Welche Zeugnisbemerkung ist besser?

11 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Beide sind gut, die zweite Aussage würde ich noch als besser empfinden, weil sie auf das generelle Verhalten und nicht nur auf das Verhalten zu Schülern und Lehrern zu sprechen kommt .

die Antwort ist nicht hilfreich, weil sie falsch ist

0

Punkt 2 ist aus dem Arbeitgeber-Katalog und entspricht Note 4 - 5; man kann daraus noch mehr Negatives ableiten.

Hintergrund:

Es dürfen keine abwertenden Bemerkungen im Zeugnis stehen; somit lobt man Normalitäten (er war stets pünktlich / hat keinen Termin versäumt >>> sonst zu nichts Nutze) oder schreibt echt dubios. 'Verhalten' und 'anerkennenswert' passt auch semantisch nicht zusammen (war Schwätzer, hat sich um alles andere gekümmert, nur nicht um seine Arbeit, evtl. Betriebsrat etc.)

Das 'sehr' verschlimmert die Aussage.

Allerdings - im schulischen Bereich bin ich mir nicht sicher, ob die eine Lehrkraft gemäß dem Katalog urteilt.

Ich würde nachfragen.

Punkt 1 ist reell zu nehmen. Allerdings muss was über die Leistung dazu bemerkt werden. Wird nur das Verhalten beurteilt, war die Person nett, jedoch leistungsschwach.

Ein Zeugnis ist stets im Kontext zu lesen.

Gibt noch weitere Kriterien (Geheimnisse) wie Länge des Textes, Spiegelstriche, Schreibfehler - einfach nachfragen. Gerne

  1. sagt aus, dass du überkorrekt warst und tendenziell nie was gegen Vorgesetzte sagen würdest, egal was für eine doofe Arbeit du bekommst. Sprich: Keine Persönlichkeit zeigst
  2. bedeutet dass es nichts anderes über dich zu sagen gibt, als dass du dich nicht völlig daneben benommen hast.

Grüße aus der Personalabteilung.

Also ist ersteres definitiv besser. Denn genau das wollen doch viele Arbeitgeber ;) Einen Zombie der am besten nicht selber denkt und 0 Kritisch ist.

1
@TheLouh

Nicht jeder AG will das. Ich würde jemand mit der Bemerkung nur einstellen, wenn ich beim Bund wäre ;)

0
@WesternWind

Hoii.. da hab ich schon ganz andere erfahrungen gemacht..

Arbeitsabläufe bewältigt jeder anders. Und klar; Man kann als Chef oder Abteilungsleiter natürlich ratschläge geben .. aber wenn man als Mitarbeiter mit einer anderen Methode einfach besser zurecht kommt und dabei trotzdem genau so schnell wie die anderen ist (oder sogar schneller) und selbstverständlich die Arbeitsqualität nicht vernachlässigt wird - wo ist das Problem, wenn man dinge anders angeht?

Ich habe damals z.b. arbeitsabläufe vorher geplant und für mich Strukturiert.. das hat ein paar Minuten gedauert. Damit ging die eigentliche Arbeit aber wesentlich flotter..

Fand mein Chef scheiße, dass ich da erstmal 5 min an nem Zettel sitze anstatt direkt anzupacken. Und was gab es dafür? Yeah, ne Abmahnung und später die Kündigung.

Was lernt man daraus? Sei ein Zombie und denk besser nicht selber. Machs so wie der Chef will, auch wenn man dann länger braucht und es für einen eine absolute scheiße ist..

nunja. Und man kann mir sicherlich nicht vorwerfen, dass ich nicht Respektvoll und Freundlich den vorgesetzten gegenüber gewesen wäre. Im gegenteil. Ich habe oft das Gespräch gesucht um einen gemeinsamen Weg zu finden. War nicht gewollt.

1
@TheLouh

Falls es wirklich so war ist dein Chef ein Arschl0ch

0
@Dehndd

Yes, ist er :D das steht für mich völlig außer frage. Leider habe ich ähnliches in 2 Unternehmen erlebt. Vielleicht habe ich einfach Pech mit meiner Unternehmenswahl. Vielleicht liegt es zum teil auch an mir selbst.. warum aber hab ich noch nicht ergründen können.

0
@TheLouh

Das kenn ich ähnlich. Ich war zum Scannen und Archivieren über einen externen Dienstleister in einem großen Unternehmen in der Poststelle eingesetzt, also "ganz unten".

Nun dürfen einige Dokumente, vor allem Rechnungen, gescannt werden und andere nicht, die müssen im Original bearbeitet werden. Aber welche und warum, konnte keiner so wirklich sagen, es herrschte immer Unsicherheit, es war einfach Glückssache. Aber wehe, es war falsch, dann gabs Ärger von "Oben".

Ich sagte der Teamleiterin, dann soll doch mal jemand von Oben kommen und uns ein bisschen was erklären. Sie war dagegen, weil wir als Dienstleister nicht die "richtigen" Mitarbeiter belästigen dürften. Wir hätten es einfach gefälligst richtig zu machen.

Dass man die richtigen Mitarbeiter nun mal auch kennenlernt, bleibt aber nicht aus, und so hab ich im Raucherraum mal eine aus der Buchhaltung darauf angesprochen. Die fand die Idee sehr gut, jeder will ja Fehler reduzieren. Und tatsächlich haben wir eine Art Schulung bekommen, durch die für uns alle hinterher einiges klarer war.

Naja, damit hab ich mich über die Teamleiterin hinweggesetzt und bin geflogen...

0
@Socat5

Na geil..

die Arbeitswelt ist oft echt ekelhaft.. man muss sich da echt billig verkaufen.. schade drum. Ich will das nicht gut heißen.. aber wenn ein mensch ein paar mal öfters so nen Kram erlebt hat, verstehe ich wieso einige lieber vom Staat leben als sich so einer "scheiße" auszusetzen. Traurig.

1

ich ergänze die Nachfrage:

Zeugnisbeurteilungen sind sehr kritisch zu sehen, weil Schreiber und Leser unterschiedlichen Kenntnisstand haben können, meist haben.

Doch es gibt Normen, die über Arbeitnehmervertretungen abgefragt werden können. Und dann muss man den Kontext berücksichtigen.

Wären im Schulzeugnis die Noten im Schnitt 3 oder gar 4, so sind beide Zeilen schlecht, denn Leistungen wären unterdurchschnittlich und nur wegen (vermeintlich) gutem Verhalten wird niemand eingestellt.

Sind beide sehr gut, aber das erste ist glaub ich noch ein kleines bisschen besser.

Tadellos bedeutet ja ohne noch so kleinen Fehler

und anerkennenswert heißt ja "nur" sehr gut

falsch

0
@Pauli010

Falsch sagen kann jeder, kannst du es denn auch begründen?

0

Was möchtest Du wissen?