Unterschied: Systemische Therapie vs. Verhaltenstherapie?

2 Antworten

Das ist eine gute Frage. Zumal ja die Verhaltenstherapie sehr viele Aspekte inkl. Modelle der Systemischen Theapie integriert hat.

Dennoch würde ich sagen, dass Systemsische Psychotherapeuten viel stärker in Konzepten und Modellen der Selbstorganisation, Autopoiese, Chaos usw denken. Interventionen sind ja oft indirekt; es geht weniger darum eine Problemanalyse zu machen, sondern eher ein System (zB Symptomatik) aus dem Tritt zu bringen, dass es sich anders organisiert, um so Veränderungen zu schaffen.

Dem gegenüber denken Verhaltenstherapeuten doch eher in recht konkreten Störungsmodellen, und sehen zumindest die Aufrechterhaltung in komplexen Wirkstrukturen in Form von kognitiv-behavioralen Modellen (Abgebildet zB im SORKC Schema). Auch eine deziedierte Problemanalyse ist wichtig. Es wird schon stark auf dysfunktionales Erleben und Verhalten geachtet und es geht doch eher darum, nach einer Analyse von Problemen diese Probleme gezielt mit einem konkreten Plan direkt zu beseitigen.

Hi,

Verhaltenstherapie befasst sich mit konditionierten, meist unbewussten Verhaltensweisen des Klienten und versucht eine Verhaltensänderung durch Spiegeln und Training neuer Bewältigungsstrategien zu erwirken. Hier wird sich mit der Persönlichkeit des einzelnen Klienten befasst.

In der Systemischen Therapie wird als Ressource das gesamte soziale System (Netzwerk), insbesondere auch die Familie einbezogen. In beiden therapeutischen Schulen sind aber auch Elemente z.B. aus der Gestalt- oder Psychotherapie wieder zu finden.

Beide Therapieformen arbeiten im günstigen Fall ressourcenorientiert.

LG

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