Was hat Technik-nutzen und risiko mit Praktische Philosophie zu tun?

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Ein zentrales Gebiet praktischer Philosophie ist Ethik. In ihr geht es um eine Untersuchung, was gut ist und welches Handeln sittlich richtig ist. Technik beeinflusst und gestaltet zunehmend die menschliche Lebenswelt (Berufsarbeit und Privatleben). Die zukünftigen Chancen der Menschen, ihr Überleben und die Sicherung ihrer Würde hängen in starkem Ausmaß von den Entwicklung der Technik und ihren Folgen ab.

Bei der Nutzung stellen sich Fragen, welche Ziele im Leben wichtig sind und ob eine Technik diesen dient oder auch nachteilig für sie sein kann. Ethik kann reflektieren, ob die Nutzung einer Technik erlaubt sein soll oder nicht. Gefahren einer Manipulation und Deformation können bestehen. Bei Entscheidungen kann es um Sozialverträglichkeit gehen.

Wichtig ist die Untersuchung der Verantwortung (z. B. Politik, Unternehmen, einzelne Personen). Wem kann in welchem Ausmaß berechtigt Verantwortlichkeit zugeschrieben werden? Besonders im Bereich der Technikfolgenabschätzung tritt die Frage auf, welche riskanten Nebenfolgen (bei Medikamenten ist die Gefahr sehr offensichtlich; vgl. z. B. Contergan) etwas haben könnte, ob etwas zugelassen werden soll und wenn ja, unter welchen Bedingungen. Technische Entwicklungen können brisante Möglichkeiten enthalten, z. B. Gentechnik und das Klonen von Menschen.

Risikoethik beschäftigt sich mit der moralischen Bewertung von Handlungen, deren Folgen hinsichtlich ihres Eintretens, Nutzens und Schadens unsicher sind und auch erhebliche Gefahren enthalten können. Eine allgemeine Frage ist, unter welchen Bedingungen eine Gruppe oder Person sich selbst oder andere einem Risiko aussetzen darf. Risikoethik kann versuchen, dabei Kriterien für die Handlungswahl aufzustellen und zu überprüfen.

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