wass ist der unterschied zwiscehn leichttraben und aussitzen? (pderd)

7 Antworten

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Cool du Fährst in die Reiterferien ich auch wo fährste denn hin ? Ich fahre nach Gronau aufm Reiterhof Rüenberg .

  • Das Leichttraben ist eine Technik, die sowohl dem Pferd als auch dem Reiter das Leben leichter macht. Da der Reiter beim Leichttraben bei jedem zweiten Tritt aufsteht, fängt er die Stöße des Pferdes besser ab und entlastet so das Pferd.

Das Leichttraben ist für Pferd und Reiter weniger ermüdend als Aussitzen und ist daher besonders für lange Trabstrecken im Gelände geeignet. Da das Pferd entlastet und zum vorwärts gehen animiert wird, wird auch in der Lösungsphase leicht getrabt.

Das Leichttraben hat aber nicht nur Vorteile. Denn durch die ständige Bewegung des Reiters ist die Verbindung zum Pferdemaul nicht so konstant, wie in der Dressurarbeit gewünscht und durch das Aufstehen sind keine Kreuzhilfen möglich. Daher lässt sich das Pferd im Leichttraben nur schlecht versammeln. Deshalb eignet sich das Leichttraben nicht für die Arbeitsphase und auch enge Wendungen sollten im Leichttraben vermieden werden.

Die Technik des Leichttrabens ist eigentlich ganz einfach, erfordert aber eine Menge Übung bis man es sicher beherrscht. Der zentrale Punkt ist es, im richtigen Rhythmus aufzustehen. Zu Anfang sollte sich der Reiter nach dem Rhythmus des Pferdes richten. Die größten Fehler sind dabei zu langsam, zu weit oder zu lang aufzustehen. Der Reiter sollte sich quasi vom Pferd aus dem Sattel werfen lassen und sich sofort wieder hinsetzen. Das Aufstehen ist ein leichtes Strecken der Knie und der Hüfte und erfordert kaum Kraftaufwand.

Beim Üben hilft es, wenn jemand den Rhythmus angibt. Spüren Sie beim Einsitzen einen Doppelhoppler sind Sie zu lange aufgestanden. Verlieren Sie beim Aufstehen das Gleichgewicht, sind Sie zu weit aufgestanden oder die Steigbügel sind zu lang.

Plumpsen Sie bei jedem Schritt in den Sattel, stehen Sie zu lang auf, versuchen Sie sich direkt nach dem aufstehen mit der Abwärtsbewegung des Pferdes wieder in den Sattel ziehen zu lassen. Oft hilft es, das Leichttraben an der Longe zu üben. Schließen Sie dabei die Augen und zählen Sie im Geiste den Takt mit. Das erleichtert es Ihnen, sich auf die Bewegungen des Pferdes zu konzentrieren.

Der richtige Fuß: Beim Leichttraben gibt es einen richtigen und einen falschen Fuß. Normalerweise steht man auf, wenn sich die äußere Schulter des Pferdes nach vorne bewegt. Das hat nichts mit dem äußeren Vorderbein zu tun, sondern soll das innere Hinterbein entlasten und so zum vermehrten untertreten animieren.

Dadurch wird das äußere Hinterbein vermehrt belastet. Deshalb sollten Sie im Gelände hin und wieder den Fuß wechseln. Auch in der Halle müssen Sie den Fuß wechseln, sobald Sie das Pferd umstellen. Dazu bleiben Sie einfach einen Tritt, also Hoppler, lang sitzen und fangen dann wieder mit dem Leichttraben an.

Das Leichttraben ist gerade für junge Pferde und Pferde mit Rückenproblemen gut, da man diese durch langsameres Aufstehen bremsen kann. Diese Technik hat allerdings auch Ihre Tücken. Denn durch das Leichttraben in den Verstärkungen entstehen leicht Taktfehler.

  • Im Aussitzen belastet der Reiter dauernd den Pferderücken und sollte daher schon in der Lage sein im Gleichgewicht und in der Bewegung des Pferdes mit zu gehen. Dabei sitzt der Reiter auf dem sogenannten Sitzdreieck und versucht in der Hüfte/Beckenbewegung gut mit zu gehen.

Ich hoff ich konnt dir helfen Mfg. Michelle ( 14)

Super antwort :) Aber einen kritikpunkt hab ich: beim leichtraben wird der pferderücken NICHT entlastet so wie du am anfang schreibst! ;) durch das ewige auf und niedersetzten bleibt der 'druck' konstant. Deshalb ist es für pferde auch seeehr unangenehm wenn sich anfänger beim leichttraben in den sattel 'plumsen' lassen :)

Lg.

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Du weißt, was leichttraben ist, das ist schon mal prima. Richtig ist es, wenn es sich richtig anfühlt :) Aussitzen solltest Du dann, wenn das Pferd Dich rhythmisch in die Höhe schubst und es sich eben rhythmisch anfühlt und Du nicht "taktlos" durchgeschüttelt wirst...! Wenn es sich komisch anfühlt, dann solltest Du leichttraben, möglichst auf dem richtigen Fuß, ist aber nicht schlimm, wenn du das noch nicht merkst, der Reitlehrer ruft dann in der Regel "umsitzen" und Du findest so mit der Zeit den richtigen Sitz. Viel Spaß auf dem Hof wünscht Dir das Beutelkind!

Leichttraben musst du immer auf ein fuß hoch und wieder runter beim aussitzen sitzt du einfach und musst nicht hoch gehen und du merkst beim leichttraben eig. wenn es falsch ist das is so ein gefühl ob du auf den richtigen oder falschen fuß bist (: und mit das wichtigste ist das die steigbügel gleich sind und sie die gleiche länge haben ;)

Die meisten sachen wurden ja schon beantwortet, vielleicht noch ein paar Tipps, wie Du merkst ob Du es richtig machst: - wenn Du es schaffst gleichmäßig im Takt hoch und wieder herunterzukommen - wenn Du dabei weder nach vorne und hinten, noch nach links nd rechts fällst - wenn Du weich wieder im Sattel landest und nicht hineinplumpst - wenn Du es auch freihändig schaffst, also ohne Dich am Sattel oder gar den Zügeln festzuhalten

Noch ein Tip für " fortgeschrittenes" Leichttraben: Man sollte nicht zu aktiv und gezielt aus den Beinen heraus "aufstehen", sondern sich eher von dem Pferd in seiner Bewegung nach oben mitnehmen lassen, dort bleibt man dann für einen weiteren Tritt und setzt sich dann geschmeidig wieder in die Bewegung des Pferdes, um sich dann ein weiteres Mal von dem Pferd nach oben mitnehmen zu lassen usw... Das wird allerdings bei einem schwungvollen, schwingendem Pferd besser gelingen, als in einem steifen, schwunglosen Pferd. Leider gehören viele Schulpferde zu der letzteren Kategorie, so dass Reitschüler das korrekte Leichttraben eigentlich gar nicht lernen können, da die Pferde sie nicht genügend nach oben mitnehmen. So müssen die Reitschüler dann wohl oder übel bewusst "aufstehen", was aber eigentlich nicht ganz richtig ist...

Hoffe Dir ein paar Anregungen für den Beginn Deiner Reiterlaufbahn geben zu können, Grüße, Codex

Liebe Miraa97, aussitzen heißt, dass man beim Trab im Sattel sitzen bleibt. Ist nicht ganz einfach aber mit ein bisschen Übung klappts.

Beim leichttraben musst du auf dein Pferd achten, wenn du in der Reithalle oder einem Reitplatz reitest, musst du dann aus dem Sattel hoch, wenn die äußere Schulter des Pferdes vorgeht. (äußere Schulter ist die, die an der Bande ist.) Hoffe es hilft dir etwas und viel Spaß auf dem Reiterhof. Grüße Feroza

äußere Schulter ist die, die an der Bande ist

Ich weiss es ist etwas pingelig und ich weiss auch, dass es Anfängern häufig so erklärt wird, es ist aber nicht ganz korrekt. Innen ist da, wohin das Pferd gestellt ist. Außen entsprechend die andere Seite. Wenn ein Reitschüler das Konzept von Stellung noch überhaupt nicht verstanden hat ist es evtl. notwendig, es über die Vereinfachung "wo die Bande ist" zu erklären, ich denke aber sobald ein Reitschüler weiss, was Stellung ist, sollte man auch die korrekte Definition von "Innen und Außen" beibringen.

Grüße, Codex

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