Was ist Spinozismus?

4 Antworten

Baruch Spinoza war ein Philosoph der frühen Neuzeit, von Beruf Brillenschleifer, jüdischer Herkunft, später Christ, aber von der Kirche gefeuert. Er lebte in den Niederlanden.

Sein berühmtestes Buch ist die Ethik. Deren erster Satz lautet in deutscher Übersetzung: Es gibt nur eine Substanz, das ist Gott. 

Mit der Eine-Substanz-Lehre vertritt er eine Gegenposition zur Zwei-Substanzen-Lehre  Descartes'.  Man kann Spinoza als Vorläufer des Pantheismus sehen.

Teil 3 ETHIK

Die letzten zwei Kapiteln der ETHIK sind am interressantesten.Handelt sich doch um die Themen Geknechtesein und Freiheit.

Spinoza liefert erstmals eine klare Bestimmung des Ersteren und des Letzeren.

" Geknechtet sind wir, soweit das, was geschieht, durch äußere Ursachen bestimmt wird; und frei sind wir, soweit wir durch uns selbst bestimmt sind ".

Nach Spinoza wird der Mensch, der alles, " was ihn angeht, angemessen erkennt, auch klug handeln und sogar in Verhältnissen glücklichsein, die andere als Unglück bezeichnen würden "

In seiner Vorstellung unterscheidet sich das Ziel des Eigennutzes bei einem klugen Menschen von denen eines gewöhnlichen Menschen." Das höchste Gut der Seele ist die Erkenntnis Gottes ( die sogenannte Amor Dei Spinozas ) und die höchste Tugend der Seele - Gott erkennen.

Die Affekte nennt er dann " Leidenschaften ", wenn sie inadäquaten Ideen entspringen.Die Leidenschaften verschiedener Menschen können in Konflikt geraten.Aber Menschen, die der Vernunft gehorchen, werden einig sein, d.h. es können keine " Leidenschaften " entstehen.Die Freude als Affekt ist gut, aber Furcht und Hoffnung sind schlecht.Genauso sind Demut und Reue schlecht." ..vielmehr ist, wer eine Tat bereut, zwiefach elend und ohnmächtig ".

Spinoza hält die Zeit für unwirklich, hier wirkt Parmenides in sein Gedankengebäude hinein und deshalb sind Affekte/Emotionen/Gefühle, die sich im wesentlichen auf ein zukünftiges oder vergangenes Ereignis beziehen, wider der Vernunft".Was immer sich ereignt, ist ein Teil der ewigen, zeitlpsen Welt, wie Gott sie sieht.Für Gott ist, nach Meinung Spinozas, das WANN irrelevant.

Der weise Mensch bemüht sich, soweit die Grenzen seiner menschlichen Natur es zulassen, die Welt so zu sehen, wie Gott sie sieht, d.h. unter dem Aspekt der Ewigkeit.Die Konsequenzen dieser geistigen Haltung Spimozas möchte ich an dieser Stelle nicht erläuteren, weil sie sehr erschreckend sind.

Nur aus Unwissenheit, so Spinoza, meinen wir das Zukünftige ändern zu können; was geschehen soll, wird geschehen.Es gibt keine Hoffnung für eine bessere Zukunft.Daher sind Furcht und Hoffnung verwerflich.

Nun zum Ende des einen Kapitels über Geknechtsein und Freiheit.

Gott weiß nichts vom Schlechten, so die Auffassung von Spinoza; denn es gibt nichts Schlechtes, das gewußt werden könnte.Der Anschein des Schlechten entsteht nur dadurch, dass man Teile des Universums für selbständig hält. Spinozas Ziel bei all seinem Philosophieren war es, mit seiner Sichtweise die Menschen von der Tyrannerei der Furcht zu befreien.

" Der freie Mensch denkt an nichts weniger als an den Tod; und seine Weisheit ist nicht Nachsinnen über den Tod, sondern über das Leben".

Das letzte Kapitel in der ETHIK ," Vonder Macht des Verstandes oder von der menschlichen Freiheit" soll einem weiteren Kommentar, Teil 4, abschließend behandelt.



arevo -KORREKTUR

....soll ein weiterer Kommentar, Teil 4, abschließend behandeln.

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2.Teil Die ETHIK

Alles was passiert, ist eine Manifestation von Gottes unerforschlichen Wesens.Es ist logisch unmöglich, so Spinoza weiter, dass sich die Ereignisse auch anders zutragen hätten können.

Alsbald wiesen Spinozas Kritiker auf die Frage hin, wie denn nun die Existenz der Sünde mit seiner Anschauung in Einklang zu bringen sei.Sie brachten Beispiele mit Neros Mutter, die vergiftet worden war oder die biblische Erzählung von Adam und Eva und dass Adam den von Eva gereichten Apfel aß.

Seine Antwort lautete darauf: dass bei diesen Handlungen das Positive gut und nur das Negative schlecht war.Aber Negatives existiert, nach Meinung von Spinoza,nur vom Standpunkt endlicher Kraturen ( d.h.des Menschen ) aus gesehen.Bei Gott, der allein wirklich vollkommen ist, gibt es keine Negation.Daher besteht das Böse, worin für uns die Sünde besteht, überhaupt nicht, sobald man sie als Teil des Ganzen ansieht.Also mit Gottes Plan mit den Menschen, denn Spinoza lehnt die Willensfreiheit total ab.

Die Ethik ist im Stile Euklids mit Definitionen, Axiomen und Theoremen geschrieben.Spinoza hielt die geometrische Methode für absolut notwendig; sie ist von den wesentlichen Teil seiner Lehre untrennbar.Sie gehört dazu

Weitere Teile der ETHIK handeln von " Der menschlichen Knechtschaft oder von den Kräften der Affekte und " Von der Macht des Verstandes oder von der menschlichen Freiheit".

Dazu gibt es einen Teil 3



arevo-ENTSCHULDIGUNG

Die festgestellten Rechtschreibfehler, es gibt einige davon, werde ich nicht mehr korrigieren.Daher bitte ich um Nachsicht und Milde.

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