Was passiert bei einer ausage gegen Aussage?

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4 Antworten

Die Polizei/Justiz versucht zu ermitteln, welche Seite lügt. Aussage gegen Aussage verhindert keine Verurteilung, wenn die beschuldigende Seite als glaubhafter angesehen wird.

Der Mythos Aussage gegen Aussage ist offenbar nicht totzukriegen.

Vor Gericht gilt die freie Beweiswürdigung. Daher ist das Gericht gehalten, Fakten als Beweismittel zu priorisieren. Zeugenaussagen sind eigentlich nur Beweise zweiter Wahl. 

Bei Zeugenaussagen wird deren Plausibilität geprüft. Weiter spielt die persönliche Zuverlässigkeit des Aussagenden eine Rolle.

Wird kein ausreichender Beweis vorgebracht, um die Beschuldigung zu untermauern, ist freizusprechen bzw. die Klage abzuweisen.

http://www.innsalzach24.de/innsalzach/region-waldkraiburg/waldkraiburg-ort46534/arbeiten-polizei-justiz-aussage-gegen-aussage-5127345.html

Kommentar von HerrDegen
17.08.2016, 08:32

Wäre ja auch völliger Irrsinn, wenn man einfach jede Anschuldigung gegen sich mit einer Gegendarstellung juristisch blockieren könnte.

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Nichts. Der Richter wertet die Aussagen so oder so nach seiner freien Überzeugung (§ 261 StPO) Die Anzahl der Zeugen ist da völlig belanglos. 

Nichts, es sei denn es gibt mehr Belege für eine der beiden aussagen. Wenn aber aussage gegen aussage steht, dann "im Zweifelsfall für den Angeklagten"

Also:

A behauptet das B seinen Wagen zerkratzt hat.
B behauptet er sei unschuldig.

Solange keine weiteren Beweise etc. Die Gewichtung der Aussagen beschweren wird B freigesprochen, da: im Zweifelsfall für den Angeklagten.

Gruß!

Kommentar von welateme
16.08.2016, 23:36

allso ohne Beweise

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Kommentar von daubs
16.08.2016, 23:48

ich bin kein Jura experte, aber aussage gegen aussage ist immer eine doofe situation für die justiz. dann wird nähmlich das bollwerk der Amtsträger erst richtig ins rollen gebracht (kommt aber auch auf die situation an)

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