. Gab schon Lehrer, die direkt schon Schüler 1.500 Sätze aufgebrummt haben. Oder einfach pro Störung einmal die Schulordnung abschreiben lassen.

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FrankPfeif 04.11.2015, 02:11

Dankeschön. Hast Du vielleicht noch eine Idee, wie man das etwas Gewaltloser gestalten kann? Vielleicht bin ich noch etwas naiv (da neu im Job) will aber eigentlich einen antiautoritären Unterrichtsstil anwenden...

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HSB66691 04.11.2015, 02:20
@FrankPfeif

Bei manchen klappt das einfach nicht. Ich war selber einer der schlimmsten Schüler. ... Umsetzen geht ja auch. Besonders wenn sie neben anderen Schüler sitzen mit denen sie den Unterricht stören. ... Noch n Tipp: Bei Reden nicht mehr als 15 Minuten am Stück reden, weil dann keiner mehr zu hört. So machen es sogar die Lehrer in Dänemark, weil es in ner Studie herauskam.

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Vergiß da bloß mit dem "antiautoritär", da tanzen dir die Kiddies auf der Nase rum

Hab an ner Uni gearbeitet, wo auch Lehramt angeboten wurde. eine der Lehramtsstudentin hab ich abgeschleppt. Und die konnte sich furchtbar über die "Kuschelpädagogen" aufregen, Die hätten mehr Schande angerichtet, als sie Gutes getan hätten. Und sie hatte sich vor genommen, NIE so zu werden. Sie hatte Lehrer gewollt, die sie respektieren konnte, keine "Kumpel".

Als Lehrer war der Beste, den ich je hatte, ein BWL - Lehrer an der Berufsschule. der hat sich für die Schüler interessiert, und stand voll im Leben. BWL war Doppelstunden. In der ersten hat er, immer passend zum aktuellen Thema, Geschichten aus seinem Leben erzählt. Die 2. Stunde war Ruhe angesagt, und er hat uns Stoff diktiert, den wir aufschreiben mussten,. Und nacharbeiten... Hat wunderbar funktioniert.... Die Klasse war in BWL deutlich über dem Durchschnitt. Man hat ihm sogar teilweise unterstellt, er würde die Ergebnisse und Noten beschönigen... War aber nicht so..

Wenn in der 2. Stunde wer redete, hat er sein Lineal auf das Pult geknallt, dann war Ruhe

Deine Schüler WOLLEN keine Luschen, sie wollen Respektspersonen

Hab früher ehrenamtlich in der Kirche Kinder- und Jugendamt gemacht, und hab das ähnlich  gemacht.

Das war dann zum Teil so, das ich mich bei einer Gruppenstunde hingestellt hab, und nix gesagt hab, Arme verschränkt und gewartet. Irgendwann kamen dann ratlose Blicke. Und es wurde von alleine still.  Ab und an musste ich schon mal ein "RUHE" in den Raum brüllen, aber das war selten. (Für dich empfehle ich da eine Trillerpfeife) Es hat nicht lange gedauert, und die Leute (Jungschar damals, also Jungs bis 14) respektierten und liebten mich. Wenn Unruhe aufkam, reichte ein Fingerschnipsen und ein böser Blick... Einige der andren Mitarbeiter haben da nur ratlos zugeguckt.

Bei einer Kinderfreizeit gab es ein Extrem-Störer. Ein völlig verzogener Libanese, 10 oder 11 oder so. Einzelkind, Junge, PASCHA!

Der hat ALLE terrorisiert. Auch mich, aber interessanterweise hing der an meinem "Rockzipfel", er wich mir kaum von der Seite. Dann hat er mir fast eine teure Videokamera aus der Hand gerissen (Das war damals noch was besonderes!) . Da bin ich ausgeflippt, und hab ihn, verbal, zusammen gefaltet. Er hat mich mit großen Augen angeguckt, mühsam die Tränen unterdrückt. Dann hat er meine Hand genommen, und praktisch nur beim Schlafen, Essen und Toilette los gelassen.

Die übrigen Mitarbeiter habe nur ratlos geguckt. "Was hast du mit dem gemacht?" --- "Wir hatten ein Gespräch!" --- "Und? Was habt ihr besprochen?" -- "Das geht nur uns 2 was an!"

Als die Freizeit vorbei war, und ca die Hälfte der Kinder an der 1 von 2. Abholorten aus dem Bus stiegen, warteten schon die Eltern. In freudiger Erwartung, das ihr verzogenes Kind ihnen in die Arme springen würde. Nix das... Der Kleine ging von einem Mitarbeiter zum Anderen , gab dem brav die Hand, bedankte sich für die tolle Freizeit und verabschiedete sich, bei mir gabs eine Umarmung oben drauf. Die Gesichter der Eltern wurden immer länger, die Münder immer größer. Bis dann einer von ihnen, weiß nicht mehr wer, ich glaub die Mutter, meinte : "Das ist nicht Unserer, so ein liebes Kind haben wir nicht!"

Vergiss den Kuschelkurs. Deine Schüler WOLLEN das nicht! Sie wollen wen, zu dem sie aufschauen können.

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Vielen Dank fuer Eure Antworten. Ich hab im letzten halben Jahr mal rumprobiert.

Auch wenn es sehr schwer fällt kommt die hart aber fair Methode am besten an.

Ich poste aber gern updated, wenn ich mehr Erfahrung hab.

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