Welchen Vornamen findet ihr am schlimmsten?

21 Antworten

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Bei Mädchen: Hildegund, Hildegard, Hedwig, Chantalle, Gudrun, Zenta, Berta, Edeltraud, Waltraut, Ludmilla, Denise

Bei Jungen: Torben, Kevin, Justin, Zacharias, Diethelm, Winfried, Justus, Burkhard, Jake, Dennis

Beste Antwort direkt. :) Da kann ich nur zustimmen.

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Oh, ja... Namen sind so eine Sache^^

Was ich zumindest mal sehr unangenehm finde sind diese "niedlichen Kindernamen" ------> ich bevorzuge komplette Namen und frage mich immer wieder, ob "niedliche" Vornamen noch so toll sind, wenn bspw. Mia, Ben, Jule oder Nele mal erwachsen sind ---> nimmt man jemanden ernst, der so heißt und bspw. als Vorstandskraft arbeitet? Ich bin da skeptisch, hätte wenn ich die Person nicht persönlich sehr gut kennen würde zu Maria, Benjamin, Julia/Juliane oder Cornelia vom Gefühl her doch mehr Vertrauen.. vor Jahren las ich einen Kommentar zu "Bubi-Namen", der zwar sehr zynisch ausfiel, aber den Kern der Sache traf. Ebenso irgendwelche Neologismen, die im Englischen eine Sache bedeuten wie Heaven, Summer, Honey (Honig), was auch immer... es gibt die irrwitzigsten Namen. Da sind Horst und Ilse noch harmlos.

Noch schlimmer finde ich Namen, die weder Rechtschreibprogramme noch Lehrer/Erzieher kennen und die unter Garantie falsch ausgesprochen werden, gern noch kombiniert mit typisch teutonischen Hausnamen. Im vergangenen Schuljahr wurde ich etwa bei einem Schülerwettbewerb mit dem mir bis dato unbekannten Vornamen "Soey" für ein Mädchen konfrontiert. Das arme Kind hat mir sofort leid getan. Es gibt noch viel mehr Beispiele, meist sind es hingegen Mädchennamen, ich erinnere mich noch aus dem selben Wettbewerb an ein Mädchen namens "Vianne", die von allen falsch ausgesprochen worden ist - von "Wijonn" bis über "Viann" oder "Vienn" hin zu "Via-n-ne" gab es da alles & es war schon eine harte Nummer, wie der Name "Vianne" innerhalb einer Dreiviertelstunde lang von allen möglichen Leuten ausgesprochen wurde. Die arme Vianne muss sich doch fürchterlich gedemütigt gefühlt haben, als sie die Aula verließ.

Die Jungsnamen sind oft noch relativ "zahm". Was mir richtig gut tat war, dass in meinem Bekanntenkreis in den letzten zwei Jahren ein Arno, ein Marc, ein Leo, eine Julia, eine Antonia und eine Margret geboren worden sind ------> herrlich normal!

Auch der Vorname Elena gefällt mir eigentlich gut, wird jedoch von ganz vielen leider Gottes so unschön ("Älllänna") ausgesprochen wird, was meine Begeisterung für den Namen schmälert ----> man kann den Namen Elena so schön und elegant/würdevoll aussprechen, aber dieses typisch teutonische "Älllänna", wie man es an fast jeder Ecke hört wenn eine Elena gerufen wird oder man von ihr spricht, ist sicher nicht sehr angenehm und streng genommen auch nicht korrekt.

Ich sage mal so: Es müssen ja nicht Josefa, Helga und Gudrun oder Horst-Werner und Klaus-Günther sein, aber es gibt so viele schöne und klangvolle, stilsicherer Vornamen, die schön auszusprechen sind und nicht nach sonst was klingen. "Kreative" Namen, die nach Ikeakatalog oder der Speisekarte einer Saftbar klingen, sind für mich ein No-Go.

Auf der anderen Seite kenne ich eine Ingeborg, die 3-4 Jahre älter ist als ich und so Mitte der 80er geboren worden ist. Sie nennt sich immer nur Inge und wird von allen nur Inge gerufen, sie steht aber auch zu ihrem Taufnamen Ingeborg. Sie wurde von Beruf Bankkauffrau und hier muss ich ganz stark sagen ----> eine Ingeborg nimmt man in der Bank definitiv mal ernst, der Name ist wie ein Statement für sich. Eine Soey würde ich persönlich wahrscheinlich nicht als so seriös wahrnehmen, selbst wenn sie es handwerklich wäre.

Schlimm finde ich auch "Verniedlichungsformen" wie Loni (Apollonia) oder gar Malchen (Amalie/Amalia). Es gab hier tatsächlich eine Frau, die Malchen genannt wurde. Ich dachte früher, die hieße so mit Nachnamen und vermutete, der Nachname sei norddeutscher Herkunft... nix da, die hieß eigentlich Amalie. Ich fand es komisch, dass eine zum Schluss fast 90 Jahre alte Frau sich mit einem auf "-chen" endenden Namen anreden ließ.

Zwei Frauen namens Loni hat es auch gegeben. Den Namen finde ich weniger wegen der Verniedlichung schlimm, sondern eher weil ich da immer so ein bäuerliches, primitives Umfeld vor mir sehe, mit erzkatholischer Denkweise und Eltern, die ihre Kinder mit dem Hinweis, dass Gott es so will, drakonisch bestrafen. Möglicherweise auch, weil beide dieser Frauen namens Loni aus einem solchen "Milieu" stammten. Ich denke bei Loni an Groschenromane über den Bergdoktor, eine überzeichnete Alpenromantik, kitschige Volksmusik und übertriebene Christlichkeit. Geht alles garnicht für mich...!

Ich kannte zudem eine Frau, die mit offiziellem und einzigem Vornamen tatsächlich "Friedchen" hieß. Sie war Jahrgang 1934, wurde von allen immer lediglich "Friedel" gerufen. Ihr offizieller Vorname war allerdings tatsächlich - ich glaubte das erst, nachdem ich ihren Ausweis sah - "Friedchen". Irgendwie klang das ja schon niedlich, aber so würde ich echt nicht heißen wollen...

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Alter schreibt der einfach Aufsatz

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Solche Verniedlichungsnamen waren in der Generation, die jetzt so circa in den 90ern ist, teilweise gebräuchlich. Es gibt tatsächlich Senioren, die laut Ausweis "Lottchen", "Karli", "Kurti" oder "Dorle" heißen. Ich vermute, dass diese übertrieben süßen Namen eine Art 'Flucht nach innen' in turbulenten Zeiten war.

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Die Art von Namen, die man oft bei einer ganz bestimmten Zielgruppe hört, welche sie selbst nicht richtig aussprechen kann: Tschasstin, Käwinn, Scheroom (aka "Schrööm"), Tschenniffer, Anschelina, Dschessigga, Lutschien, Kässie, Schacklien, und so weiter...
Auch Neuschöpfungen aus englischen Wörtern wie "Cherry" oder "Summer" zähle ich dazu. Gruselig insbesondere zu Allerwelts-Nachnamen wie Schmidt oder Schulze. 

Zudem finde ich auch die derzeit so beliebten Abkürzungen von richtigen Namen - wie Mia, Lia, Ben, Lina, Tim, Tom usw. - sehr generisch und irgendwie unvollständig. Ich frage mich dann immer, ob das Kind denn keinen kompletten Namen verdient hat. (Abkürzen als Kosename kann man es dann ja immer noch.)

Auch Namen aus anderen Sprachen, die im Deutschen nicht vorhandene Umlaute und Akzentzeichen nutzen, machen es dem Kind später unnötig schwer. Zudem sollte man eben auch daran denken, dass längst nicht jede Person im späteren Leben des Kindes so gebildet und polyglott ist, dass sie einen französischen, altirischen oder nepalesischen Namen richtig ausspricht.

Ich kenne einen Jerôme, der immer "Schärömm" gerufen wird. Seine Eltern stammten glaube ich aus Thüringen. Da fragt man sich schon, warum es nicht ein "normaler Name" sein konnte und es so etwas musste. Seine Schwester heißt ... Finley-Jamie. Alles klar. Das ist doch herabwürdigend.

Jerôme an sich ist ja ganz schön und kann gut klingen, aber nicht als "Schärömm". Da kann man ja gleich Hieronymus sagen, denn davon stammt Jerôme ab.

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Mädchen: Sophie, Sophia, Hanna, Luisa, Rosa, Mia, Pia, Selina, Flora, Livia

Jungen: Clemens, Felix, Kilian, Liam, Benedikt, Finn, Konstantin, Levin

• Antonella

Horst

Bernadette

• Chantal

• Friedrich

• Arnhold

Bernhard

...

Woher ich das weiß:Hobby – Ich schreibe selber gerne Geschichten.