Wer kennt gute lost places?

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3 Antworten

Moin.

Lost places gibt es zahlreiche in NRW.

Das Problem ist, dass auch andere diese gerne für Fotos und Videos nutzen und gefundene Lost places oder zumindest Wissen zum Zugang zu solchen, wie Geheimtipps hüten. Folglich gibt es kein öffentlich zugängliches, allumfassendes Verzeichnis dieser Plätze gibt. Es gibt nur einige Ansätze wie zum Beispiel:

http://www.lost-place.org/lost-places-nrw/

und

http://lostplaces-nrw.de/

Darüber hinaus muss man sich entsprechende Plätze selbst recherchieren und bei entsprechend gesicherten, dann noch recherchieren, wer einem denn legal Zugang dazu verschaffen kann.

So gibt es zum Beispiel hier zwar ein größeres Verzeichnis

http://www.ruinenland.de/lostplaces.htm

aber es wird auch gleich klar gestellt, dass die genauen Orte nicht verraten werden.

Eine gute Quelle zu vielen dieser Plätze aus dem Bereich Bergtechnik und Montanindustrie sind einige geschichtliche Bücher, die es auf der Route Industriekultur zu kaufen gibt. Darin finden sich dann Informationen zu bergtechnischen und montanindustriellen Anlagen, die zwar brach liegen, aber es noch nicht auf die offizielle Route geschafft haben.

Weiters finden sich einige interessante Anhalte zu etwa aufgegebenen Kasernen und Standortübungsplätzen, wenn man sich mal mit dem Rückbau der Bundeswehr und der alliierten Armeen in diesem Land beschäftigt.

Hierzu kann diese Seite einen guten Einstieg bieten:

http://www.geschichtsspuren.de/

Dann gibt es neben bestehenden, auch noch zukünftige Lost places. Und zwar vor allem rund um die Braunkohle-Tagebaue. Vielfach finden sich Informationen dazu bei Naturschutzorganisationen und bei lokalen Internetportalen der betreffenden Region.

Diese sind dann, wenn es soweit ist, in der Regel gesichert. Aber wenn man es geschickt anstellt, kann man bei den Betreibern der Tagebaue durchaus Zugang zu diesen Orten genehmigt bekommen.

Ein weiterer guter Anhalt können Seiten sein, auf denen zukünftige und vollzogene Gewerbeinsolvenzen veröffentlicht werden. Die Herausforderung an diesen Seiten ist nur, dort das eine, große Objekt unter den 10.000 insolventen Dönerbuden und Nagelstudios zu finden. Da bleibt letztlich nur, viel Zeit zu investieren und jede Anzeige anzuklicken und zu lesen.

Eine gute Möglichkeit, wenngleich nicht minder komplex zu recherchieren wie die Firmeninsolvenzen, bleibt aber dennoch zu nennen: Geocaching-Portale. Viele dieser Caches wurden von lokalkundigen an kleinen, vergessenen Orten angelegt.

Aber um da wirklich den einen, besonderen Ort zu finden, muss man schon selbst mit dem GPS los ziehen und darf sich eben nicht entmutigen lassen, wenn man nur alle 20-30 Caches mal ein echtes Schmankerl findet.

Fazit: Die wirklich guten und erst auch den Zugang dorthin, verrät Dir keiner. Da bleibt nur Recherche, Recherche, Recherche.

ASRvw de André

Auf Ameland gibt es eine verlassene Schwimmhalle. Die ist sehr cool.

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