Was tragen Buddhisten?

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2 Antworten

Das Gewand: Dieses Gewand nennt sich im Theravada-Buddhismus "Trichivara", was soviel wie "dreiteilige Robe" bedeutet und besteht aus einem Unterteil, dass die Beine und Unterkörper bedeckt, einem Oberteil und der äußeren Robe.

Der Ursprung: Diese Art der Robe geht der Legende nach auf das Gewand des Buddha zurück, der sich, nachdem er seinem Leben in Reichtum entsagt hatte, sein Gewand aus Stofffetzen zusammennähte, die er im Müll und an Leichenverbrennungsstätten, sowie den Menstruationsbinden gesammelt hatte und diese zunächst in der Erde vergrub.

Farben und Formen: Dieses Gewand wird in dieser Form und in Ockerfarbe (braun-orange) von buddhistischen Mönchen in Südostasien getragen, wo der Therava-Buddhismus vorherrscht.

In anderen Ländern und buddhistischen Traditionen sind die Farben und auch die Schnitte der buddhistischen Gewänder abweichend - in Tibet und Nepal sind die Roben der Mönche Rot, in China braun oder blau in die Mönche der Zen-Tradition tragen schwarze Roben, über einem meist weißen Untergewand.

Am bedeutendsten ist dabei meistens die äußere Robe, die im Sanskrit "Kasaya" und im Japanischen "Kesa" genannt wird und das Gewand Buddhas symbolisiert.

Laienanhänger die keine Mönche sind, tragen derartige Gewänder nicht.

Im so genannten Mahayana-Buddhismus (beispielsweise im Zen) können buddhistische Laien jedoch eine verkleinerte symbolische Form des Mönchsgewandes - einen Latz der auf japanisch "Rakusu" heißt - tragen.

Auch Mönche tragen in Japan das Rakusu im Alltag, da es weniger bei Arbeiten stört.

Das ist natürlich nur eine Zusammenfassung, denn ich bin kein Experte für Theravada-Buddhismus oder Mönchtum und lasse mich gerne ergänzen oder korrigieren

Vielen Dank für diese ausführliche Antwort :)

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@Girlrabbit

Gerne geschehen :-)

Was das Anlegen der Robe angeht, so wird die ockerfarbene Trichivara im Theravada-Buddhismus meiner Meinung nach nur geknotet, möglicherweise gilt das gleiche auch für auch die Roben der tibetischen Traditionen - aber da bin ich überfragt und mir nicht sicher.

Die Gewänder in Japan sind jedenfalls ganz normal genähte Kleidungsstücke - das Kesa, als Gewand Buddhas, macht da die Ausnahme.

Alle Angaben natürlich ohne Gewähr, schließlich bin ich weder Mönch noch habe ich Buddhologie studiert. ;-)

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der Dalai Lama hat jedenfalls diese Klamotte auch an ;) Also im tibetischen Buddhismus wird sie auch getragen. heisst Robe. Es tragen Möche und Nonnen. Ich glaube, es ist zum Teil genäht und einen Teil werfen sie so Schal- artig über. Der rutscht ihnen dann öfter runter. habe ich öfter gesehen bei Mönchen. Sie legen das Teil auch als Sonnenschutz über den Kopf oder wickeln es um den Kopf. Also wenn jetzt alles ständig in Gefahr wäre, sich aufzulösen,und runterzurutschen, das wäre ja nichts für Mönche. ;) Daher ist es eben zum Teil genäht. Ich habe auch schon Fotos von Nähmaschinen gesehen, mit Mönchen, die an den roten Stoffen nähen.

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