Was ist der Unterschied zwischen ganzheitspsychologie und systemischer Ansatz?

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Um dahinter zu kommen, was mit "ganzheitlicher Ansatz" und "systemischer Ansatz" gemeint ist, müsste man mal (im Internet) schauen, wann, von wem und in welchem Zusammenhang diese Begriffe geprägt worden sind und zum Teil des psychotherapeutischen Narrativs (auch ein Ausdruck der gerade in Mode geraten ist) geworden ist, d.h. Teil dessen geworden ist, was man sich so in der Branche erzählt.

Die Leitlinie des ganzheitlichen Denkens ist, dass man nicht nur den Patienten mit seinen Krankheitssymptomen sieht, sondern "den ganzen Menschen". Diejenigen, die das von sich behaupten zu tun werfen den anderen, die das nicht tun vor, dass sie nur "Symptomkrempner" seien und dass deswegen ihr Tun vergeblich sei. Die wiederum werfen den Anhängern des ganzheitlichen Ansatzes vor, dass das nur eine faule Ausrede sei um verdecken, dass man die Regeln der Kunst (der Symptombehandlung) nicht beherrscht.

Eine weitere Entfernung von der "Symptomklempnerei" ergibt sich aus dem "systemischen Denken". Da versucht man nicht nur den Patienten in seiner Ganzheit zu verstehen / behandeln, sondern den ganzen Patienten einschließlich seines psychosozialen Umfeldes.

Fürchten muss man allerdings, dass das Krankheitsbild des Patienten durch diese Erweiterungen des Ansatzes so verwässert wird, dass dessen Bedürfnissen nicht mehr Genüge getan wird.

Symptomkrempner -> Symptomklempner

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