Warum will ich nach Hause obwohl ich zu Hause bin?

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3 Antworten

Ich kenne das...Ich will teilweise weg..Fühle mich in meiner eigenen Wohnung fremd und fehl am Platz...Doch warum?Ich habe einen tollen Partner, eine schöne Wohnung,tolle Tiere und einen guten Job..Trotz alledem fühle ich mich teilweise am falschen Ort. Ich wäre gerne wo anders, wo mir das Leben perfekt erscheint und für mich perfekt wäre..Ein gutes Beispiel dafür ist:Wenn ich in die Ferien gehe würde ich am liebsten da bleiben und nie wieder nach Hause...Es ist schwer es zu erklären, aber vielleicht geht es irgendwem noch so..

Ist zwar schon zwei Jahre her deine Frage (und zwar auf den Tag genau!), aber mir geht es genauso. Ich kenne sogar Menschen persönlich, denen es auch so geht! Ganz seltsam ist es, wenn ich nachts in den Sternenhimmel schaue, das meine ich Ernst. Ich fühle mich hingezogen. Einfach weg von hier, weg aus dieser Welt. Damit meine ich jedoch keine Selbstmordgedanken o.Ä.

Keine Ahnung, ob Du das jetzt noch liest, aber ich denke immer genau das gleiche und habe mich das daher auch schon oft gefragt, warum. Da Gründe wie "Du bist noch nicht angekommen" in meinem Leben derzeit wirklich nicht (mehr) zutreffen, denke ich mittlerweile, die Ursache ist eine ganz andere: In meinem Leben stammt dieser Spruch definitiv aus der Schulzeit. Ich denke, das geht vielen anderen auch so. Eigentlich ist es doch DER Schülerspruch, oder nicht? Früher habe ich mir den so mantramäßig zigmal hintereinander ins Heft gepinnt, wenn es mal wieder zäh war im Schulalltag. Er findet sich auf jedem Schülerklo. Und früher war das ja dann echt die absolute Erlösung, alles, was man sich nur erträumen konnte als Schüler: nach Hause zu dürfen! Frei sein! Tun, was man wollte, raus aus dem fremdbestimmten Korsett, zu ungewohnter Zeit, unvermittelt ohne Pflichten einfach abhängen in vertrauter, nicht-öffentlicher Umgebung. Ich glaube, dass ich diesen Spruch daher heute noch reflexhaft denke, wenn ich gerade die Nase voll habe von fremdbestimmten Stress und mich danach sehne, einfach frei zu haben und tun zu können, worauf ich Lust habe. Was bei Erwachsenen ja gern noch seltener möglich ist als bei Schülern - mit dem Unterschied, dass man da selbst was dran ändern kann.

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