Wer ist Jahwe?

18 Antworten

"Jahwe" ist eine Bezeichnung für Gott, die aus den hebräischen Konsonaten JHW gebildet wude, weil es in der hebräischen Schrift keine Vokale gibt. Manche machen auch "Jehowa" oder noch andere möglichen Varianten daraus. Niemand kann daher mit Bestimmtheit sagen, oder sogar beweisen was richtig ist.

die aus den hebräischen Konsonaten JHW gebildet wude

Nein, es ist JHWH.

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Und wer ist dann Jehova?

Jehova ist ein Kunstwort, das unabsichtlich entstanden ist.

Jahwe wird im Hebräischen nie als Jahwe geschrieben, weil die Juden den Namen nicht aussprechen dürfen (deshalb ist nicht klar, ob "Jahwe" auch 100%-ig korrekt ist, es könnte z.B. auch "Jahu" sein).

Die Konsonanten werden geschrieben, also JHWH (bzw. deren Äquivalente im hebräischen Alif-Bejt). In normalen hebräischen Texten werden auch nur Konsonanten geschrieben, aber bei der Bibel gibts ne Ausnahme: da wird die genaue Aussprache, also insbesondere auch die Vokale, notiert. Wenn jetzt aber ein Wort im Text steht, das so nicht ausgesprochen werden darf, wird folgendes Verfahren angewandt:

  • Der Konsonantentext wird nicht verändert
  • Die Konsonanten des zu sprechenden Wortes werden am Rand notiert
  • Die Vokale des zu sprechenden Wortes stehen bei den Konsonanten des geschrieben Wortes.

Das gilt so in den meisten Fällen, z.B., wenn statt einem heidnischen Götternamen das Wort "Scheusal" gesprochen werden soll. Bei JHWH greift noch eine weitere Regel:

  • Wenn klar ist, welches Wort stattdessen gesprochen werden soll, stehen dessen Kononanten nicht am Rand.

Damit ergibt sich, dass jemand, der sich mit solchen Feinheiten nicht auskennt, überall dort, wo JHWH steht, ein "Jehova liest. Denn wie natürlich jeder Jude im Thoraunterricht lernt, muss da "Adonaj" (Herr) gesagt werden. Nur die Christen haben das nicht gewusst und im hebräischen AT eben Jahrhundertelang "Jehova" gelesen, bis das Missverständnis mal irgendwann aufgeklärt wurde.

Sagen die Juden auch 'Gott' zu ihm?

Im Prinzip ja. Nur haben fromme Juden sich angewöhnt, das deutsche Wort Gott (und vergleichbare Wörter in anderen Sprachen) auch nicht auszusprechen, sondern zu umschreiben (inzwischen wird, wenn nicht aus der Bibel vorgelesen wird, auch für "Adonaj" ein anderes Wort benutzt: "der Name", ha(sch)-schem). Juden schreiben deshalb häufig G'tt statt Gott.

Ein hebräisches Wort für "Gott" ist 'elo(a)h, häufiger sind allerdings die Kurzform 'el und die Erweiterung 'elowhijm (formal gesehen ein Plural). Die sind für fromme Juden kein Problem.

Sagen die Christen auch 'Jahwe' zu Gott?

Manchmal. Ist aber nicht allgemein üblich.

Haben die beiden Religionen eigentlich denselben Gott?

Aus christlicher Sicht: uneingeschränkt ja. Aus jüdischer Sicht: der große Gelehrte Maimonides (=Rabbi Mosche ben Maimon, RaMBaM) hat den Christen bescheinigt, den gleichen Gott wie die Juden zu haben, allerdings kritisierte den Heiligenkult seiner Zeit (Mittelalter) als Götzendienst, der neben die Verehrung des wahren Gottes tritt.

Vielen Dank für alle Antworten

Gern geschehen!

Wer ist Jahwe

Hier noch die christliche Sicht:

Schon im Alten Testament (AT, hebräische Bibel) wird deutlich, dass JHWH zwar eins, aber nicht monolithisch ist. Er redet im Plural (1.Mos 1,26, und das ist kein Plurale maiestatis), der Mensch ist als Mann und Frau sein Ebenbild, es gibt Gestalten wie den Engel JHWHs, die einerseits mit JHWH gleichgesetzt und andererseits von ihn unterschieden werden.

Im Neuen Testament (NT) wird das deutlicher entfaltet: Wenn aus dem AT zitiert wird und im Zitat das Wort JHWH vorkommt (bzw. auf Griechisch ist es dann kyrios, "Herr"), dann wird das teils auf Gott, den Vater (z.B. 2.Kor 6,18), teils auf Jesus (z.B. Rö 10,9) und einmal auf den Heiligen Geist bezogen (2.Kor 3,17).

Deshalb glauben Christen, dass Gott der Vater, Gott der Sohn und der Heilige Geist alle JHWH sind.Aber es gibt natürlich nur einen JHWH. Außerdem ist Jesus nicht nur Gott, sondern auch Mensch. Wie das alles zusammenpasst, darüber hat es jahrhunderterlange Diskussionen gegeben, an deren Ende dann die Trinitätslehre stand.

Grafische Darstellung der Trinitätslehre (Wikipedia)

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@helmutwk

Ok, jetzt bin ich etwas verwirrt. Es wird doch behauptet, dass JHWH ein kanaanitischer Berggott war und eine Frau Namens Aschera hatte. Was stimmt denn jetzt?

LG

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@Marvin596

Für andere Völker war JHWH ein Gott unter anderen, im alten Israel zeitweise auch (im AT wird oft gesagt, dass Israel und/oder Juda anderen Göttern "nachliefen"). Wobei Aschera bzw. Astarte in der Regel mit Ba'al in Verbindung gebracht wird und nie mit JHWH.

Gleicher Göttername muss nicht gleicher Gott bedeuten. Muslime und manche (z.B. arabische) Christen sagen beide "Allah", aber das sind bei näherem Hinsehen doch zwei verschiedene Götter (von denen natürlich nur einer der wahre Gott ist). Der kana'anitische Berggott und der Gott der Bibel sind zwei verschiedene Götter.

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@helmutwk

Danke. Diese Behauptung hört man oft von Bibelkritikern. Z.B. von Israel Finkelstein. Er behauptet, dass JHWH mit Aschera verheiratet war und dass die AT Schriften während der Babylonischen Gefangenschaft geschrieben wurden. Man hört auch oft die Behauptung, dass die Geschichten der Bibel Mythen anderer Völker sind. Ist Baal überhaupt ein Gott oder ist es eine Bezeichnung für verschiedene Götter?

LG

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@Marvin596
Diese Behauptung hört man oft von Bibelkritikern. Z.B. von Israel Finkelstein.

Von dem hört man viel. Es gibt unter Archäologen verschiedene Standpunkte, was das alte Kanaan bzw. Israel angeht, Finkelstein hat da eine sehr "bibelkritische" Haltung. Wobei ich mir nicht immer sicher bin, was er sagt oder von Journalisten (oder gar Übersetzern?) hineininterpretiert wurde - einige seiner Aussagen sind nur dann kein offenkundiger Unsinn, wenn er die Thora (also die 5 Bücher Mose) meint und nicht die gesamte hebräische Bibel (=AT).

dass die AT Schriften während der Babylonischen Gefangenschaft geschrieben wurden

Dagegen spricht, dass es Überlieferungen gibt, die offenkundig auf das 2. Jahrtausend zurückgehen, also besser mit dessen Verhältnissen zusammenpassen als mit dem 1. Jahrtausend v.Chr. Ein Theologe hat das bei Bundesschlüssen o.ä. (Külling, S.R., 1964, Zur Datierung der „Genesis-P-Stücke“ - habs nicht selber gelesen), aber auch die Kriegssituation in 1.Ms 14 (4 Könige gegen 5).

Also entweder eine lange und ziemlich zuverlässige mündliche Überlieferung, bis das aufgeschrieben wurde, oder doch ältere schriftliche Quellen.

Man hört auch oft die Behauptung, dass die Geschichten der Bibel Mythen anderer Völker sind.

Es gibt Ähnlichkeiten. Die können zufällig sein, oder auf eine gemeinsame, ursprüngliche Version hindeuten, oder einer hat vom andren abgekupfert (das ist im Prinzip in beide Richtungen denkbar!).

Ist Baal überhaupt ein Gott oder ist es eine Bezeichnung für verschiedene Götter?

Gute Frage ;) "Ba'al" bedeutet so was wie "Herr, Gebieter", kann u.a. auch den Mann (einer Frau) bezeichnen, der über sie bestimmen kann. Ist also eher ein Titel. In Zusammenhang mit "Attributen" wirds ein Göttername (Ba'al-Zebub=Herr der Fliegen, 2.Kö 1,2.3.6),

Zwischen "Eigenname" und "Titel" ist gerade bei Göttern keine scharfe Grenze vorhanden. Einige griechische Philosophen haben "Zeus" in so allgemeinen Sinn benutzt, dass es sich Paulus erlaubte, sie positiv zu zitieren (so schreibt es jedenfalls "Lukas" in Apg 17). Zum Vergleich: Bei Jesus ist der Titel Christus (=Messias) gewissermaßen zum "Nachnamen" geworden.

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@helmutwk
Von dem hört man viel.

Ja. Ich höre auch sehr viel Unsinn von Israel Finkelstein. Bisher hört man von ihm nur Behauptungen, ohne Belege.

Dagegen spricht, dass es Überlieferungen gibt, die offenkundig auf das 2. Jahrtausend zurückgehen,

Ich habe auch gelesen, dass die Leute im Orient bereits 1500 Jahre vor Mose schreiben konnten. Wieso hätte man die Texte dann so lange mündlich überliefern sollen?

Es gibt Ähnlichkeiten. Die können zufällig sein, oder auf eine gemeinsame, ursprüngliche Version hindeuten, oder einer hat vom andren abgekupfert (das ist im Prinzip in beide Richtungen denkbar!).

Meistens wird der Schöpfungsbericht mit dem babylonischen Enuma Elisch in Verbindung gebracht. Die 10 Gebote mit dem ägyptischen Totenbuch. Die Sintflut mit dem Gilgamesch Epos. Und beim Buch Hiob habe ich auch sowas gehört. Das ist auch ein sehr häufig verwendetes Argument von der Bibelkritik. Z.B. von Israel Finkelstein.

LG

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@Marvin596
Ich höre auch sehr viel Unsinn von Israel Finkelstein. Bisher hört man von ihm nur Behauptungen, ohne Belege.

Hast du ihn im Original gelesen?

Ich habe auch gelesen, dass die Leute im Orient bereits 1500 Jahre vor Mose schreiben konnten. Wieso hätte man die Texte dann so lange mündlich überliefern sollen?

Der Orient ist groß. Die ältesten Belege für die Schriftfamilie, zu der das hebräische Alphabet gehört (Hebräisch, Alt-Aramäisch, Moabitisch und Phönizisch sind nahezu identisch, was das Alef-Bet angeht), stammen vom Sinai um 1800 v.Chr., das wären 300 oder 400 Jahre vor Mose. Es ist wahrscheinlich, dass Abraham, Isaak und Jakob nicht schreiben konnten.

Beim Auszug waren dagegen sehr wahrscheinlich Leute dabei, die Hebräisch lesen und schreiben konnten, Mose war laut Bibel ägyptisch gebildet und konnte demnach mindestens ansatzweise Ägyptisch lesen ... alles weitere ist logische Ableitung davon bzw. Spekulation.

Die 10 Gebote mit dem ägyptischen Totenbuch.

Hab ich noch nie gehört, klingt auch eher bizarr. Eher hab ich Echn-Aton in dem Zusammenhang gehört, nur hat der in dem Zeitraum gelebt, der zwischen der biblischen Zeit von Mose (ca. 1500 v.Chr.) und dem oft von Theologen genanten Zeitraum (1220) liegt ...

Beim Enuma Elisch gibts mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten - lies einfach mal die Inhaltsgabe des Werks in Wikipedia.

Nur beim Gilgamesch-Epos gibts deutliche Parallelen zur Sintflut (in Tafel XI) - aber der ganze Streit der Götter und was sonst so zum Polytheismus gehört ist in der Bibel natürlich nicht da.

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@helmutwk
Hast du ihn im Original gelesen?

Auf hebräisch? Nein

Die ältesten Belege für die Schriftfamilie, zu der das hebräische Alphabet gehört (Hebräisch, Alt-Aramäisch, Moabitisch und Phönizisch sind nahezu identisch, was das Alef-Bet angeht), stammen vom Sinai um 1800 v.Chr., das wären 300 oder 400 Jahre vor Mose

Ich habe in Büchern gelesen, dass das Schreiben schon viel früher verbreitet war. Und in Vorträgen von Dr. Roger Liebi habe ich das auch gehört.

Beim Enuma Elisch gibts mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten 

Ok das wusste ich bisher nicht. Ich habe die Behauptung gehört, dass der biblische Schöpfungsbericht ein Gegenentwurf vom Enuma Elisch sein soll.

Nur beim Gilgamesch-Epos gibts deutliche Parallelen zur Sintflut 

Diese Parallelen hört man sehr häufig von Bibelkritikern. Es gibt auch Seiten, die das Gegenteil behaupten:

https://bibelbund.de/2020/11/babel-oder-bibel-zum-streit-ob-die-juden-beim-babylonischen-mythos-abgeschrieben-haben/

LG

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@Marvin596
Ich habe in Büchern gelesen, dass das Schreiben schon viel früher verbreitet war. Und in Vorträgen von Dr. Roger Liebi habe ich das auch gehört.

Klar, Piktogramme waren schon viel älter, und Ideographische Schriftsysteme (Hieroglyphen, Keilschrift) nur wenig jünger.

Nur Buchstaben Schrift gibts erst ab ca. 1800 v.Chr.

Und in Vorträgen von Dr. Roger Liebi habe ich das auch gehört.

Der vereinfacht zuweilen.

Ich hab nicht gesagt, dass zu Abrahams Zeiten niemand schreiben konnte, ich hab nur bezweifelt, dass Abraham das konnte.

Es gibt auch Seiten, die das Gegenteil behaupten:

Das völlige Gegenteil behauptet der Bibelbund nicht. Dass es Parallelen gibt, steht auch auf der verlinkten Seite. Und das Gilgamesch-Epos ist älter als 1500 v.Chr., also älter als Mose. Das sind Fakten.

Das heißt natürlich nicht, dass der Sintflutbericht von Gilgamesch abgekupfert ist. Es kann eine gemeinsame Quelle geben (darauf läuft auch das heraus, was der Bibelbund schreibt).

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@helmutwk
Ich hab nicht gesagt, dass zu Abrahams Zeiten niemand schreiben konnte, ich hab nur bezweifelt, dass Abraham das konnte.

Ich bin auch der Meinung, dass Abraham nicht schreiben konnte. Ich war vor einigen Tagen noch der Meinung, dass die 5 Bücher Mose erst während der Babylonischen Gefangenschaft geschrieben wurden, weil ich schon sehr oft vom Glauben abgefallen bin. Mittlerweile bin ich der Meinung, dass die Texte früher entstanden sind. Möglicherweise schon zur Zeit Mose.

Das völlige Gegenteil behauptet der Bibelbund nicht. Dass es Parallelen gibt, steht auch auf der verlinkten Seite. Und das Gilgamesch-Epos ist älter als 1500 v.Chr., also älter als Mose. Das sind Fakten.

Das denke ich auch. Ob es direkt abgeschrieben wurde, weiß ich natürlich nicht. Aber es gibt Parallelen. Enthält die Bibel sonst noch irgendwelche Mythen anderer Völker? Oder nur den Gilgamesch Epos?

LG

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@helmutwk
Beim Enuma Elisch gibts mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten - lies einfach mal die Inhaltsgabe des Werks in Wikipedia.

Ich habe es jetzt bei Wikipedia gelesen und erkenne keine Parallelen. Wie kommen einige Theologen auf sowas? Hier wird die Bibel auch mit Mythen anderer Völker in Verbindung gebracht:

Welche Mythen von anderen Völkern enthält die Bibel? (Psychologie, Politik, Religion) - gutefrage https://www.gutefrage.net/frage/welche-mythen-von-anderen-voelkern-enthaelt-die-bibel#answer-378229289

LG

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Guggstu hier: https://de.wikipedia.org/wiki/JHWH

»Jahwe« ist die (wahrscheinlichste) Aussprache des hebräischen JHWH (”יהוה‎), »Jehova« ist eine Transkription des Dominikanermönchs Raymundus Martinus aus dem Jahr 1270.

Wie kam es zu dem Namen „Jehova“?

Dazu als erstes ein Auszug aus http://de.wikipedia.org/wiki/JHWH, 26. Februar 2009 (Anm.: im heutigen Wikipedia-Eintrag ist diese Stelle nicht mehr zu finden):

Zitat: Dem Kenner der hebräischen Schrift sagten die Vokalzeichen zum Tetragramm, dass an dieser Stelle etwas anderes zu lesen und auszusprechen sei i ( קְרֵי qere) als geschrieben steht ( כְתִיב ketib), nämlich die Worte Adonai, Elohim oder Schəma. Dies sollte das Aussprechen des Gottesnamens verhindern und bekräftigte so seine Einzigartigkeit. Dochdiese Absicht der masoretischen Punktuation wurde im Mittelalter – auch im Judentum selber– weithin vergessen.Die Biblia Hebraica Stuttgartensia folgt dem Masoretentext und vokalisiert den Namen daherverschieden:יְה וִֹה יְה וָֹה יְהוִה יְהוָה

Jehwáh Jehwíh Jehowáh Jehowíh.

Die dritte Lesart kombiniert die Konsonanten JHWH mit den Vokalen, die eigentlich dieAussprache von Adonaj verlangen. Das führte zu dem verbreiteten Missverständnis, IsraelsGott heiße „JeHoWaH“, latinisiert „Jehova“. Bis ins 20. Jahrhundert hinein war diese Lesartallgemein üblich; die Zeugen Jehovas verwenden sie bis heute.(Zitat Ende)

Es handelt sich also nicht bloß um eine Vokalisierung, sondern vor allem auch um eine LATINISIERUNG. Also in die Lateinische Sprache. Der Buchstabe "A" in "Adonaj" wird als "E" gesprochen. - Und in einer Latinisierung, also in eine Darstellung in Lateinischen Buchstaben, erfolgte der Anfangsvokal so, wie er auch gesprochen wird, also "E". - Also E, O, A. Der EINZIGARTIGE Name Gottes JHWH sollte nicht unachtsam ausgesprochen werden. Nicht einmal in einem Gottesdienst.

Vgl.2 wir das erste Gebot: Du sollst den Namen Gottes nicht achtlos aussprechen. JHWH ist in der TAT einzigartig. So offenbarte sich Gott Mose im Dornbusch. JHWH heißt soviel wie: ICH BIN DER ICH BIN oder ICH BIN! - Niemand aber kann von sich sagen: ICH BIN! Wir können sagen: ICH BIN GEWORDEN! So leuchtet mir diese enorme Demut und dieser enorme Respekt, diesen Namen nicht auszusprechen in aller HEILIGKEIT absolut und ganz ein und ich kann das sehr, sehr gut nachvollziehen. In Haupt, Herz und Gemüt.

So lesen wir in obigen Wikipedia-Eintrag ja auch, wo Adonaj neben JHWH stand, hier Jehovah vokalisiert wurde. Das heißt also, dass JHWH JHWH bleibt. Vgl. auch die Bedeutungen:

Adonaj = Mein HERR,

Elohim = Gott,

Schema (aramäisch) = der Name

Somit spricht der Beter, wenn er Jehovah spricht: MEIN HERR in den Konsonanten bzw. dem Tetragramm von JHWH, was wiederum einen tiefen Sinn macht. Die VOKALE in der hebräischen Sprache werden ja durch Interpunktion dargestellt und werden nicht "vokalisiert" ausgeschrieben. Also das Gewordene, der Konsonant. Der, der das Leben gibt, Leben einhaucht, das ist der VOKAL! So bleibt es Gott im VOKAL vorbehalten dem Worte leben zu schenken. Somit bleibt JHWH JHWH und der Beter haucht diesem HEILIGEN UNAUSSPRECHLICHEN Namen ( = Ich bin) durch die Vokale von Adonaj das Leben "MEIN HERR" ein.

Im Grunde genommen ist das sogar total genial JHWH zubelassen und es mit den Vokalen mein HERR zu "behauchen".So braucht man den Namen JEHOVA nicht kritisch zu sehen, sondern vielmehr ist es so, dass sich Mächte dieses Namens bedienen, um mit weltlichen Organisationen etwas erreichen zu wollen. Dennoch gehe ich einen Schritt weiter und wiederhole mich: In der Tiefe, wie ich versuchte darzustellen, macht es für mich einen tiefheiligenSinn, warum die Menschen seinerzeit JHWH mit Adonaj (= Mein Herr = EOA) vokalisiert und auch latinisiert haben. So kann man also dem Namen JEHOVAH durchaus so gerecht werden, wenn man sieht, wie er wirklich entstanden ist; was auch immer jetzt daraus gemacht wird.

Elberfelder-Bibel, Johannes 17,5 - 6: Und nun, Vater, verherrliche du mich bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war. Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie waren dein und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt.

Dies ist eine Textstelle wo Jesus vor Seinem Kreuzestod und seinem Leiden noch einmal für Seine Jünger betet. Jesus redet dauernd vom Vater. Nirgendswo wird Gott direkt als Herr angesprochen, selbst das wird nicht verwendet, sondern Jesus redet vom Vater. Wessen Namen offenbart Er? Den Vater Namen! Und das ist auch ganz entscheidend. Der Name Jahwe, das ist die gängige Aussprache für Jehova in der wissenschaftlichen Forschung, der Name Jahwe ist eng verwand mit dem hebräischen Wort SEIN. Und das wird auch in der heiligen Schrift angedeutet, Gott offenbart sich Mose mit dem Hinweis (2. Mose 3,14) „Ich Bin der ich Bin“ oder „Ich werde Sein, der ich Sein werde“ . Man kann fragen, ist Jahwe überhaupt ein persönlicher Name oder wird hier nicht etwas Grundsätzliches über das Wesen Gottes ausgesagt, dass Er sich in Seinem geschichtlichen Eingreifen als der erweisen wird, der Er ist. Und in Jesus kommt ja dieses Eingreifen zum Ziel und Jesus spricht vom Vater. Der Vater, das ist das Ziel, dass Gott zu uns eine Beziehung haben will, wie ein Vater zu seinen Kindern. Das offenbart Jesus!

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@Thomas021

Wessen Namen offenbart Er? Den Vater Namen!

Wobei es da nicht einfach um das Wort geht. Dass Gott Vater ist, findest du auch im AT. Aber sein Wesen, sein liebendes Vaterherz, das hat erst Jesus richtig deutlich gemacht.

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Jahwe oder z.B.  egal welche Schreibweise ist der Name Gottes im Judentum und im Christentum. Beide verwenden den Namen  traditionell eher sparsam, weil lt. den 10 Geboten, der Name Gottes geheiligt werden soll.

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