Warum muss man Bäume entfernen, damit der Boden feucht bleibt?

6 Antworten

Der Boden bleibt feucht, wenn Bäume entfernt werden. Das habe ich ja noch nie gehört. Gewiß, Bäume entziehen dem Boden für ihr eigenes Überleben Wasser. Aber Bäume spenden auch Schatten und schützen vor Wind. Schatten und Schutz vor Wind sorgen dafür, daß der feuchte Boden nicht so schnell austrocknet. Wenn es im Sommer warm ist, dann vertrocknet zuerst der Rasen oder die Wiese, während es im Wald noch kühler und feuchter ist.

Genau so ist es ! Besser hätte ich es nicht sagen können ! DH

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Das ist aber die Frage,die im Buch stand ?! :(

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@Melrose2000

Was ist das für ein Buch? Ein Buch der Landwirtschafts-Lobbyisten? Ich sage nur Stichwort Desertifikation!

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Eine einsame Birke zieht Wasser ohne Ende, Stell Dir vor, Du wärst 15 oder 20 Meter hoch.

Wasser ist Leben und wenn sie zu wenig davon haben, lassen sie in trockeneren Sommern, als dem 2012, auch schon einmal im Juli verwelkte Blätter fallen.

Als Mensch hat man eine recht große Verdunstungsfläche, muss aber immer wieder "nachtanken", jedes Blatt eines Baumes verdunstet ein wenig, rechne diese Fläche gegen unser relativ kleines "Hautkleid".

ich denke, dass die Bäume, oder eher die Äste und Blätter Wasser zurückhalten. Wenn ein Baum entfernt wird, kommt nun mehr Regen auf den Boden.

Ein dreifaches Oh, oh, oh dazu!

Und wo geht das Regenwasser hin welches von der Baumkrone davon abgehalten wird, direkt auf die Erde zu fallen? Hält die Baumkrone das Regenwasser in einer Art "Tank" zurück, oder wie? Oder könnte es vielleicht auch sein, dass es... vielleicht... von den Blättern trotzdem aus der Krone ins Erdreich tropft, hm?

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Und wenn es ein großer Baum ist wie eine dicke Eiche dann wachsen dort drunter schlecht andere Pflanzen wegen Licht und Wassermangel.

Ausgerechnet Eichen sind sogenannte "Lichtbaumarten". Das heißt sie wachsen nur da, wo es viel Licht gibt. Da sie selbst offene und lichte Kronen bilden, bleibt auch für andere Bäume und Pflanzen genug Licht. Ein Gegenbeispiel sind Rotbuchen als "Schattenbaumart". Sie kommen mit wesentlich weniger Licht aus und ihre im Alter ausladenden Kronen lassen auch nur noch wenig Licht durch.

Wie ich bereits an anderen Stelle beschrieben habe, speichern Wurzeln von Bäumen im Erdreich Unmengen an Wasser. Dieses ist letztendlich auch für andere Pflanzen verfügbar.

Letzlich geben Laubbäume durch ihren Laubfall im Herbst viele Nährstoffe an den Boden zurück - die Grundvoraussetzung für eine fruchtbare Humusschicht. Dort wo kein Baum steht, fehlen diese regelmäßigen Nährstoffe (z.B. auch wenn man das Laub im Frühjahr einfach entfernt).

Man kann nicht einfach pauschal sagen: Bäume nehmen anderen Pflanzen Licht und Wasser und Nährstoffe weg, denn das wäre schlichtweg falsch. Sie sind nur unterschiedlich an ihre Umgebung angepasst. Ist es irgendwo zu schattig, werden sich keine Eichen ansiedeln; wo es zu trocken ist werden keine Birken wachsen. Sie wachsen dann eben einfach an anderen, für sie günstigeren Standorten.

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@charlysammler

Am mangelnden Licht kann es auf jeden Fall nicht liegen. In der Natur sind Eichenmischwälder sogar bis zu 80% mit einer Kraut und Gehölzschicht in großer Vielfalt am Boden bewachsen. Eichenmischwälder sind in der Regel reich an licht- und wärmebedürftigen Pflanzen. Die in D am weitesten verbreitete Stiel- und Traubeneichen wachsen wie gesagt nur unter günstigen Lichtverhältnissen, brauchen nährstoffreichen Boden. Dass sie dabei anderen Pflanzen die Nährstoffe und das Wasser wegschnappen ist unwahrscheinlich, da sie eine kräftige Pfahlwurzel ausbilden. Eichen holen sich Wasser und Nährstoffe praktisch aus der Tiefe, während die meisten (Kultur)Pflanzen mit ihren Wurzeln nur bis zu 15 - 30 cm ins Erdreich vorstoßen und sich dort ihr "Futter" holen. Sie kommen sich also nicht in die Quere. Selbst bei ungünstigsten Lichtverhältnissen müssten wenigstens Farne o.ä. wachsen.

Mangelndes oder fehlendes Wachstum hat fast immer etwas mit dem Boden zu tun. Eichenlaub verrottet ziemlich langsam, bildet aber bei der Verrottung viel Säure, d.h. verottendes Eichenlaub macht den Boden sauer. Es gibt aber nur wenige Pflanzen, die auf saurem Boden wachsen können (Azaleen, Waldheidelbeere, usw.); alles andere braucht mindestens einen pH-Wert von 6,5 - 7,5 (also neutralen bis leicht basischen Boden). Wer also das Eichenlaub an Ort und Stelle verrotten lässt und dann vielleicht auch noch künstliche Mineraldünger (führen zu Bodenversauerung und Auslaugung) verwendet, der begünstigt die Bildung von sauren Böden und verhindert, dass andere Pflanzen dort Fuß fassen können.

Abhilfe schaffen können da nur regelmäßige Kalkgaben, sofern sie nicht übetrieben werden und es sich um Gartenkalk (kein Lösch- oder Baukalk!) handelt. Kalk hilft außerdem, dass die Eichenblätter schneller verrotten und zu wertvoller Humuserde werden.

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das ist der Grund! weil der Baum Wasser entzieht...

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