Warum grüßen sich Motorradfahrer?

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Motorradfahrer, also alle mit RICHTIGEN Motorrädern. Sind für sich ja ein besonderer "Typ". Man teilt ein und die selbe Leidenschaft. Ein Freizeitvergnügen, Hobby, welches nicht nur der bloßen Mobilität dient. Als Motorradfahrer gehört man vielleicht eher zu den mutigen und Freiheitsliebenden Menschen. Mann könnte also sagen: Biker kennen sich untereinander ein wenig, alleine WEIL sie Motorrad fahren. Roller- und Mofafahrer werden hier ausgeschlossen, weil man ihnen nachsagt, sie nutzen ihr Zweirad aus reinen Mobilitätsgründen. Außerdem liegt es auf der Hand, dass bei einem 50km/h Roller kein echtes Fahrgefühl auftritt. Ebenso ist die Sitzposition und das Stil-Image von Rollerfahrern unter den Motorradfahrer ein wenig verachtet. Rollerfahrer gehören also zu einer Trendgruppe, die mit dem Motorradfahren bis auf die 2 Räder nicht besonders viel gemeinsam hat.

Generell sollten sich alle Biker grüßen. Praktisch gibt es aber Gruppen z.B. konservative Chopper Fahrer, die der Meinung sind, dass das "Cruisen" auf einem Chopper und das "Rasen" auf einer Sportlichen Maschine (Supersportler umgs. "Joghurtbecher") grundverschiedene Dinge sind. Sie sehen sich als Teil einer Untergruppe und halten das gruppenübergreifende Grüßen für unangemessen.

Ich z.B. grüße auch Mokick und 125er Fahrer, weil sie sich offensichtlich lieber zu den Motorradfahrern zählen als zu den Rollerfahrern.

ich fahre schon eine Weile Motorrad und muß auch feststellen, dass hier "selektiv" gegrüßt wird, d.h. manche Rennsemmeln grüßen nicht (vielleicht auch weil sie gerade in einem Überholvorgang mit 230 in einer 70er Zone sind :-) manche Chopper nur Chopper etc... Grundsätzlich wird gegrüßt weil man zu einer "Gruppe" gehört bzw. gehören möchte, der Ursprung liegt wohl in den 50ern, 60ern als viele auf Autos umstiegen....... was ich aber wirklich lustig finde : ein Biker grüßt mich aber wenn wir 5 Minuten später am gleichen Kiosk, in der Tankstelle oder an der Ampel stehen, dann schaut er gehemmt auf den Boden oder geradeaus, genau aus dem Grund ist das eine Art Doppelmoral, solange ich fahre, tue ich so als wäre ich mit allen verbunden und sobald ich die Begegnung Auge in Auge habe, vermeide ich den Kontakt. Ich werde dennoch weiter grüßen, es gibt viele nette Biker, mit denen man auch ein bissel Smalltalk machen kann und die Hilfsbereitschaft ist wohl bei den meisten vorhanden, d.h. wenn ein Motorradfahrer am Straßenrand winkt, wird der nächste anhalten, das ist bei den Autos leider nicht so. Keep on rolling !

Weils einfach Spaß macht und wir Motorradfahrer ja eine kleine Verkehrsgemeinde für sich sind. ^^ Beim Motorradfahren ist es egal was man für eine Maschine fährt, man grüßt und wird zurückgegrüßt. : ) Wenn sich alle Autofahrer gegenseitig grüßen würden wäre man ja ständig nur am winken. Da man als Motorradfahrer aber einer kleineren Gemeinschaft angehört von der man nur ab und zu mal einen oder mehrere sieht, dann wird die Hand gehoben. Richtig geiil find ichs natürlich wenn 20 andere Bikes von vorne kommen! =)

Das Gegrüße gibt den Bikern das Gefühl, einer Art Freiheit-und-Abenteuer-Outlaw-Geheimclub anzugehören. Die meisten grüßen auch nur diejenigen, die in ihr Coolness-Schema passen (Roller und Mopeds sind absolut uncool und motorisierte Wohnzimmer auch).

Das Grüßen hat seinen Ursprung in den 70er Jahren, als es kaum noch Motorräder gab. Da freute man sich einfach, einen anderen Motorradfahrer zu sehen. Es war auch selbstverständlich einem anderen Motorradfahrer zu helfen, wenn er am Straßenrand stand. Damals konnte das auch jeder, denn alle Motorradfahrer schraubten an ihrem Maschinen selber.

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