Warum kostet in einem Cafe`ein Cappuccino oder ein Kaffee 2 Euro und teilweise noch mehr.?

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Dann schau doch bitte mal hier:

Kaffeepreis: Wo beginnt die Abzocke?

Nicht erst seit Erhöhung der Mehrwertsteuer sind die Preise für Kaffee, Cappuccino und Café Latte gestiegen: Drei Euro sind inzwischen keine Seltenheit. Was bitte, fragt markt, kostet so viel an einem simplen Kaffeegetränk mit Milch? Ein Preischeck.

Von Uta Angenvoort Der Kaffee selbst bedeckt gerade mal den Boden der Tasse, der Rest ist heiß gemachte Milch und fertig ist der Cappuccino. Das kann doch nicht so teuer sein, denken die meisten Kunden. Oder doch? In unserem Testcafé kostet der Cappuccino 2,30 Euro. Davon muss zunächst die Mehrwertsteuer von 19 Prozent abgezogen werden, denn erst ab da verdient der Gastronom. Bleiben also 1,93 Euro übrig, von denen noch alle Kosten abgezogen werden müssen. Da ist erst mal der Warenwert: Hierzu gehören neben den Kaffeebohnen auch die Milch, der Zucker und der kleine Keks. Der Kaffeepreis hängt von der Qualität und der Sorte ab. Ein gängiger Preis beim Händler liegt zwischen elf und 18 Euro pro Kilo. Aus einem Kilo Kaffee kann man rund 150 Tassen produzieren. Unser Beispielcafé kauft den Kaffee für 14 Euro das Kilo, umgerechnet auf eine Tasse sind das 0,11 Euro Warenwert für den Kaffee. Ein Zuckerbeutel kostet im Einkauf 0,02 Euro und ein Keks je nach Qualität 0,07 Euro. Für die Milch zahlt der Gastronom 0,60 Euro pro Liter. Für einen Cappuccino braucht man 0,1 Liter, was weitere 0,06 Euro ausmacht. Zusammengerechnet ergibt sich also ein Gesamtwarenwert von 0,26 Euro. Bei einer normalen Preiskalkulation macht der Warenwert 30 Prozent aus. Das hieße also, dass unser Cappuccino nicht einmal einen Euro kosten dürfte. Betriebskosten teurer als der Warenwert? „Das sind ja längst nicht alle Kosten“, verteidigt Cafébesitzer Kambis Gesseljay den Preis seines Cappuccinos. „Dazu kommen noch Personal-, Miet- und Stromkosten sowie Ausgaben für das Porzellan.“ Stimmt, die Tasse muss ja schließlich auch gekauft werden. Sie kostet um die fünf Euro und muss nach circa 1.000 Spülvorgängen ersetzt werden. Solche Zahlen sind Erfahrungswerte aus der Gastronomie und feste Größen, mit denen fast alle Cafés kalkulieren. Die Kosten für das Porzellan müssen also mit 0,02 Euro pro Tasse Cappuccino berechnet werden. Kaffee- und Spülmaschine sind in vielen Cafés gemietet, da die Anschaffung sehr teuer ist. Unser Cafébesitzer zahlt dafür 350 Euro im Monat. Geht man von einem durchschnittlichen Verkauf von 200 Tassen am Tag aus, sind das 0,07 Euro pro Tasse. Das Personal schlägt gleich doppelt zu Buche, denn in den meisten Cafés gibt es einen Spüler und einen Kellner. Der Spüler bekommt einen Stundenlohn von zehn Euro und braucht für das ein- und ausräumen von 200 Tassen über zwei Stunden. Umgerechnet auf eine Tasse müssen weitere 0,10 Euro fürs Spülen abgezogen werden. Der Kellner bekommt 15 Euro die Stunde und braucht alleine zwei Stunden, um 200 Tassen Cappuccino zu produzieren, denn der ist durch den Milchschaum das aufwendigste aller Kaffeegetränke. Servieren und abräumen dauert noch mal so lange, das macht 0,30 Euro pro Tasse aus. Dazu kommen noch Ladenmiete und Stromkosten mit weiteren 0,10 Euro. Die Betriebskosten belaufen sich dann auf insgesamt 0,59 Euro. Addiert man sie zu dem Warenwert dazu, belaufen sich die Herstellungskosten auf 0,85 Euro. Zieht man diese und die Mehrwertsteuer vom Ausgangspreis von 2,30 Euro ab, bleibt eine Gewinnspanne von 1,08 Euro. Wo beginnt die Abzocke? Ganz schön üppig! Aber gerechterweise muss man sagen, dass hier noch nicht die Kosten für die Einrichtung eingeflossen sind. Der Gast will ja schließlich auch auf einem Stuhl am Tisch sitzen, um sich wohlzufühlen. Und natürlich variieren die Ladenmieten je nach Lage enorm, sodass je nach Café die Herstellungskosten noch ein paar Cent teurer sein können. Dennoch sagt Kambis Gesseljay als Cafébesitzer: „Ein Cappuccino darf nicht mehr als 2,50 Euro kosten, alles darüber ist Abzocke!“ Und da es keine gesetzlich festgeschriebenen Gewinnspannen gibt, orientiert sich der Preis am Markt. „Wenn also ein Kaffeeanbieter einen hohen Preis durchsetzen kann, weil er eine tolle Lage hat, dann kann er das machen“, bestätigt Brigitte Rittmann-Bauer von der Verbraucherberatung. Fazit: Alles über einen Euro ist Gewinnspanne des Gastronomen - oder persönliche Spaßzulage für den Kunden. Letztendlich entscheidet der Verbraucher selbst, wie viel ihm der Spaß wert ist.

Du solltest bitte noch die Quelle angeben!

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@soust

Quelle; Infos rund um Kaffee Deutscher Kaffeeverband e. V.

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@Biggi2000

Da tut man halt was für die Rechtfertigung der Preise.

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Für den Spüler 10 und den Kellner 15 € Stundenlohn. Wo leben die denn? In Kaffeeland?

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@wim50

Wie blöd kann man sein,-das ist die kalkulatorischen Lohnkosten.--Da bleiben dem Arbeiter ca. 4,50 E Netto von.-- Ich wollte doch nicht das Rechnungswesen aufdröseln.-- An alle Blöden!--geht zur VHS oder kauft euch n Buch,-z.B. "Schmolke-Deitermann" o.ä.

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du musst halt auch stromkosten wasserlosten und lles mit einrechnen spüli usw alles kostet geld dadurch kom sie halt auf die preise und je größer die nachfrage um so gerringer der preis wür ich mal behaubten

Weil Du nicht nur die Energie und das Getränkepulver bezahlst, sondern natürlich auch das Gehalt der Angestellten, die Pacht / Miete, Versicherung, Steuer usw.

Wie sonst soll ein Café existieren können + seine Angestellten bezahlen, wenn es kein Plus macht?

Was glaubst Du, warum in einem Restaurant ein aufgetautes Stück Fisch mit Gemüse aus der Dose und Fertigsauce 10 Euro kostet, obwohl man es daheim viel besser und günstiger machen kann?

Na, bedenke doch bitte, dass sie Dir im Café einen Platz mit Tisch bereithalten müssen, Dich bedienen und sauberes Geschirr auftragen müssen. Außerdem müssen die elektrischen Geräte dauernd in Betrieb sein, um die Getränke schnell zubereiten zu können. Das alles kostet. Von Licht, Strom, Heizung, Miete usw. usf. gar nicht zu sprechen....

  1. Einkaufskosten

  2. Betriebskosten des Cafés

  3. Mietkosten des Ladenlokals

  4. Gehälter der Angestellten

  5. Etwas Gewinn sollte auch noch übrigbleiben

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