Wer hat Erfahrung mit Pellet Heizungen?

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9 Antworten

Habe persönlich noch keine Erfahrung mit Pelletheizungen. Bin aber gerade dabei das Thema aufzuarbeiten, da ich selber unsere Ölheizung umstellen möchte. Mein Tipp: Auf jeden fall die BAFA Förderung mitnehmen. Konkrete Festpreisangebote habe ich viele im Internet gefunden. Die meisten Betriebe möchten einfach nur schnell eine Pelletheizung verkaufen und die Preise sind nicht wirklich transparent.

Verstanden gefühlt habe ich mich eigentlich nur bei RENEWA. Die haben Festpreisangebot und man wird umfangreich zur bestehenden Wärmesituation befragt. Die unterstützen wohl auch einfach bei der Förderung: https://www.renewa.de/kompetenzen/heizung/pelletheizung

Bin am Schwanken zwischen Viessmann und BioTech. Gerade wenn man sich die Öl und Gaspreisentwicklung ansieht, macht es sinn zu wechseln. Halte euch dann auf dem Laufenden, sobald das gute Stück eingebaut ist! :)

RENEWA scheint mit ihrer professionellen Beratung und Förderungsmöglichkeiten sehr kundenfreundlich zu sein. Der Umstieg auf Pellets ist durchaus schlau, wenn man es aus der Sicht des Geldbeutels und dem grünen Daumen betrachtet :)

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Erfahrungen mit Viessmann Pelletsheizung Vitolig

Sie überlegen, ob Sie sich eine Holzpelletheizung anschaffen ? Ich würde dies nicht nochmal tun, weil: 1. Heizung ist unzuverlässig 2. Heizung ist wartungsintensiv 3. Hohe Schornsteinfegerkosten 4. Hohe Wartungskosten

Ich habe mir 2006 eine Viessmann Vitolig 300 zugelegt, weil meine Ölheizung langsam kaputt ging. Abbau der Ölheizung und Installation der neuen Pelletsheizung incl. 200 Liter Warmwassertank in Edelstahl kosteten 18.000,- Euro, wobei ich die baulichen Veränderungen selber gemacht habe und den Pelletslagerraum auch selber gebaut habe. Die Ölfässer hab ich auch selber entsorgt. Die Installationsfirma hatte mir vorher gesagt, dass die Heizung etwa 15.000,- Euro kosten würde.

Viessmann wirbt damit, dass die Heizung so wartungsfreundlich wie eine Ölheizung sei. Laut Handbuch muss man lediglich einmal im Jahr den Aschekasten leeren. Ich leere den Aschekasten immer im Frühjahr und im Herbst einmal, dann ist er jeweils etwa halbvoll. Dies ist ok.

Nachdem ich die Heizung in Betrieb hatte, blieb sie mindestens einmal im Monat stehen. Am Gerät ist eine kleine austauschbare Sicherung, die jedesmal durchgebrannt ist. Diese Sicherungen sollte man sich in größeren Mengen besorgen. Manchmal ist sogar die Sicherung für die Heizung im Sicherungskasten zusätzlich rausgeflogen.

Dann muss man die Heizung öffnen und die Brennschale säubern. Die ist dann voll mit Asche und verkoksten ca. 3-4 cm dicken Klumpen, die so hart wie Stein sind. Um die Brennschale zu reinigen benötigt man einen Industriestaubsauger, wo man noch einen zusätzlichen Asche-Metalleimer zwischensteckt. Falls mal Glut mit drin ist könnte ansonsten der Staubsauger anfangen zu brennen. Dies sind dann auch Zusatzkosten, die auf jeden Fall anfallen.

Zu diesem Problem meinte die Heizungsfirma, man solle mal andere Pellets probieren. Man gewöhnt sich dann an, alle paar Wochen die Brennschale auszusaugen. Dazu muss man dann die Heizung ausschalten und 1 Stunde warten, damit die Glut runtergebrannt ist.

Beim nächsten Pelletskauf hab ich dann bei einem anderen Pelletslieferanten bestellt. Leider brachte dies auch keine Besserung.

Dann ging der Glühzünder kaputt. Der erste Glühzünder wurde noch auf Kulanz ausgewechselt. 2 Tage stand die Heizung.

Dann kam der Schornsteinfeger mit einem zweiten Spezialisten mit Messkoffer. Die bohrten ein Loch in den Kamin und führen dort jedes Jahr eine Emissionsmessung durch. Da wird dann ein kleines Röhrchen mit Watte 1 Stunde eingeführt, gemessen und dann dieses Röhrchen ins Labor geschickt. Ein paar Wochen später kommt das Ergebnis, ob die Emissionsgrenzwerte eingehalten worden sind. Der Schornsteinfeger weist im Vorraus in seinem Anschreiben darauf hin, dass man die notwendigen Wartungsarbeiten bis zum genannten Termin durchführen sollte.

Ich hatte nie ein Problem mit den Emissionswerten. Nur dass ich nun jedes Jahr 200,- Euro an Schornsteinfegergebühren habe. Die Gebühren sind hauptsächlich wegen dieser Emissionsmessung so hoch. Ich habe noch einen weiteren Kamin, über den ich gelegentlich Holzscheite heize im Wohnzimmer. Bei einem offenen Kamin entstehen viel mehr Schadstoffe, aber da ist eine Emissions- messung nicht nötig. Aber bei der extrem sauberen Pelletsheizung wird man abgezockt. Das ist auch eine tolle Gerechtigkeit. Von diesen hohen Schornsteinfegerkosten steht auch nirgends was in Testberichten z.B. nichts in Tests der Stiftung Warentest.

Dann frug mein Heizungsbetrieb, ob die gekauften Pellets überhaupt die DIN 51731 einhalten würden. Und tatsächlich, mein Pelletslieferant hatte diese DIN gar nicht. Im nächsten Jahr achtete ich auf die DIN und bestellte die Pellets mit DIN. Die sehen zwar gleich aus und kosten auch das Gleiche. Gebracht hat es aber nix. Die Störungen der Heizung lassen sich nur vermeiden, wenn man vorsorglich weiter alle paar Wochen die Brennschale reinigt.

Dann ging wieder der Glühzünder Freitags kaputt und mußte bestellt werden. Freitag abend kommt der Heizungstechniker und bestellt das Teil. Montags wird es dann eingebaut. Das Wochenende ohne Heizung. Zum Glück haben wir noch einen Kamin im Wohnzimmer. Baden und Duschen fällt aus.

Glühzünder kostet 140,- und 45,- Montage + Mwst. Ich stelle mir die Frage, wieviel Strom da immer verbraten wird, wenn die Brennschale zuviel Asche enthält und dadurch endlos die Heizung versucht, die Pellets mit Heissluft zu entflammen - bis die Sicherung wieder durchbrennt oder der Glühzünder kaputt geht. Zusätzlich zu der Arbeit mit der Reinigung der Brennschale entstehen nun also wohl auch regelmässige Kosten für den Glühzünder.

Ausserdem stellt sich ein neues Problem ein: Anfangs reichte es, wenn man nach einem Ausfall der Heizung die Brennschale reinigte und dann nur die Heizung wieder einschaltete. Die fuhr dann von alleine an. Nun war wohl noch ein Problem in der Elektronik. Nach dem Einschalten, fuhr die Heizung nicht mehr von alleine an. Man musste sich jedesmal durch das Menü hangeln und 5 Minuten irgendwie hin und herspringen Diagnose - Starten - zurück .....

Nun platzte mir der Kragen. Ich beschwerte mich nun schriftlich und drohte damit, meine Erfahrungen im Internet publik zu machen. Es kam tatsächlich ein Viessmann-Spezialist, führte Messungen durch und tauschte die Elektronik-Platine auf Kulanz aus.

Nun war wenigstens dieses Problem weg, dass man die Heizung nur einschalten musste. Aber verkokste Steine bilden sich immer noch und die Sicherung flog auch wieder raus.

Die Heizungfirma meint nun, ich solle die teureren Pellets nach DIN-Plus benutzen, damit hätte ich keine Probleme mehr. Leider gibt es nicht so viele Firmen, die diese teureren Pellets liefern. Eine Firma gäbe es in 150 km Entfernung, die kommen würde.

Viessman schreibt leider nirgends was davon, dass man diese DIN-Plus-Pellets benutzen sollte, wenn man keine Probleme haben will. Angeblich ist die Pelletsheizung so wartungsfreundlich wie eine Ölheizung. Dies kann ich leider nicht bestätigen. Vor dem Einbau der neuen Elektronik-Platine flog die Sicherung der Heizung alle 3 Wochen raus. Dann kam der Sommer mit wenig Betrieb. Nun ist Herbst und prompt schmorte die Sicherung wieder durch. Nun antwortet Viessmann nicht mehr.

Das tolle an der Garantie ist auch, dass man Pellets tankt und dann 1 Jahr nichts machen kann. Dann tankt man nochmal Pellets im zweiten Jahr und dann ist die Garantie auch bald vorbei.

Ich werde nun also nächstes mal die DIN-Plus-Pellets bestellen und die Sache weiter beobachten. Wahrscheinlich werde ich aber auch alle paar Wochen die Brennschale reinigen, weil sonst bald wieder ein neuer Glühzünder mit 200,- Euro fällig ist und jede Menge Strom vergeblich verbraten wird.

Weitere Bedenken gegen eine Pelletsheizung:

Zusätzlich muss man auch noch die jährlichen Wartungskosten der Heizungsfirma berücksichtigen, die bei einer Erdwärme-Heizung wohl nicht anfallen.

Die Tür des Pelletslagerraums ist gut mit Dichtungsband abgedichtet, aber trotzdem kommt da Staub durch, wenn die Pellets eingeblasen werden. Dadurch ist der Heizungskeller jedesmal verstaubt. Man sollte die Tür bestens abdichten !!

Dann rattert die Heizung oft nachts. Es gibt einen Vorratsbehälter direkt an der Heizung mit ca. 60 Liter. Der wird ab einem bestimmten Füllstand gefüllt. Dann werden die Pellets aus dem Lagerraum eingesaugt. Im Lagerraum gibt es 3 Ansaugstutzen über die Länge verteilt. Wenn ein Ansaugstutzen keine Pellets mehr liefert, weil sich da ein Krater gebildet hat, dann probiert er meines Erachtens viel zu lange immer wieder vergeblich über diesen Ansaugstutzen zu saugen, was viel Krach macht. Irgendwann wechselt er dann endlich den Ansaugstutzen. Man sollte auch eine lange Stange haben mit einem Schaber, um die Pellets von der Seite zu den Ansaugstutzen zu ziehen, wenn der Vorratsraum langsam leerer wird. Das ist auch lästig.

Auch sollte man den Pelletslagerraum groß genug dimensionieren. Wenn man vorher 3000 Liter Heizöl benötigt hat im Jahr, wird man 12 m2 = 6 Tonnen Pellets benötigen. Man sollte aber den Lagerraum größer haben, damit man im Sommer billger Pellets kaufen kann. Die Lieferzeit für die Pellets ist oft 2 Wochen und im Winter bei Schnee liefern die gar nicht.

Die Förderung der Heizung vom Bund war auch so eine Geschichte. Viel Aufwand, viel Bürokratie, viele Zeichnungen, viel Warten auf Fördergeld. Man darf die Heizung erst bestellen, wenn der Förderbetrag genehmigt und bereit ist. Dann war kein Geld mehr bereit zur Förderung und man wartet. Dann wartet man auf die Heizung, weil man ja so spät bestellt hat. Letztlich lohnt sich der Aufwand kaum und man flucht über die Bürokratie.

das A+O bei einer Pelletsheizung: Das Brennmaterial. Leider glotzen die Leute nur auf den Preis und lassen sich viel Mist andrehen. Pellets ohne DIN Norm kann man vergessen. Ich kaufe seit vielen Jahren Firestixx (gehört nun zu German Pellets) - mittlerweile diese mit Pelprotect. Weniger Verbrauch, erheeeblich weniger Staub als früher. Billige Pellets ohne Qualitätszertifikat kommen nicht in meinen lagerraum. Sicher gibts auch mal Probleme mit der Heizung - aber wenn ich von den anderen leute ihre Probleme wegen der Ölkessenlhöre, und auch mal die Wartungskosten vergleiche - ein großer Unterschied besteht nicht. Bei einer Regionalmesse habe ich kürzlich das Nachfolgemodell von meinem Kessel gesehen - mehr optisch als technischer Unterschied. Pelletsheizungen gibt es viele - und man muss sich da schon genauer informieren. Verlässlicher sind sicherlich diejenigen Anlagen, deren Hersteller sich schon seit 10 Jahren oder länger mit der Materie beschäftigen. Wenn Peletts verkoken, dann stimmt etwas nicht mit der Luftzufuhr und / oder mit der Qualität des Medium selbst-da muss das Fachmann ran und das prüfen. Heizungsfritzen haben insgesamt keinen besondern guten Ruf - haben die wohl auch nicht nötig - eine gewisse Berufsarroganz ist da durchaus schon erkennbar. Klar sind denen Öl oder gaskessel lieber-da müssen sie nciht lange überlegen was verreckt ist - udn tauschen meist Teile am Brenner aus...aber auch bei Heizöl gibts Qualitätsschwankungen, Öl und Gas wird immer teurer - aber noch schlimmer ist die Abhängigkeit von den Scheichs und Oligarchen. Die Ölscheichs lassen ihre frühreifen Gören Eisprinnzesschen in der Wüste spielen, die europäischen verbraucher zahlen ja jeden Preis damit die Bude warm bleibt... dem wollte ich mich entziehen und auch Jobs in den heimischen Wäldern sichern. Der Preis damals für Pellets war höher als Öl oder Gas - und jeder fragte mich ob ich noch danz dicht im Oberstübchen binn, zumal der ganze Mist mit umbau, Kessel, Speicher, neuer Kamin etc, pp mehr als 50 000 Märker gekostet hat....aber due Unabhängigkeit war mir den Preis wert - und das Pellets aktuell im Vergleich zu Öl oder Gas fast um die Hälfte günstiger sind ist ein kleiner zusätzlicher Effekt den ich so nicht erwartet hab

kaufe dir liberr eine öl-brennwert mit der komste auf ca 12.500 € kosten und fertig ist die Sache vorraus gesetzt deine vorhandenen Öl-Tanks ??? sint noch gut und dicht aber kauffe ein kesel der solar Anbau tauglich ist

Pelletheizungen sind von der technischen Entwicklung her inzwischen sehr gut. Sie haben aber zwei Nachteile. Du brauchst einen großen Speicher für die Pellets und außerdem gleicht die Industrie die Preise für Pellets langsam, aber sicher, denen für Öl und Gas an. Außerdem gibt es bei Pellets große Qualitätsunterschiede. Die schlechtere Qualität, kann durchaus die automatische Zufuhr blockieren. Eine echte Alternative zu Pelletheizungen sind Holzhackschnitzelanlagen. Informationen dazu und Möglichkeiten zur finanziellen Förderung, bekommst du bei jedem Forstamt.

Ich habe seit Juni 2006 eine Pelletsheizung und habe die ersten 3 Lieferungen der Pellets von Compatec erhalten. Es waren von Anfang an Pellets mit sehr hohem Staubanteil, vor allem die letzte Lieferung, die letztlich zum mehrmaligen Ausfall der Heizung und schließlich zum Ausräumen des Pelletsbunkers geführt hat. Die Firma Compatec selbst hat zuerst die Kostenübernahme zugesagt und sich dann doch davor gedrückt. Es gibt bessere Lieferanten, die vor allem geschultes Personal, speziell der Silowagenfahrer, haben. Das ist nämlich sehr wichtig, was vor allem die Einblasgeschwindigkeit betrifft. -alkolina-

Heize seit 2001 mit Pellets - und kann nur sagen: Sehr empfehlenswert. Das Pellets Preisschwankungen unterliegt stimmt. Aber die Kapazitäten wurden inzwischen erhöht. Qualitätsunterschiede gibts auch - dafür gibts aber eine Din und Ö-Norm. Kauf also dementsprechend geprüfte Qualität. Der wesentliche Vorteil an Pellets: Herstellung in Deutschland - Sicherung heimischer Arbeitsplätze - hergestellt aus Sägespänen und Hobelspänen der Holzindustrie, nachwachsender Rohstoff, umweltfreundlich, Co-neutral, Förderung durch das Gesetz erneuerbarer Energien (KFW-Kredit)- um mal nur einige zu nennen. Außerdem stinkts nimmer nach Öl, sondern nach Holz. Und es gibt auch Kombikessel, mit denen du sowohl Scheitholz als auch Pellets verfeuern kannst - dadurch bist bissl unabhängiger vom Marktpreis der Pellets. Nun nenne mir mal Vorteile bei Öl und gas --- grins

Besser eine Gas - Solar - Wärmepumpen Kombination! Sonst brauchst beim ständigen, anstrengenden, nervenden Leeren des Aschekastens eine Feinstaubmaske. Das Anliefern durch LKW verursacht stundenlangen Lärm und evtl Verkehrsbehinderung. Die Energiebilanz ist in Wahrheit viel schlechter, als immer propagiert wird! Viele Benzingetriebene Maschinen sind beteiligt, die erst mal nen Haufen Sprit verbrauchenund Abgase raushauen, bis die Pellets endlich im Keller sind! Und die verursachen dann auch noch gewaltige Rauchgase... :-(

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