Wer kennt das Problem mit extremer Sturheit bei Kindern?

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13 Antworten

Ich hab Dir gestern schon geschrieben, aber Deinen Worten habe ich auch nicht entnommen, WIE verzweifelt Du bist.

Es gibt solche Erziehungsberatungsstellen von der Caritas oder ein SPZ (Sozialpädiatrisches Zentrum). Bestimmt ist auch eine in Deiner Nähe. Ob Dich ein Kinderpsychologe weiterbrächte, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber ich bin mir sicher, dass Dir dort jemand einen geeigneten Rat geben und Dich ggf. weiter überweisen kann.

Vielen Dank für eure netten antworten, ich habe eben mal bei einer kindersychologin angerufen und um Rückruf gebeten. Ich hoffe sie wird mir helfen können. Denn wir müssen ds in den Griff bekommen.

DANKE euch

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@stef1601

Wenn für die Kinderpsychologin das Problem auch unbekannt ist, dann lies bitte das Buch von den Pearls. Die kennen sich damit aus.

Vielleicht gibt es im Internet ja auch Auszüge zu lesen.

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@heikephs

Ich werde mir dieses buch mal bestellen, bin nur mal gespannt, was da drinne steht, was ich denn falsch mache? Mal sehen

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Ich bin immer wieder schockiert darüber, wie wenig Verständnis und Mitgefühl Eltern und sogenannte "Erzieher" ihren Kindern entgegen bringen. Ich erinnere mich recht gut an meine Kindheit, und es gibt da gewisse Parallelen. Der größte Fehler, den meine Eltern immer wieder begangen haben war, sich selbst als überlegen und intelligenter einzustufen. Das tun Eltern mit ihrem Verhalten Kindern gegenüber ständig. Sei es Vorschriften zu machen, ohne diese klar zu begründen (Botschaft: die Eltern verstehen angeblich deren Notwendigkeit, Kinder seien dafür aber eh zu blöd), mit anderen Erwachsenen über die Kinder zu reden (1. Botschaft: Kinder sind dummes Vieh oder Expermente, über deren Unzulänglichkeiten man sich berät, ohne die Probleme an der Wurzel anzupacken, indem man sich mit dem Kind selbst berät ; 2. Botschaft: Dem Kind wird keine Privatsphäre zugestanden, denn es ist NUR ein Kind), usw.
Die Annahme der Eltern, dem Kind überlegen zu sein, ist wohl der größte Anreiz sich möglichst so zu Verhalten, wie es den Eltern nicht gefällt. Man hört nie eine Entschuldigung für die Fehler der Eltern, aber selbst wird man ständig gezwungen sich zu entschuldigen. Einige Erwachsene scheinen sogar zu glauben, sie seien unfehlbar, während sie dem Kind oft näherbringen, dass es ständig Fehler macht. Diese falsche, verlogene Atmosphäre ist keine Grundlage für ein intelligentes Kind, denn es durchschaut diese Lügen.
Ich möchte mal erläutern, wie es in meinem Fall richtig gewesen wäre sich als Erwachsener mir gegenüber zu verhalten. Allerdings wird das variieren, Genaueres herauszufinden ist nicht möglich ohne die Hilfe des Kindes!
In folgendem Absatz ist das lyrische Ich die Persönlichkeit meiner Kindheit (mein damaliges Alter: ca. 4 bis 10 Jahre).
Ich weiß nicht was das für ein Spiel ist, in dem ich mich befinde. Überall um mich herum sind angebliche Menschen, die unsinnige Dinge tun und sagen. Doch sie behaupten zu sein wie ich es bin, nur besser / weiter / "erwachsener". Tatsächlich ist das nicht wahr. Denn ich denke nach, bevor ich Entscheidungen treffe, doch niemand scheint in der Lage zu sein, meine Beweggründe zu verstehen. Wären diese Menschen wie ich, nur besser, müssten sie in der Lage sein soweit vorauszudenken, dass sie verstehen, warum ich all dies tue. Doch dass sie das nicht sind, habe ich durch meine zahlreichen Experimente bewiesen. Sie sind höchstens so schlau wie ich, vermutlich dümmer. Oft geben sie unsinnige Begründungen um ihr falsches Handeln zu rechtfertigen. Sie sind wie Maschinen mit Programmen in einem großen Labor, von Forschern, die herauszufinden versuchen, ob meine Lebensform wirklich zu dumm ist, diese vielen Fehler zu entdecken. Wie könnten Wesen, die besser sind als ich, so unperfekt, so unfertig sein? Ich komme zu dem Schluss, dass diese Wesen versuchen mich zu verstehen, von mir zu lernen, mich zu studieren, oder mich für irgendetwas zu bestrafen, doch ich werde es ihnen nicht leicht machen. Denn sie machen es mir nicht leicht. Ich habe mich nicht freiwillig diesem schrecklichen Leben ausgesetzt. Ein Leben, in dem alle anderen frei entscheiden dürfen - sogar ohne sinnvolle Rechtfertigung - während ich zu allem gezwungen werde, und zu keinem Zeitpunkt frei sein darf. Ich wünschte so sehr, einem anderen vernunftbegabten Wesen zu begegnen, mit dem ich mich darüber austauschen kann, was hier wirklich los ist. Jemand, der bemerkt, wie falsch sich diese "Menschen" verhalten, der ehrlich zu mir ist, und mich als ein Wesen mit freiem Willen akzeptiert. Denn ich bin schrechlich neugierig, würde so gerne alles um mich herum verstehen, doch man lässt mich nicht. Wenn ich Fragen stelle, bekomme ich nie richtige Antworten, nur scheinbare Ausflüchte oder Vereinfachungen für geistig Behinderte. Das scheint es zu sein, wofür sie mich halten: geistig minderbemittelt. Dabei sind sie es vielmehr selbst.. wie sonst könnten sie unfähig sein zu begreifen, was ich bin, und sich derart falsch verhalten?
Das Problem ist offenbar, dass erwachsene Menschen tendenziell Kinder unterschätzen, und ihre eigene Zurechnungsfähigkeit überschätzen. Als Kind beschäftigt man sich so sehr mit seiner neuen Umwelt, dass es nicht schwierig ist, dogmatisches Verhalten oder gar Neurosen bei anderen Menschen zu erkennen. Als Erwachsener sollte man dem Kind die Chance geben, sich ernstgenommen zu fühlen, und auch seine Eltern erstnehmen zu können. Das Gegenteil erreicht man mit einer autoritären Erziehung, bzw. schon bloß mit der Einstellung, dass Erwachsene bloß aufgrund ihres Alters geistig überlegen seien, bzw. das Sagen haben, und sich darauf eine hierarchische Kommandostruktur begründe. Man sollte eher die Vernunft des Kindes fördern, und Absprachen und Kompromisse aus den Meinungen aller Beteiligten GEMEINSAM treffen. Das beginnt dabei, dass man die Meinung aller Beteiligten berücksichtigt, und es ist wichtig zu vermitteln, dass man sich schlüssige Gedanken macht, indem man diese in verständlicher Form nach außen trägt. [...]

Ab einem gewissen Punkt ist es leider zu spät für die Eltern, noch den Respekt des Kindes zurück zu erlangen. Ich erinnere mich, dass meine Eltern diesen entgültig verspielt hatten, als ich so ca. 8 Jahre alt war (durch wiederholte psychische und physische Gewalt).
[Auch erinnere ich mich an die Aktion, die mich erstmals dazu brachte, grundlegend an meiner Mutter zu zweifeln (an dem Vater habe ich stets gezweifelt - da er meine älteren Gewister schlug). Damals war ich 4 Jahre alt, und meine Mutter behautete ich hätte etwas schlimmes im Kindergarten getan (was ich nicht getan habe). Sie traf ihre Behauptungen auf Basis der Aussage von Müttern anderer Kindern des Kindergartens. Dafür hat sie mich sogar geschlagen. Es war ein furchtbares Gefühl, dass mir meine damals noch so geliebte Mutter weniger glaubte als den anderen Menschen, obwohl ich unter Tränen meine Ehrlichkeit beteuerte, und mich grundlos schlug. Vor da an war mir klar, sie ist leicht zu täuschen, und kann wahr und falsch, sowie richtig und unrichtig nicht auseinanderhalten.]

Es ist nicht unbedingt glaubwürdig, von dem einen auf den anderen Tag seine Unzulänglichkeiten abzuschütteln und plötzlich bereit für Kompromisse, Meinungen des Kindes, und gemeinsame Entscheidungsfindung zu sein. Eine große Rolle spielt auch die Bereitschaft zu zeigen, dass man sein Kind liebt. War man wenigstens in der Lage viel zu liebkosen, dürfte es dem Kind deutlich leichter fallen, zu verzeihen. Hat man es schon mit körperlicher Gewalt "zurechtgewiesen", dürfte es schwer bis unmöglich sein, da diese der Liebe und dem Vertrauen die Grundlage nimmt.. es macht einen als Elternteil zu Feind / Gegner.

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Habe heute heute Deine Frage gefunden, als ich im internet nach Hilfe suchte. Kurz: Ich kann Dein Anliegen vom letztem Jahr total nachvollziehen und verstehen, bei uns ist es ähnlich. Gestern hatte ich ein Gespräch mit der Erzieherin im Kindergarten, die mich bat "etwas zu unternehmen". Ich habe daraufhin sehr lange mit unserer Kinderärztin telefoniert, die mir bestätigte, dass unser Sohn völlig normal entwickelt ist und gesagt, dass es sich eher um ein pädagogisches Problem handelt und mir geraten, wir sollen uns an eine Erziehungsberatung wenden. Das ist ein Team aus Pädagogen, Psychologen etc. die uns beraten könnten. Hab´ das gleich in Angriff genommen und warte noch auf einen Rückruf, wollte nur in der Zwischenzeit mal hören, was inzwischen Eure Erfahrungen sind und wie es bei Janik weitergegangen ist. Würde mich über einen Austausch sehr freuen.

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