Neue Pelletsheizung heizt wie irre ohne mal abzuschalten+ frisst tonnenweise Pellets in paar Wochen!

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Eine Heizanlage muss hydraulisch abgeglichen und je nach Regelung richtig parametrisiert werden. Dann klappts auch mit dem Pelletverbrauch.

Es soll nur so viel Energie erzeugt und durch den Kreislauf geschickt werden, als unbedingt nötig. Wenn nun die Heizkörper bei höherer Außentemperatur so heiß werden, dann stimmt schon mal die witterungsgeführte Regelung nicht. Nun kommt es auch darauf an, wie bei eurem Nahwärmenetz die Leitungen isoliert wurden. Alleine die Leitungsführung kann bei mehreren hundert Metern schon viel Leistung verbrauchen. Die Rohre wirken dann wie Heizkörper und erwärmen den Boden und die Keller. Je nach Heizkurve und Heizsystem sollte die Vorlauftemperatur bei zb 10° Außentemperatur nicht mehr als zB 40°C haben. Also etwas mehr als Handwarm.

Der Installateur sollte sich die Anlage nochmal ansehen. Wurde die Anlage auch richtig in Betrieb genommen ? Wurde ein Hydraulischer Abgleich durchgeführt ?

Es gibt leider immer wieder schwarze Schafe in der Heizungstechnik, die oft, weil der hydraulische Abgleich nicht funktioniert, einfach die Heizkurve hoch stellen, um die erforderlichen Raumtemperaturen im Winter zu erreichen. Da ist dann leider die Energieeffizienz weg.

Das komplette System nochmal überprüfen lassen. Ohne eine Besichtigung vor Ort wird dir keiner entsprechende Ratschläge geben können, jedes Heizsystem hat sein "Eigenleben"

LG

Jörg

Wenn es die Jungs von der Installations-Firma nicht alleine hinkriegen, sollten sie sich Unterstützung beim Hersteller des Heiz-Systems holen. Das könnte evtl. schon telefonisch klappen oder mit einem Service-Mitarbeiter, der vor Ort kommt und für die Installateure gleich eine Art Seminar abhält. Die Hersteller der Heiz-Systeme, bzw. Kessel- u. sonstigen Anlagen sind diesbezüglich immer ziemlich ko-operativ, da sie wissen, wir empfehlen und montieren die Gerätschaften, die wir kennen und beherrschen. Damit wird die Möglichkeit verringert, solch (für alle Beteiligten) nervenden Fälle, wie den Euren "zu produzieren"! Eine Lösung, in die auch der Hersteller mit einbezogen wird, läge also sowohl in Eurem Interesse (Ihr wollt, dass es vernünftig funktioniert), dem des Installateurs (mit unzufriedenen Kunden verdient man kein Geld) und dem des Herstellers (der Verkauf weiterer Anlagen, wenn die Installateure damit "fit" sind)

Nachdem, was ich da gelesen habe hängt ja schon einiges an der Heizungsanlage.

Man kann es so beschreiben: Jede Wärme, die erzeugt wird, die wird auch irgendwo verbraucht. Wenn Ihr die Heizkörper zudreht, dann muß die Heizung explodieren, wenn sie dann nicht abschaltet. Das könntet Ihr ja mal ausprobieren. Es ist ja sowieso noch Garantie, wie Ihr schreibt. Wenn sie nicht explodiert, dann läuft sie deshalb, weil Ihr einfach soviel Wärme verbraucht.

Wenn der Brenner nicht abschaltet und das Sicherheitsventil funktioniert richtig, dann gibt es im Heizraum ganz viel Dampf. Wenn das bei Euch nicht ist, dann verbraucht Ihr ganz einfach die Wärme!

An einem kalten Wintertag wird schon viel Wärme verbraucht. Bei einer aktuellen Heizleistung von 50 kW sind das immerhin ca 280 kg Pellets pro Tag. Das wären dann 8,4 Tonnen Pellets pro Monat. Ich weiß, was das kostet und deshalb habe ich ein Haus, was sehr wenig Wärme verbraucht.

Ich will das Geld für viel Wärmeverlust nicht verdienen!

Der Brenner schaltet immer dann ein, wenn wieder Wärme durch die Bewohner verbraucht worden ist. (Durch Aufdrehen der Heizkörper)

Das Prinzip ist ganz einfach.

Es ist, so wie Du schreibst, ein Garantieproblem. Der Handwerker hat eine nicht mangelfrei anlage eingebaut und MUSS nachbessern. Kündige Du als erstens einmal die Verweigerung Deiner Kostenbeteiligung in der Höhe an, die über das zu erwartende Mass hinaus geht, dann bist Du schon mal auf der sicheren Seite und setzst damit den Auftreggeber in Zugzwang.

Du kannst dann nach Fehler forschen - dazu gibt es bessere Foren!!- spezialiesiert auf Heizung.

Bei Pellsts ist zuest einmal das Problem der Verbrennungsluft: Das führt dann oft zu unverbrannten Resten.

Die Heizungsverteilung kommt dannach. Denn die Hitze der Pelletsverbrennung muss heruntergemischt werden. Das Wasser darf ohnehin nicht kochen. Die notwendige Vorlauftemperatur richtet sich auch nach der Außentemperatur. Dafür gibt es einen Fühler aussen. Der rest ist dann Einstellungssache. Und hier liegt vermutlich ein Fehler vor. Das Ventil ist ein Vierwegemischer, der die Vorlauftemperatur mit dem Heizungsrücklauf auf die erforderliche Heizwassertemperatur regelt und vom Kesselheizkrislauf nur soviel heißes Wasser zumicht, wie erforderlich. Das wird mit einem Stellmotor geregelt.

Der Auftraggeber sollte eine Nachfrist zur Nachbesserung stellen und dann notfalls ein Beweissicherunggutachten beim Gericht einholen. Er dannach kann einer bestllt werden, der was von der Sache versteht.

übrigens kann man auch päter eine PV oder Windkraftanlage für die Heizung nutzen Bei der Umwandlung von Strom in Gas fällt Wärme an. PV - oder Windenergie kann dadurch mit einem Wirkunggrad zu von 90% Wasserstoff (Windgas) erzeugen. Die Wärme wird über das Heizsystem genutzt und das Gas der Verbrennungsluft zugeführt. Ein Teil des selbsterzeugten Stromes kann für das Haus oder die Heizungspumpen genutzt werden.

Das ist nicht normal. Auch moderne Pelletsheizungen schalten sich entsprechend der vorprogrammierten Werte und Wärmeanforderung automatisch aus und ein. Genauso wie eine Öl-/Gasheizung. Da muss eben der Installateur wieder her und die Anlage entsprechend einstellen.

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