Was ist Böse?

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Bei der Frage nehme ich an, dass du auch in einer Woche in Hamburg Abi in Deutsch schreibst ;-)

Ich habe das Böse in die Räuber so definiert, dass man die beiden Protagonisten Karl und Franz anhand dieser werten kann. So sage ich, dass das Böse zunächst einmal der Gegenbegriff zum Guten ist. Weiterhin ist es der Inbegriff des moralisch Falschen. Daraus folgt, dass für böse Taten ein moralischer Grundsatz vorhanden sein muss, gegen den man verstößt. Sowohl bei Karl als auch bei Franz lassen sich solche Grundsätze finden (Franz: materialistisch nihilistisches Weltbild; Karl: Missachtung jeglicher Moralvorstellungen bspw. Brandlegung in der Stadt) Wer also absichtlich böses tut, ist schuldig.

Franz wendet sich von Werten ab, indem er den Vater belügt und gegen seinen Bruder intrigiert. Er nutzt also moralische Werte anderer als Mittel, um egoistische Bedürfnisse zu befriedigen. Karl wendet sich im Gegensatz zu Franz nicht durch rational legitimierende Argumentation, sondern handelt vielmehr im Affekt gegen das Gute. Diese Abkehr sieht er allerdings ähnlich wie Franz als eine logische Schlussfolgerung aus Umständen, die in Karls Fall von Franz herbeigerufen, in Franz Fall durch die Natur verursacht, entstanden sind.

Ich hoffe dir hilft das ein bisschen weiter ;-) Viel Erfolg!

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