Was ist Nahverkehr und was ist Fernverkehr?

5 Antworten

also hier gibt es echt unqualifizierte Antworten! Unglaublich. Es ist wie immer nicht so einfach bei der Bahn. Zu sagen, eine Verbindung von 20 km sei Nahverkehr ist auch nicht richtig. Man kann diese Verbindung in einem IC tätigen und bezahlt dann auch den Fernverkehrstarif. Grundsätzlich gilt: Öffentlicher Personenfernverkehr in Deutschland[Bearbeiten]Im deutschen Personenverkehr ist nicht der Fernverkehr, wohl aber der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) Gegenstand gesetzlicher Regeln zur Gewährleistung eines ausreichenden Angebots in diesem Bereich. Personennahverkehr ist danach allgemein zugänglicher Linienverkehr für die Beförderung von Personen, der überwiegend dazu bestimmt ist, die Verkehrsnachfrage im Stadt-, Vorort- oder Regionalverkehr zu befriedigen (§ 8 Personenbeförderungsgesetz (PBefG)). Der Fernverkehr hat hier gewissermaßen nur eine negative Relevanz, indem er aus der besonderen Reglementierung des Personennahverkehrs ausgenommen ist. Indirekte Folge ist, dass in Deutschland im Personenfernverkehr nur eigenwirtschaftlich betriebene Verkehre existieren. Bis 2013 wurden Fernbusverkehre nicht genehmigt, wenn es parallele Schienenverkehre gab, mit Ausnahme von Verkehren nach Berlin, die aufgrund der besonderen politischen Lage vor 1990 genehmigt wurden. De facto ergab sich daraus eine Monopolstellung der Bahn im Personenfernverkehr auf dem Landweg. Mit der Novellierung des PBefG zum 1. Januar 2013 wurde der Fernbusverkehr zugelassen. Neue Anbieter wie Flixbus oder MFB MeinFernbus haben seitdem das fernbusnetz in Deutschland erheblich ausgebaut. Zum Schutz des öffentlich finanzierten Nahverkehrs besteht allerdings ein Unterwegsbedienungsverbot für Fernbusse, wenn paralleler SPNV besteht oder der Haltestellenabstand kleiner als 50 km beträgt.

Die Deutsche Bahn hat bei ihrer Konzernstruktur der Reglementierung des Personennahverkehrs Rechnung getragen, indem sie für den Schienenpersonenfernverkehr die eigenständige DB Fernverkehr AG gegründet hat. Das 2002 eingeführte Preissystem der Deutschen Bahn unterscheidet jedoch nicht zwischen Fern- und Nahverkehr, sondern besteht aus drei Produktklassen für Hochgeschwindigkeits-, IC-/EC- und Regionalverkehre. Das System hat die vorher angewendeten Zuschlagsregelungen für die unterschiedlichen Zuggattungen ersetzt. Mit Fahrkarten des Regionalverkehrs wurde damit der Übergang in Fernzüge erschwert. Eine Kilometerbegrenzung in der Produktklasse C (Züge des Regionalverkehrs) gibt es nicht, Fahrkarten dieser Produktklasse gelten daher unbegrenzt für Fernverbindungen quer durch Deutschland, ein Übergang in Züge der DB-Fernverkehrs AG ist allerdings nicht möglich. Beispiele für Tickets der Produktklasse C mit bundesweiter Gültigkeit in Regionalzügen sind das Quer-durchs-Land-Ticket und das Schönes-Wochenende-Ticket.

Eine ausdrückliche Unterscheidung zwischen Fern- und Nahverkehr wird bei der Finanzierung, Besteuerung bei der Umsatzsteuer (§ 12 Abs. 2 Nr. 10 UStG) sowie den Regeln für die Gewährung von Nachteilsausgleichen für schwerbehinderte Menschen mit einer außergewöhnlichen Gehbehinderung im öffentlichen Personennahverkehr (§ 147 SGB IX) vorgenommen. Für die Finanzierung des Nahverkehrs sind die Länder zuständig. Der Nahverkehrsraum umfasst daher jeweils ein Bundesland und weist damit erhebliche Unterschiede von Größe und möglichen Entfernungen auf (u.a. Bayern im Vergleich zum Saarland). Als „Nahverkehr“ gilt beispielsweise die Verbindung Minden→Aachen (ca. 310 km, NRW-Tarif), Fernverkehr ist die Strecke Hannover→Dortmund (200 km). Für die Besteuerung und den Nachteilsausgleich für Behinderte ist als Grenze für den Nahbereich eine Entfernung von 50 km festgesetzt.

Neben den von den Ländern ausgeschriebenen Verkehrsleistungen erbringt DB Regio auch Leistungen auf Bestellungen von DB Fernverkehr, die als eigenwirtschaftliche Interregio-Express-Verbindungen erbracht werden. Die Zuordnung dieser Angebote fällt zunehmend schwer, weil sie einerseits aus Nahverkehrstarifen und -fahrzeugen bestehen, andererseits bei Finanzierung und teils auch Fahrzeit dem Fernverkehr gleichgestellt sind. Auch Konkurrenten von DB Regio betreiben eigenwirtschaftlichen Fernverkehr, so z.B. Veolia-Verkehr mit dem Interconnex auf der Strecke Leipzig–Berlin–Schwerin–Rostock und dem Harz-Berlin-Express sowie die Hamburg-Köln-Express GmbH mit ihrem gleichnamigen Fernzug.

Die Zugarten, bei denen man erkennt, ob man sich im Umfeld der Deutschen Bahn im Nah- oder Fernverkehr bewegt sind laut Homepage www.bahn.de folgende:

Fernverkehrszüge (ICE, IC/EC) Nahverkehrszüge (S-Bahn, RB, RE, IRE) City Night Line oder Autozug

Nahverkehr sind die Bummelzüge. Eigentlich innerhalb einer Region, aber Du kannst auch mit dem Niedersachsenticket (oder anderes Bundesland) quer durchs Land reisen, darfst aber nur die Züge des Nahverkehrs nutzen. Also keine IC oder ICE (das ist dann Fernverkehr). Du brauchst dann deutlich länger für größere Entfernungen

Nahverkehr: Verbindungen mit Bussen, Straßenbahnen, S-Bahnen, Regionalbahnen (Abkürzung; RB), Regionalexpresszüge (RE)und Interregioexpresszügen (IRE). Fernverkehr: Intercity-Züge (IC), Eurocity-Züge (EC), Intercity-Express (ICE), Nachtzüge (z.B. CNL) sowie Fernreisezüge mit eigenem Namen (Thalys etc.).

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