Weshalb geht der Mond nicht jeden Abend am gleichen Ort auf?

8 Antworten

Hallo edgar2, 

die einfache Antwort lautet: Weil wir auf der Erde auf einer bewegten Beobachtungsplattform stehen und sich nicht nur der Mond um uns, sondern auch wir uns um die Sonne bewegen... und das macht es etwas schwieriger. 

Die ausführlichere Antwort: 

Sicher weißt Du, dass der Mond deshalb "aufgeht", weil sich die Erde um die eigene Achse dreht. Wenn Du aber an 2 aufeinander folgenden Tagen zur selben Zeit hinausschaust, wirst Du feststellen, dass der Mond am zweiten Tag nicht an derselben Stelle steht, sondern ein Stückchen nach Osten verschoben ist. 

Das ist - auch das wird Dir klar sein - deshalb der Fall, weil der Mond uns einmal im Monat umrundet. Entsprechend verspätet sich der Mondaufgang also jeden Tag etwas im Vergleich zum Vortag.

Das erklärt aber allein auch noch nicht, warum der Mond auch an verschiedenen Stellen über den Horizont kommt. Mal ist es etwas weiter im Süden, mal ist es etwas nördlicher als der "Ostpunkt" - also die exakte Ostrichtung. 

Warum ist das so?

Weil auch die elliptische Bahn, auf der uns der Mond umrundet, gegen die Erdbahnebene geneigt ist (etwa um 5°) und selbst diese Bahn langsam rotiert. 

So in etwa vorzustellen:

https://www.astronomie.de/fileadmin/user_upload/Sonnensystem/Mond/saroszyklus/saroszyklus6.jpg

Der Mond befindet sich also manchmal auf seiner Bahn oberhalb der Ebene der Erdbahn, manchmal darunter. Der Witz ist, dass diese Periode, mit der der Mond einmal seine Bahn durchläuft wegen der Bewegungen der Erde und des Mondes eine andere Periode ist, also die der Mondphasen. Der Mond kommt also zu allen möglichen Mondphasen einmal an seinen erdnächsten oder erdfernsten Punkt. 

Ist der Mond gerade besonders weit von der Ekliptik (Erdbahnebene) entfernt, dann steigt er an einem anderen Punkt über den Horizont, als wenn er gerade in der Nähe seiner Knotenpunkte und damit nahe der Ekliptik ist. 

Ich hoffe, die Erklärung war jetzt einigermaßen einleuchtend... sonst am besten auf die "einfache Erklärung" zurückgreifen... ;-)

Grüße

Die Erde dreht sich in ungefähr 24 Stunden einmal um sich selbst und der Mond in etwa einem Monat um die Erde. 

Dadurch ist der Mond halt immer schon ein Stück weiter gewandert, wenn sich die Erde nach genau einer vollständigen Rotation wieder in ihrer Ausgangslage befindet. 

Mit der Folge, dass er zu einer anderen Zeit im durch den Horizont begrenzten Sichtfeld eines Beobachters am selben Ort wie am Tag vorher auftaucht.

Weil er sich um die Erde dreht. In 29 Tagen einmal. Deshalb geht er auch nicht immer zur selben Zeit auf.

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