warum wird gold als schmuck nur als legierung angeboten?

11 Antworten

strong text Schmuck besteht nicht aus reinem Gold. Der Goldanteil vom reinem Gold ist 999,99%. Reines Gold hat zwar eine hohe Dichte, ist aber weich. Daher ist es für die Schmuckherstellung als reines Gold nicht geeignet. Für Schmuck wird in der Regel als Grundmaterial Schmuckguss bzw. Messing verwendet. Gold wird dann als Legierung aufgetragen. Da Schmuck eine Art Gebrauchsgegenstand darstellt, braucht er diese Stabilität des Grundmaterials. Je höher der Goldanteil beim Schmuck, desto höher die Bezeichnung bzw. Ausweisung in 333 er, 585 er oder 785 er Gold. Schmuck mit 785 er Goldanteil ist daher wertvoller, als 333er Gold. Liebe Grüße Monapi-www.golden-schenken.de

Hallo Monapi, hier ist Dir wohl Einiges durcheinander geraten und dadurch nicht recht verständlich: Wenn Du den Goldgehalt bei reinem Gold (Feingold) in Prozent angibst, dann ist 99,99 % richtig! Gold wird aber meist in Tausendstel-Teilen angegeben, also Feingold mit 999/000.

Den Satz … Daher ist es für die Schmuckherstellung als reines Gold nicht geeignet … verstehe ich nicht. Vielleicht willst Du sagen, daß reines Gold zur Schmuckherstellung nicht taugt? (Auch diese Aussage ist nicht ganz richtig, es gibt handgefertigte Schmuckketten aus reinem Feingold 999/000 - schwere Ketten in 5-10 mm Breite mit einem Platinverschluß!)

Deine Aussage: Für Schmuck würde als Grundmaterial Schmuckguss (aus welchen Metallen besteht denn dieser Guss) und Messing verwendet, ist ebenfalls nur dann richtig, wenn es sich um vergoldeten, goldplattierten oder Double-Schmuck handelt. Dann ist das aber auch kein Goldschmuck. Als Goldschmuck dürfen nur Legierungen aus reinem Gold und einem mehr - oder minder großen Anteil an Fremdmetallen, bezeichnet werden. Gold-Legierungen sind also Metallmischungen die keines Grundmaterial`s bedürfen, denn der gesamte Schmuck besteht aus dieser Legierung. In Deutschland sind 3 Goldlegierungen handelsüblich:

333/000 = 33,3 % sind reines Gold - der Rest zu 100% sind Silber, Kupfer, Zinn, Zink u. andere Metalle (die frühere Bezeichnung war 8 Karat) 585/000 = 58,5 % sind reines Gold - der Rest zu 100% sind Silber, Kupfer, Zinn, Zink u. andere Metalle (die frühere Bezeichnung war 14 Karat) 750/000 (nicht 785/) = 75 % sind reines Gold - der Rest zu 100% sind Silber, Kupfer, Zinn, Zink u. andere Metalle ((die frühere Bezeichnung war 18 Karat)

Zur Ergänzung die alte Bezeichnung für reines Gold (Feingold) 999/000 wäre 14 Karat. Ich nehme an, daß Dú dies alles auch weißt, aber Dich falsch ausgedrückt hast.

Freundlichst … ASS50

Weitere Info` s kannst Du unter http://www.allergikerschmuck.de/shop/page/3?shop_param= finden.

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Frage: Warum gibt es Goldschmuck nur in Legierungen?

Hallo,

Die hier von anderen Usern gemachten Aussagen stimmen zwar fast alle, aber es gab vor einigen Jahren Pforzheimer Kettenhersteller die massive schwere (Panzer-) Ketten herstellten aus reinem purem Gold (sog. Feingold 999/000). Das kritischste Teil war hier der Verschluß der aus Platin gefertigt wurde. (Weil das reine Gold, wie schon andere schrieben zu weich ist!)

Das waren natürlich nur starke Ketten mit 6 - 8 mm Breite - und mehr. Bei solchen Ketten bestand die Gefahr, daß sie abreissen würden natürlich nicht. Ein kleiner Kratzer in der Oberfläche war ebenfalls ohne Bedeutung!

Hier die Vorteile dieser Feingold-Ketten:

  1. Diese Ketten haben eine wunderschöne Farbe (reines Gold - und es wird nicht wie bei Legierungen üblich - farblich nachvergoldet!)
  2. Die Oberfläche hat eine wunderbare Struktur, weil die Oberfläche nicht so gut poliert werden kann, wie z.B. bei den in Deutschland üblichen Goldlegierungen (333/000 - 585/000 - 750/000). Beim Polieren verdichtet sich die Oberfläche wodurch bei Goldlegierungen ein harter Glanz entsteht, währen die Feingoldketten aufgrund der weicheren Oberfläche nicht so extrem poliert werden können, wie schon erwähnt, und dadurch der reine warme echte Goldfarbton erhalten bleibt.

Hier die Nachteile dieser Feingold-Ketten:

  1. An erster Stelle das hohe Gewicht der Ketten. Diese Ketten wogen zum Teil 100 und mehr Gramm.
  2. Aufgrund dieses hohen Gewichtes sind diese Ketten un-angenehm zum tragen!
  3. Dann natürlich der extrem hohe Preis. Beim heutigen Goldkurs würden 10.000,00 € kaum reichen. Viele Menschen könnten sich das gar nicht mehr kaufen.

Hier die Trage-Eigenschaften dieser Feingold-Ketten z.B. aus Sicht von Allergikern:

  1. Feingold - also reines Gold (999/000) - ist für Allergiker ideal!! Lt. dem DAAB (deutschen Allergie- u. Asthma-Bund) soll es weltweit nur 2 wissenschaftl. nachgewiesene - dokumentierte Fälle von Unverträglickeit auf Feingold geben!
  2. Es gibt hier aber eine starke Einschrän- kung. Obwohl Feingold keine Hautprobleme erzeugt, gibt es wegen des extremen hohen Gewichts vielfach „Druck-Probleme“, eine sog. Pseudo- oder physikalisch ausgelöste Allergie!
  3. Außerdem erzeugt die etwas grobe Struktur der Schmuck-Oberfläche bei Feingoldketten in Verbindung mit dem sehr hohen Gewicht einen sog. „Haut-Abrieb“, der sich ebenfalls entzünden kann.

Zusammenfassung: Es gab, oder gibt evtl. auch noch reinen echten „Goldschmuck“ (999/000). Er konnte sich aber aufgrund der oben beschriebenen Gründe leider nicht durchsetzen.

www.allergikerschmuck.de

kann mich nur anschließen,es ist zu weich, man würde den schmuck verbiegen

Pures Gold ist zu weich für die Schmuckverarbeitung - außerdem ist ein hoher Goldanteil im Schmuck sehr sehr teuer.

Reines Gold (999er bzw. 24 Karat) ist vor allem sehr weich und würde sich leicht verbiegen lassen oder reissen.

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