Was hat mehr Zukunft: Wirtschaftsinformatik oder normale Informatik?

10 Antworten

Was willst du hinterher machen? Die Kunden beraten oder aber eher programmieren/administrieren? Kundenberatung und ähnliches ---> Wirtschaftsinformatik. Wird eigentlich beides gefordert, wobei die Spezialisierung auf verschiedene Bereiche Sinn macht, nur manche Unternehmer sehen das wohl fälschlicherweise anders. Lass dich keineswegs  als eierlegende Wollmilchsau ausnutzen.

Was hast du bisher gemacht? Nur ein Studium der Informatik wird nicht ausreichen, als Programmierer/Admins sind nachweisbare Projekte gefragt.

Soweit ich weiß, ist Programmieren/Administrieren heutzutage eigentlich keine Aufgabe für Informatik-Studenten mehr. Das machen ausgebildete System-Admins bzw. ausgebildete Programmierer.

Die eigentliche Kernaufgabe eines Informatikers liegt oft eher im Bereich des Modellierens einer Software: Wie könnte man die Aufgabe lösen (z.B. eine Website erstellen)? Was für Komponenten braucht man dafür (einen Webserver, einen Client samt Browser, ein Protokoll über das die beiden kommunizieren)? Welche Probleme können auftreten (Netzwerkprobleme)?

Das eigentliche Programmieren ist dann mehr das einfache Handwerkszeug bzw. wird evtl. auch gar nicht vom Informatiker gemacht sondern von Tools oder anderen Angestellten übernommen.

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@jhinbaldur

Admins schreiben eher kleine Scripte, die machen selten größere Programme. Und das Informatik-Studenten nicht mehr programmieren ist (wissentlich) ein Gerücht. Die meisten scheitern an der Praxis (mangelnde Erfahrung), weswegen sie hinterher zwangsweise etwas anderes machen.

Das Modellieren macht jeder Programmierer eigenständig nochmal, damit die Kundenwünsche auch dokumentiert sind und keine Sachen untergejubelt werden die dem Kunden Geld kosten würden/müssten. Dann wird das dem Kunden präsentiert und ggf. realisiert. Dafür hat der Programmierer nicht wirklich Zeit, deswegen muss es jemand oftmals übernehmen: Der Wirtschaftsinformatiker.

Die Kernaufgaben die du beschreibst sind Aufgaben eines Systemadministrators. Ein Systemadministrator ist kein Programmierer, aber wäre prinzipiell dazu geeignet (sofern er entsprechende Praxis nachweisen kann). Das ist das Allroundtalent von Informatiker.

Der Wirtschaftsinformatiker ist derjenige, der mehr BWLer als Techniker ist, also Kundenkontakte pflegt und als Vermittler zwischen Kunde und Programmierer dient (Programmierer brauchen ja auch ihre Ruhe...)

Ich denke das es jetzt viel klarer ist.

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Zukunft hat beides.

Die Frage ist einfach, was du machen willst. Was man als Wirtschaftsinformatiker macht wurde hier schon mehrfach beschrieben (davon habe ich auch nicht so die Ahnung), deshalb mal die Gegendarstellung:

Als Informatiker hast du eine umfassendere Ausbildung in Theorie und Praxis (je nach Studium mehr vom einen oder anderen) und kannst somit in ALLEN Bereichen, in denen Informatik benötigt wird, arbeiten, nicht bloß im BWL-Bereich. Du kannst an komplexer Software wie Office-Programmen, Betriebssystemen (z.B. für Smartphones), Regelungssoftware für alles mögliche (Fahrzeuge, Medizintechnik,...) oder beispielsweise Algorithmen wie denen, die Google verwendet, arbeiten.

Im Gegensatz zum Wirtschaftsinformatiker sind die Möglichkeiten hier ziemlich unbegrenzt und das Ganze ist wohl auch wissenschaftlicher (das heißt auch: mathematischer-abstrakter!). Dafür hat man halt (sehr vereinfacht gesagt!) keine Ahnung von wirtschaftlichen Zusammenhängen, Kundeninteraktion usw.

Also was liegt dir eher?

Hui, hier wird ja orakelt :-D. Was nun die besseren Zukunftsaussichten hat, wird man wohl kaum mit Sicherheit beantworten können. Aber wenn ich hier schon lese, dass WIler gehaltstechnisch runtergestuft werden, vielleicht doch eher die pure Informatik.

Ich selbst habe Praktische Informatik studiert und auch ich bereue nix ;-). Dass Informatiker als Admins oder Programmierer eingesetzt werden, ist zwar nicht selten, hängt aber auch vom Menschen ab. Wenn man sich trotz Hochschulabschluss auf eine solche Stelle bewerben möchte, bitte. Eigentlich aber übernimmt man die etwas übergeordneten Aufgaben. Konzeption, Modellierung, etc. Dabei muss das gar nicht mal unbedingt Software sein, die man da entwirft, es können auch komplette und komplexe Infrastrukturen sein. So suchen bspw. auch Unternehmen, die für andere Netzwerke und IT-Infrastrukturen entwerfen Hochschul-Informatiker.

Entgegen der landläufigen Meinung ist der Informatiker nämlich kein Programmierer, sondern eher ein Konzeptereiter. Man entwickelt oder verfeinert diese und passt sie auf den Kunden an.

Das Informatikstudium selbst ist ziemlich mathelastig, nur mal so als kleine Vorwarnung. Mein Grundstudium bestand zu ca. 65 % aus Mathe, zu ca. 15 % aus Programmierung und 10 % Rest. Also ja, programmieren lernt man natürlich, einen riesigen Stellenwert hat es aber nicht. Ich selbst würde von mir auch nie behaupten, ein guter Programmierer zu sein.

Wie auch immer du dich entscheidest, ich wünsche dir viel Erfolg und Spaß.

65%, 15% und 10% ^^

Mathe war wohl nicht Dein Thema :-)

Irgendwie hast Du da 10% unterschlagen...

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