friedrich schiller "die räuber" kein klassisches drama

2 Antworten

Hallo!

Auf den ersten Blick könnte man denken, dass Die Räuber ein klassisches Drama ist. Kennst du denn die Kriterien eines klassischen Dramas nach Aristoteles? Nach Aristoteles muss die Einheit von Handlung, Raum und Zeit gewahrt werden. Es muss also eine geradlinige Handlung haben, an einem Ort spielen und die Handlung darf sich maximal auf einen Zeitraum von 24 Stunden erstrecken. Die Handlung spielt aber nicht an einem einzigen Ort, sondern im Schloss, in der Schenke und im Wald. Die Zeit erstreckt sich außerdem über einen Zeitraum von 2 Jahren.

In einem klassischen Drama sind die Protagonisten adelig. Zwar sind die Moors die Söhne eines Grafen, jedoch verlässt Karl durch die Gründung einer Räuberbande seinen Stand und somit wird das Drama standesübergreifend.

Außerdem wird nicht im Versmaß gesprochen, sondern im Prosa, was auch gegen ein klassisches Stück spricht. Schau dir mal die Merkmale eines klassischen Dramas an und dann lies das Stück nochmal. Dir wird sicher einiges auffallen! ;)

Danke!!! Hat mir sehr geholfen

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Also ich komme vielleicht ein bisschen spät an, aber woher weiß man, dass sich das Drama über 2 Jahre streckt? Erfährt man dies am Alter der Personen oder war das eine Schätzung?

PS: Für alle, die das hier noch in Zukunft lesen: Schillers "Räuber" war ursprünglich als Lesedrama gedacht, da die schnellen Bühnenbildwechsel zur damaligen Zeit schlecht bis hin zu gar nicht umsetzbar waren.

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Wahrscheinlich weil das Stück viel Prosa enthält und sich über einen längeren Zeitraum erstreckt, anders als bei klassischen Dramen.

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