Was habt Ihr getan wenn Ihr unglücklich verliebt gewesen seid?

47 Antworten

Es ist überwältigend wie viele Menschen hier genau das selbe fühlen wie ich... musste grade weinen als ich von euren Gefühlen gelesen hab, da wird einem noch deutlicher bewusst wie aussichtslos die eigene Situation ist :( Ich liebe ihn so sehr, allerdings ist er der neffe meines Stiefvaters, wir sind also nicht verwandt aber naja... einfach seltsam :/ und er hat auch schon mal beiläufig erwähnt dass er nichts von mir will, was es nur noch schlimmer macht... auch das werdet ihr kennen, dieses Gefühl innerlich zu zerbrechen und nach außen hin wirken zu müssen als wäre nichts weil ja niemand weiß, was ihr empfindet.... so fühlt es sich zumindest für mich an und das schon seit Jahren... und ich will nicht mehr, aber wie ihr gesagt habt: Wir müssen da durch...immer wieder weinen, nachts wenn alle schlafen und man seine Gefühle nicht mehr im Käfig der Vernunft einsperren kann..... und hoffen dass es vorbei gehen wird :(

mir hat die erfahrung gezeigt, dass man tatsächlich über jede unglückliche liebe hinwegkommen kann. vielleicht liegt das daran, dass unglückliche liebe oft bedeutet, dass es sich eher um träume und wünsche handelt, als um reale liebe. man führt reale beziehungen, über die hinwegzukommen kein problem darstellt. weil man sich streitet, enttäuscht, entliebt. die traumbeziehungen, die man mit dem wunschpartner führt werden dagegen im kopf zur perfektion stilisiert. in unserer einbildung ist die geliebte person makellos. alles schlechte wird ausgeblendet und das macht ein loslassen beinahe unmöglich. und doch. wenn man sich jahrelang nicht traut, nichts vorrangeht mit der liebe und den träumen, dann hört es irgendwann tatsächlich auf so sehr weh zu tun. das geträumte gefühl wird schwächer bis es ganz verblasst. irgendetwas neues, realeres kommt vielleicht vorbei und ändert alles. bei mir war das so: ich war über 8 jahre verliebt. und habe mich nie getraut etwas zu sagen. ich war sehr jung. ich war unerfahren. ich war unglaublich schüchtern. da war ein bisschen was, ein paar gesten, ein paar worte, die mich hoffnungsvoll stimmten, doch auch von ihm nie ein annäherungsversuch. irgendwann sehr viel später fand ich durch ein gespräch mit seiner schwester heraus, dass auch von seiner seite einmal gefühle da gewesen waren. wir waren wohl beide zu schüchtern gewesen. das war zu einem zeitpunkt, als ich schon gar nicht mehr so viel an ihn dachte, doch das gespräch riss alles wieder auf und ich war wieder verloren. trotzdem wenn ich ihn sah, blieb mir die stimme im hals stecken. irgendwann hatte er dann eine freundin. nach dem abi, zog man in verschiedene städte. verlor sich aus den augen. und irgendwann hörte das gefühl einfach auf. was nicht aufgehört hat ist das unglück in der liebe. was damals nicht funktioniert hat, ist bis heute in meinem leben zu spüren. meine gefühle auszudrücken fällt mir schwerer als zuvor. mich auf jemanden einzulassen erst recht. ich bin gefangen in einem ewigen kreislauf der selbstzerstörung. jedes mal wenn ich es verbocke, wenn eine liebe genauso unglücklich ist, wie alle zuvor, wird es noch ein bisschen schlimmer. ich schätze ich habe seitdem alle formen der unglücklichen liebe ausgekostet. vergebene männer, onenightstands bei denen ich entweder gar nichts oder viel zu viel fühle, eine unmöglich traurige, weil heimliche und gefühllose halbbeziehung mit meinem mitbewohner. ich habe sogar mit meinem halbbruder geschlafen. einmal da war ich ziemlich betrunken und depressiv wegen einem anderen kerl, der es nicht ernst meinte. mir war es egal was ich mache, aber mein halbbruder ist glaube ich schon lange zeit unglücklich in mich verliebt. ich fühle mich wahnsinnig schlecht deswegen. ich habe mich sooft betrunken und alles zu vergessen versucht, dass ich angefangen habe, andere menschen ebensosehr zu verletzen, wie ich selbst verletzt wurde. langsam gehen mir die augen auf. ich werde ruhiger.auch reifer in meinen entscheidungen. mir ist klar geworden, dass ich so nicht weiter machen kann und will. das ewige selbstmitleid hängt mir zum hals raus. ich meine kann es denn sein, dass ich da niemals rauskomme. niemals einfache ehrliche liebe erfahren werde. ich übe mich selbst in ehrlichkeit. verusche über meinen schatten zu springen, weniger verschlossen zu sein, was meine gefühle betrifft. und das hilft. was auch hilft: das ewige nachdenken über die früheren fehler, das nicht gelebte, diese ganze nostalgie abzustellen, auszublenden und sich auf das hier und jetzt konzentrieren. versuchen alles richtig zu machen. sein nicht ganz einem jahr bin ich wieder einem kerl treu. dass ich ziemlich in ihn verliebt bin habe ich trotzdem nicht gesagt. wir sind auch nicht in einer wirklichen beziehung. aber wir vertrauen einander, reden viel, viel mehr als ich jemals mit jemandem über meine gefühle geredet habe. und ich denke, das ich auf dem weg der besserung bin. wenn es mit ihm nicht klappt, dann vll mit dem nächsten. in mein unglücksloch will ich jedenfalls nicht zurückfallen. denn das ist glaube ich das eigentlich wichtige, wenn man unglücklich verliebt ist. nicht über denjenigen hinwegzukommen, sondern über sich selbst. mit sich selbst wieder ins reine zu kommen um wieder bereit zu sein für neue liebe.

Habe gerade den gleichen Horror: Bin verliebt in meine beste Freundin (und wie), sie ist auch die beste Freundin meiner Frau...wissen aber beide genauestens Bescheid. Problem: Die Angebetete empfindet für mich auch mehr (Liebe) als für jeden anderen Freund, aber eben keine Liebe im Sinne wie Partnerschaft/Beziehung. Sie hat nebenbei mit einem anderen eine lockere Liebes/Sexaffäre laufen (nichts sooo ernstes). Wir tauschen Zärtlichkeiten aus die weit über normale Freundschaft hinausgehen (Beine und Bauch streicheln, Hand halten, umarmen wie ein Liebespaar, Küsse, Hand auf dem Schenkel liegen lassen beim DVD gucken etc, aber keinerlei Sex). Ein aussenstehender würde uns auf den ersten Blick für ein Liebespaar halten, entsprechend komisch gucken die leute wenn wir zu dritt Hand in Hand spazierengehen. Das machen wir auch im beisein meiner Frau die da nichts dagegen hat weil sie weiß dass wir beide ein besonderes Verhältnis zueinander haben, wir sind die besten Freunde und Vertrauten. Ich muss jetzt aber irgendwie schaffen meine Gefühle so umzubauen dass es in Liebe zu der besten Freundin meines Lebens wird und weg von Liebe im Sinne von Partnerschaft. Sie besucht uns mehrmals die Woche und wir drei sind praktisch ganz ganz dicke miteinander. Aber sie sagt dass ich sie mit meinen Gefühlen einenge, unter Druck setze und erschrecke da sie mir gegenüber nie die gleiche art Liebe empfinden wird, sie liebt mich "mehr wie sie jeden anderen Freund lieben würde oder könnte, ich bin praktisch der wichtigste und beste Mann in ihrem Leben, noch über einem Partner", aber eben nur als Freund. Es ist ganz schön schwer das umzulenken, bisher war es so wie bei meiner Frau als ich sie damals kennengelernt habe. Ich werde meine Frau nie verlassen, bei unserer Freundin hätte ich eh keine Chance auf eine Partnerschaft und ich möchte beide bis an mein Lebensende "behalten". Ich bin knapp 48, meine Frau 43 und meine Freundin 42. Trifft also nicht nur junge Leute. Hätte auch nie gedacht dass mir das in meinem Alter passiert, schon garnicht mit der Frau...dass wir auch noch alle drei Kollegen sind machts nicht einfacher, und die Vorstellung jetzt zeitlich/räumlich auf Abstand zu gehen oder von ihr etwas auf Abstand gehalten zu werden (zum abkühlen) zerreisst mir das Herz. Ganz langsam schaffe ich es von der einen art Liebe in Richtung Liebe zu der allwerbesten Freundin meines Lebens umzubauen, aber das ist echt schwer, hart und schmerzhaft. beide Frauen sind sehr geduldig mit mir und helfen mir dabei. Aber, im ernst, es ist kein unterschied ob man 16 oder 50 ist. Das Herz schmerzt, man heult und leidet.

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