Was bedeutet das Ende der Kurzgeschichte "Die Kirschen"?

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1 Antwort

Der Vater hat "ihre" Tasse fallen gelassen. Da es sich bei dieser Kurzgeschichte um eine Nachkriegsgeschichte handelt, könnte es sein, dass mit "sie" die Mutter gemeint ist, die eventuell verstorben oder auf anderen Wegen verschwunden ist. Mit dem Zerbrechen der Tasse, kommt sowohl im Vater (es war schließlich ihre Lieblingstasse), als auch in dem Jungen (er denkt ja an die Kirschen, die seine Mutter wohl extra für ihn eingemacht hat) die Gefühle über den Verlust der Mutter wieder hoch. Der Sohn sieht nicht die Fürsorge des Vaters sondern erkennt ihn allein als Rivalen, der ihm die Kirschen wegzuessen versucht. Daraus kann man schließen, dass er den Vater für den Verlust von "ihr" verantwortlich macht. Mit dem Verkriechen unter der Bettdecke wählt der Sohn den einfachsten Weg, sich der Situation zu entziehen, einen Weg, den ein kleines Kind wählen würde. Kleine Kinder verstecken sich oft hinter einem Stück Tuch und meinen, dadurch, dass sie nichts sehen, selbst nicht gesehen zu werden. So möchte der Sohn die Situation und eventuell auch die eigenen Schuldgefühle "aussperren" und ganz verschwinden in einen Raum, in dem es weder Schmerz noch Verlust gibt.

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Kommentar von hillyjolie
10.10.2011, 22:30

Ich danke dir!!!! :)))))

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