Warum leuchten manche Sterne farbig?

4 Antworten

Diese Erscheinung wird auch Szintillation genannt.

Der Begriff leitet sich vom lateinischen scintillare ab, was so viel wie "funkeln" oder "flackern" bedeutet. Die scheinbare, schnelle Veränderung der Helligkeit eines Sterns oder die häufig zu beobachtenden Farbspiele entstehen durch Effekte in der Atmosphäre unseres Planeten. Die vorhandene
Luftunruhe und Dichteunterschiede in unserer Lufthülle führen zu veränderten Brechungseigenschaften des Lichtes.

Gute Teleskope verwenden eine adaptive Optik, die diesen Effekt auszugleichen versucht.

Der Effekt der Szintillation tritt vor allem bei Gestirnen auf, die sich in Horizontnähe befinden. Objekte, wie z.B. der Mond oder die Planeten, erscheinen im Teleskop nicht als winziges Pünktchen, sondern als Fläche, da sie uns viel näher sind als die Sterne, wodurch der Effekt deutlich
aufgehoben wird.

Hallo,

wenn du nachts an den Himmel schaust, dann ist dir sicherlich schon aufgefallen, dass man meistens bläuliche oder rötliche Sterne sieht. Die bläulichen Sterne sind heißer als unsere Sonne während die rötlich leuchtenden Sterne kälter als unsere Sonne sind.

In manchen Nächten kann man sehr schön beobachten, dass die Sterne richtig flimmern. Die Bezeichnung hierfür ist Szintillation. In unserer Atmosphäre gibt es kältere und wärme Luftschichten zwischen denen ein permanenter Austausch stattfindet. Das Licht der Sterne wird dadurch gebrochen.

Wie stark das Flimmern sein kann, hängt von folgenden Faktoren ab:

  • je größer der Unterschied in den Luftschichten ist, desto stärker flimmern Sterne
  • die Höhe von Sternen - in Horizontnähe flackern sie stärker als in Zenitnähe
  • die Helligkeit von Sternen - je heller ein Stern ist, desto stärker flackert er

Sehr schön ist dieses Flackern oft bei dem hellsten Stern des nördlichen Himmels zu sehen - das ist Sirius. Sirius gehört zum Sternbild Großer Hund und ist im Winter zu sehen.

"...
Sehr schön ist dieses Flackern oft bei dem hellsten Stern des nördlichen Himmels zu sehen - das ist Sirius ..."

Gutes Beispiel! Der kann aussehen wie ein blinkendes Juwel.

LG

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Ganz einfach wegen den Spektralklassen (Siehst du im Hertzsprung-Russel-Diagramm https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/46/HR-sparse-de.svg/2000px-HR-sparse-de.svg.png)

Die Spektralklassen geben genau genommen die Temperatur und nicht die Farbe der Sterne an. Jedoch hat jede Temperatur eine eigene Farbe. Deshalb kann man die Farben in Kelvin angeben.

Es ist wie bei geschmolzenem Eisen: Ist das Eisen heiß, ist es schwach lechtend, dunkel braun. Wird es heißer leuchtet es stärker und ist Orange. Wird es noch heißer, ist es schon flüssig. Es leuchtet richtig hell, gelb-orange. Wenn das Eisen richtig richtig heiß ist leuchtet es weiß.

Ist ein Stern kalt (kälter als andere Sterne) leuchtet er schwach in einem rot-braunen Ton (zB Brauner Zwerg). Ist er heißer, wie zum Beispiel die Sonne, leuchtet er gelb und ist beispielsweise ein Roter Riese. Ist er richtig heiß und dementsprechend groß leuchtet er bläulich (zB Blauer Überriese).

--> Sterne leuchten je nach ihrer Temperatur in einem Rot-, Orange-, Gelb-, Weiß- oder Blauton

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