was ist der unterschied zwichen natürlicher und künstlicher kernumwandlung?

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Eine natürliche Kernumwandlung findet von selbst statt, ohne äußere Einflüße. Das dauert normalerweise sehr lange wegen der oft hohen Zerfallszeiten.

Auch wenn der eigentliche Umwandlungsprozess, egal ob natürlich abgewartet oder künstlich hervorgerufen gleichschnell verläuft.

Bei einer künstlichen Kernumwandlung werden Bedingungen geschaffen, die eine Kernumwandlung auslösen, die sonst nicht stattgefunden hätte. Diese Bedingungen müssen aufrechterhalten werden. Und die ausgelösten Umwandlungen pro Zeiteinheit finden natürlich unter diesen Bedingungen viel häufiger statt als in der unbeeinflussten Natur.

Bin mir jetzt nicht ganz sicher, mein Physik-Unterricht ist 30 Jahre her ;-)

Bei natürlichem Kernzerfall fällt der vorhandene Kern eben einfach "von selbst" auseinander, weil er nicht stabil ist. Die entstehenden neuen Kerne (und evtl. freien Neutronen) können also zusammen nur die Protonen und Neutronen enthalten, die vorher da waren.

Beim künstlichen Kernzerfall wird der Kern zur Spaltung angeregt, meist durch "Beschuss" mit kleineren Kernen (z. B. Helium oder Wasserstoff). Hier entsteht die Instabilität also erst durch zugefügte Kernbausteine. In der Summe enthalten dann die entstehenden neuen Kerne (und evtl. freien Neutronen) also zusammen soviele Protonen und Neutronen, wie der spaltbare Kern und der zugefügte Kern zusammen hatten.

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