was ist das "one world" konzept?

2 Antworten

Das „One World-Konzept“ ist die Auffassung, die ganze Welt oder zumindest den Planeten Erde als miteinander verbunden zu betrachten und dafür eine Politik zu entwickeln.

Die finanziellen und wirtschaftlichen Verflechtungen auf der Erde sind gewachsen. Es bestehen wechselseitige Abhängigkeiten (Interdependenz). Kriege und Sicherheitsprobleme können auf andere Länder übergreifen. Umweltprobleme machen nicht an staatlichen Grenzen Halt. Handlungen in einem Land können in einer Zeit der Globalisierung starke Auswirkungen in anderen Kindern haben. Es ist nach diesem Konzept nicht sinnvoll, einzelne Regionen als abgeschottete Interessensphären zu sehen, die nur ausschließlich einige wenige Staaten angehen, oder von einem bloßen Nebeneinander verschiedener „Welten“ auszugehen. Angebracht ist eine koordinierte Politik mehrerer Staaten für gemeinsame Lösungen.

Besonders weitgehend ist der Begriff „Weltinnenpolitik“.

Geschichtlich können alle Vorstellungen, die es über eine politische Gestaltung der Erde insgesamt gegeben hat, in einem weiten Sinn zu einem „One World (Eine Welt)-Konzept gezählt werden.

Wichtig ist dies beispielsweise als Grundgedanke der Außenpolitik der USA. Der Präsident Franklin Delano Roosevelt war kein Anhänger des Isolationismus. Er vertrat ein Konzept internationaler Verständigung, in der Konflikte in Verhandlungen einvernehmlich gelöst werden sollten. Verkündete Ziele waren Wohlstand, Gerechtigkeit, Freiheit und Frieden für alle Nationen (vgl. die Rede über die „vier Freiheiten“ und die zusammen mit dem britischen Premierminister Winston Churchill unterzeichnete Atlantik Charta 1941). Die UNO wurde als Wiederbelebung des Völkerbundes gegründet. Die praktische Politik war bis Ende 1946 von dem Konzept geprägt, ab 1947 trat aufgrund des damaligen Ost-West-Konflikts erst einmal eine Eindämmungspolitik (containment policy) in den Vordergrund.

Das ist die Auffassung, dass es heute weder sinnvoll noch angebracht ist, noch von der 'ersten' und 'dritten' Welt zu reden (die 'zweite Welt' hat ja nie eine große Rolle gespielt).

Heute im Zeitalter der Globalisierung muss man sich dessen bewusst werden, dass fast alles wirtschaftliche Handeln in einem Teil der Welt auch Folgen im anderen Teil der Welt hat, und wenn es "nur" Auswirkungen auf die Umwelt sind - von daher sagt man heute, es handelt sich um eine Welt, und nicht um 'drei Welten' auf der Erde.

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