Warum haben Starfighter vorne so eine lange Spitze dran?

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3 Antworten

Hi,

also das ist nicht direkt eine Antenne. Zuerst mal meinst du das auf dem Foto weiß lackierte Teil oder die lange Spitze vorne dran?

Die Spitze vorne ist das sogenannte Pitotrohr, nötig zur Ermittlung einiger flugrelevanten Daten wie zum Beispiel Fluggeschwindigkeit....

Das andere, weiß lackierte, ist nur eine Beplankungsverkleidung. Aus aerodynamischen Gründen ist dieses Teil so lang und dünn konzipiert. Unter dieser Verkleidung befindet sich lediglich das Radarsystem und einige Kabel und Leitungen nach vorne ins Pitotrohr.

Ich wurde auf dem Starfighter als Fluggerätmechaniker ausgebildet, denke du kannst meiner Antwort glauben schenken ;)

Lg

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Der weiß lackierte Teil der "Nase" ist das sogenannte "Radom", unter dem sich u.a. Radargerät und Teile der Bordavionik verbergen. Das Radom ist deswegen als Konus geformt, damit es möglichst windschnittig ist und die Strömung besser auf den Flugzeugrumpf übergeht.

Wie es unter dem Radom aussieht, siehst du hier: http://www.arnes-modellbauseite.de/modelle/F104C_2/10.jpg

Die lange "Nadel" auf Nase ist Bestandteil des Stau/Statik Systems. Das müsstest du als Hobbyflieger eigentlich kennen, denn über Bauteile wie Static Ports und Pitot Tube werden durch die verschiedenen Drücke [P(gesamt), P(statisch) und P(dynamisch] die Werte für das Variometer, das Altimeter und den Airspeed Indicator ermittelt. Dies geschieht beim Starfighter (zumindest bei den Ur-Versionen) noch direkt im Instrument bzw. über Druck- oder Aneroiddosen, die sich entsprechend dem variierenden Luftdruck verändern und dies auf dem Instrument zur Anzeige bringen.

Das Pitot Rohr ist deswegen vorne auf dieser langen "Nadel" angebracht, weil für die Ermittlung der Instrumentenwerte eine ungestörte Strömung benötigt wird. Daher müssen die unterschiedlichen Luftdrücke an Stellen gemessen werden, die möglichst nicht von Strömungen am Flugzeug beeinflusst werden. Und dafür hat man eben diesen Punkt an der Nase des Flugzeuges gewählt, weil an diesem Punkt die natürlichsten Werte herrschen und diese noch nicht durch Wirbel oder ähnliches verfälscht werden.

Ein noch besseres Beispiel dafür ist z.B. die MiG 21. Die hat ein noch längeres Pitot Rohr auf der Nase, weil sich in der Front bereits der Einlasskanal für das Triebwerk befindet.

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Das ist eine Antenne und Bestandteil des Radarsystems, das in der Spitze (auf dem Foto weiß lackiert) eingebaut ist.

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