Warum ist die Lieferzeit von Möbeln eigentlich immer so hoch (8 bis 10 Wochen)? Gibt es kein Lager?

4 Antworten

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vereinfacht dargestellt kannst du dir den generellen absatzmarkt für möbel in 2 segmente unterteilt vorstellen:

  1. "standart-käufer": die "breite masse", welche sich mit "standart-artikeln", die für den großteil der massen-bedürfnisse hergestellt werden - ausreichend auf vorrat produziert- zufrieden geben. diese sind meist auf lager/kurzfristig zu beziehen (was, durch geringe produktionskosten in verbindung mit sicherer verkaufswahrscheinlichkeit, ein geringes "absatzrisko" birgt)

  2. "premium-käufer": individualisten/ menschen mit höherem anspruch, welche hinsichtlich der qualität und/oder ihrer bedürfnissbefriedigung ein produkt als individuelle maßanfertigung bevorzugen. diese höherwertigen produkte oder sonderanfertigungen werden nur in geringen mengen bzw. erst auf wunsch vor-/gefertigt.

da soein produzent nur selten "däumchendrehend" rumzitz und wartet bis endlich ein auftrag reinkommt, den er dann ausschlieslich und sofort bearbeiten kann, entsteht- je nach auslastung- halt eine entsprechende auslieferungsdauer.


unabhängig davon werden bei vielen geschäften, für den endkunden billige produkte, in "kooperations-verbänden" eingekauft...hierfür muss meist ein gewissens gesamtvolumen erreicht werden bevor die nächste bestellung rausgeht. nur durch den "großmengen-einkauf" können entsprechende konditionen angeboten werden. (bei einer aktuell geringen nachfrage dauert es daher eben länger bis der lieferant bedient! und bis die waren z.b. aus fernost auf dem seeweg zu uns gekommen sind dauert es zusätzlich auch nochmal eine weile!)

hoffe das ist einigermaßen verständlich erklärt!? ;)

Vielen Dank. Das erscheint mir logisch und deckt sich mit anderen Aussagen die ich schon gehört habe, aber noch nicht so recht glauben konnte. Jetzt schon.

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Bei Produkten z.B. aus China kann es unter Umständen Lieferzeiten von 16 Wochen geben.

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weil so was nicht auf lager steht bzw von der stange ist, außerdem bist du nicht der einzige kunde bei der herstellerfirma

Stell dir einmal vor,dass ein Polstermöbelmodell mit ca. 25 bis 30 verschiedenen Einzelteilen und ebensovielen oder noch mehr Leder- und Stoffbezügen angeboten wird. Wie soll der Möbelhändler oder auch der Hersteller da eine Lagerhaltung bewerkstelligen?

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