warum ist die erklärung von Eichmann durch Kant fehlerhaft?

4 Antworten

Wenn Eichmann sagt, "„Zur Norm habe ich die kantsche Forderung erhoben, und zwar schon sehr lange. Nach dieser Forderung habe ich mein Leben ausgerichtet, und ich habe hier auch nicht Halt gemacht in meinen Apostrophierungen vor meinen eigenen Söhnen, wenn ich die Erkenntnis hatte, dass sie sich gehen ließen. Bei Faulheit, Desinteressement an ihrer Weiterbildung habe ich sie ebenfalls mit geharnischten Worten zur Räson zu bringen versucht. [...]" dann ist das blanker Zynismus.

Denn der Kantsche Imperativ lautet in einer hier anwendbaren Formulierung: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde. “ Wie kann jemand wollen, dass ein industriell organisierter Massenmord zu einem allgemeinen Gesetz wird? Der Sinn des Kantchen Imperativs ist, Menschlichkeit zum allgemeinen Maßstab zu machen, nicht die pure Unmenschlichkeit. Kants Philosophie läuft auf verantwortliches Denken hinaus, nicht auf abgerichtete, gehorsame Nicht-Denker. Eichmanns Moral passt in ein Wolfrudel wie in eine Gangsterbande, nicht unter moralisch verantwortliche Menschen. Herr Eichmann verwechselt Kants Pflichtbegriff der freien Verfolgung der Notwendigkeit der Vernunft (in deren Zentrum die Menschlichkeit steht) mit Kadavergehorsam.

Wende doch einfach die Kategorien von Kant an um zu sehen, daß er Unsinn erzählt! Die Bezeichnung "Jude" betrifft einige. Diese wiederum sind alle Menschen. Wenn du Rosenberg liest sollte klar sein, das die Nazis Juden nicht als Menschen ansahen. Das ist die Lüge. Du mußt tiefer anpacken. So hätte er sich Menschen gegenüber im Allegmeinen so verhalten müssen wie es der behandlung eines jeden Menschen als Gesetz entspräche. Das hat er nicht getan. Er war ein Verbrecher an der Menschheit. Wenn du Menschen mit irgendeiner Begründung umbringst wäre die logische Konsequenz alle umzubringen - und darauf lief es ja auch hinaus. Und darauf läuft es immer hinaus, wenn Forderungen nach Tötungen kommen.

Wikipedia sagt:

Mit seinem kritischen Denkansatz (Sapere aude – Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!) ist Kant der wohl wichtigste Denker der deutschen Aufklärung.

Kant selbst sagt:

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Anleitung eines anderen zu bedienen. Selbst verschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude [wage es verständig zu sein]! Habe Muth, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.“

– Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?: Berlinische Monatsschrift, 1784,2, S. 481–494 ####

Somit beweisst Eichmann durch sein unreflektiertes unaussprechliches Verhalten drastisch, dass er die Kant'sche Philosophie nicht durchdrungen haben kann.

Meine Meinung, kann falsch sein ;-)

Ist es nach Kant (dem kategorischen Imperativ) erlaubt, Embryos als Ersatzteillager zu benutzen?

Hallo,

ich beschäftige mich in letzter Zeit mit Kants Ethik und bin soweit, dass ich den kategorischen Imperativ fast verstehe. Nun hätte ich ein Beispiel dazu, doch kann sie selbst nicht richtig beantworten. Würde mich Antworten freuen.

Vielen Dank schonmal im voraus.:)

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Guten Abend,

ich habe eine Frage zu Kants Moralphilosophie.

Wenn ich das richtig verstanden habe, dann hat moralisches Handeln 3 Vorraussetzungen:

1.)Guter Wille

2.) Freier Wille

3.Kategorischer Imperativ

Meine Frage bezieht sich nun auf die erste Voraussetzung, den guten Willen.

Er setzt voraus, dass die Handlung alleine aus Pflicht ausgeführt wird, nicht aber aufgrund von Trieben.

Nun verstehe ich aber nicht, was Kant genau mit Pflicht meint:

Kant definiert es selbst so:

"„Pflicht ist die Nothwendigkeit einer Handlung aus Achtung fürs Gesetz."

Daraus folgere ich, dass eine Handlung nur dann einen guten Willen enthält, wenn sie ohne Rücksicht auf Neigungen allein deshalb ausgeführt wird, weil das moralische Gesetz es so vorschreibt.

Nun zu meiner Frage:

Wenn der Mensch A noch keine anderen moralischen Gesetze kennt, dann eine Handlung vornimmt und sich fragt, ob diese Handlung moralisch war, dann ist der erste Punkt, der gute Wille, also das Handeln aus Pflicht.

Wenn aber keine anderen moralischen Gesetze existieren, wie kann der Mensch dann aus Pflicht zur Einhaltung dieser handeln?

Ich hoffe, ihr versteht was ich meine ..........

Liebe Grüße

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