Was dürfen alles Sanitäter im Notfall machen?

4 Antworten

Das kommt auf die Qualifikation und auch auf die persönlichen Kenntnisse und Fähigkeiten an.

Der Rettungsassistent, bis 2014 höchste nichtärztliche Qualifikation im Rettungsdienst, hat nach seinem Ausbildungsziel die Aufgabe bis zur Übernahme der Behandlung durch einen Arzt lebensrettende Maßnahmen zu ergreifen. Dazu gehören zunächst grundlegende Maßnahmen wie Lagerung, Blutstillung, freimachen und freihalten der Atemwege, Beatmung, Herzdruckmassage, Defibrillation, Sauerstoffgabe und ähnliches. Im Rahmen der Notkompetenz, einer Empfehlung der Bundesärztekammer basierend auf dem rechtfertigenden Notstand im Strafgesetzbuch, kann er, wenn ärztliche Hilfe nicht rechtzeitig eintrifft aber auch überbrückend eigentlich ärztliche Maßnahmen durchführen. Von der Bundesärztekammer genannt sind die Venenpunktion, die Intuition ohne Relxation, die Defibrillation auch ohne AED und die Gabe von kristalloiden Infusionslösungen und 6 Notfallmedikamenten. Dies ist jedoch eine Empfehlung der BÄK und kein Gesetz, kann ein Rettungsassistent mehr als die von der BÄK genannten Maßnahmen, kann er das im Rahmen des rechtfertigenden Notstandes auch anwenden. Es gibt kein Gesetz was regelt, was Rettungsdienstmitarbeiter konkret dürfen und was nicht!.

2014 wurde der Notfallsanitäter eingeführt. Dieser durchläuft eine noch deutlich umfangreichere Ausbildung und in Paragraph 4c des Notfallsanitätergesetzes heißt es, das Notfallsanitäter in lebensbedrohlichen Fällen oder wenn schwere Gesundheitsschäden drohen auch während der Ausbildung erlernte und sicher beherrschte invasive medizinische Maßnahmen bis zum Eintreffen des Notarztes durchführen dürfen. Welche Maßnahmen dies konkret sind, ist jedoch auch im Notfallsnitätergesetz nicht eindeutig geregelt, es gibt wieder zahlreiche Empfehlungen und ähnliches. Da Notfallsanitäter nochmals deutlich umfangreicher ausgebildet sind als Rettungsassistenten, kommen für sie auf jeden Fall die Notkompetenzmaßnahmen des Rettungsassistenten in Betracht plus weitere Notfallmedikamente und die Entlastungspunktion beim Spannungspneumothorax.

Nachtrag zum Notfallsanitäter. Nach der Ausbildungs und Prüfungsverordnung sollen sie an invasiven Maßnahmen erlernen: im Bereich der Sicherung der Atmung die Intubation und medikamentöse Therapie, im Bereich der Reanimation insbesondere die medikamentöse Therapie, im Bereich der Stabilisierung des Kreislaufes insbesondere die Infusions und medikamentöse Therapie. Das sind die Maßnahmen, die Notfallsanitäter im Rahmen des Notstandes bis zum Eintreffen des Notarztes durchführen können.

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Infusion anlegen Beatmen Herzdruckmasage das alles bis der Arzt kommt.Aus der Lebensbedrohlichen Situation retten ,wenn es das eigene Leben nicht gefährdet.

Infusion anlegen darf er nicht !!!!Er hat ja keine Ausbildung !!

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Guten Tag,

der Rettungsassistent /Rettungssanitäter darf alles im Rahmen der Notkompetenz. Jedoch alle ärztliche invasive Maßnahmen dürfen nur von einem Arzt /einer Ärztin ausgeführt werden.

Mit freundlichen Grüßen,

rechtswissen

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