Warum fällt es vielen Menschen so unglaublich schwer ihren Horizont zu erweitern und über ihren Tellerrand hinaus zu schauen?

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Ich denke gar nicht mal, dass es eine Sache des "Schwerfallens" ist, was diese Menschen hindert,

m.E. nach sind es fehlendes Interesse, Mangel an gesunder Neugier , Alltagsträgheit, allgemeine Wohlstandsübersättigung u.ä. sowie usw.usf.

Das kann keiner ändern.Menschen können sich nur selbst ändern, wenn sie es selber wollen..... Das einzige, was man machen kann,ist, seine Kinder versuchen zu lehren, sich eine gewisse kindl. Neugier beizubehalten.

Danke für's Sternchen.

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Da hast du Recht. Wie soll man das am besten ausdrücken?

Einige Menschen sind einfach sturr. Es geht nicht darum, dass sie ihren Horizont erweitern oder ihre Meinung vertreten, Informationen zugewinnen oder für ihr Leben lernen - Es geht in erster Linie darum Recht zu haben. Und zwar ganz stark ausgeprägt: Egal wie schlecht ihr Argument zu halten ist, egal wie verbittert und verzweifelt es rüberkommt, egal in was für ein Zwickmühle man sich spielt - Ihre Meinung ist die einzig richtige.

Und das weitet sich aus - Gleichdenkende bestätigen nicht nur ihre Ansichtsweise für die Person sondern auch noch ihr Ego. Dadurch steigt das Selbstbewusstsein und es wird weiter und weiter auf eine vernünftige Argumentation verzichtet.

Einige Menschen wollen wichtig sein, sich in den Mittelpunkt drängen oder sich von allen bestätigt fühlen - Sie erfinden Geschichten, Verschwörungstheorien und Anhängerschaften um besser darzustehen. Im Endeffekt geht es aber wieder darauf hin Recht zu haben und bestätigt zu sein.

Ein gutes Beispiel ist hier meine Familie. Circa 90% fühlt sich in ihren Ansichten überaus bestätigt und akzeptieren es als einzige Ansicht. Kinder werden danach erzogen, andere werden diskriminiert und es wird nicht hinterfragt. Wenn ich in eine Argumentation gelange und auch doch so überlegen bin und ständig Dinge widerlege, wird die Meinung der Person nicht verändert. Wenn ich unterlegen bin akzeptiere ich es und passe meine Gedanken an, ich kann nicht immer Recht haben, das kann keiner.

Ich steh sehr zum wissenschaftlichen, da es faktisch ist, nachprüfbar ist und nachvollziehbar. Ich war sogar mal in einem Argument, wo jemand behauptet hatte dass Schwule eine psyschiche Krankheit besitzen.. Was natürlich völliger Quatsch ist. So Dinge zu sagen ist einfach  nicht haltbar aber es gibt nur die eine richtige Lösung: Ihre.

Das ist auch ein großes Problem bei vielen streng religiösen, denn die anderen liegen alle falsch, nur ihr Weg ist der richtige.

Ich sage immer dass es verschiedene Wege zum gleichen Ziel gibt. Und jeder kann seinen eigenen ebnen.

Das gilt aber nicht für jeden. Speziell wenn man in das Erwachsenenalter eingetreten ist hält man sich oft für reif genug und intellektuell überlegen - Auch jüngere können Recht haben.

Langer Text kurzer Sinn, die meisten können über den Tellerrand hinausblicken, wollen es aber nicht, da sie sich dann nicht bestätigt fühlen.

Das ist aufjedenfall was ich mitbekomme. Es gilt natürlich nicht für alle, ich hab auch mit vielen gesprochen die sich gerne anpassen wollen. Aber das negative bleibt länger im Gedächtnis.

vielen Menschen unglaublich schwer zu fallen scheint, ihren Horizont, also ihre Denkweise zu erweitern und so über ihren Tellerrand hinaus zu schauen

Ganz einfach: Weil sie es nicht anders kennen.

Aber selbst Wissenschaftler neigen dazu, sich in ihren eigenen Horizont gefangen zu halten und sich eben nicht weiter zu entwickeln.

Bezogen auf die Astronomie ist das Logisch. Wissenschaftler können Regeln oder Formeln aufstellen, wann etwas passiert etc.

Warum sich aber z. B. die Natur so verhält, kann nicht erforscht werden.


Meiner Meinung nach folgend ein sehr gutes Video, warum wir uns Sachen nicht vorstellen können oder nicht über den Tellerrand hinaus schauen können.

Im folgenden Video geht es um unbekannte Dimensionen. 

Im Grunde geht es um einen einen Wissenschaftler, der in einer zweidimensionalen Welt lebt und eines Tages einen Kreis entdeckt der immer wieder verschwindet. Wir in der dritten Dimension wissen warum der Kreis erscheint und wollen es erklären, der Wissenschaftler kann sich aber unsere Erklärung nicht vorstellen, weil er die dritte Dimension nicht kennt.

https://youtube.com/watch?v=xnJPy-lsZKQ

Super Video , das sagt einiges aus . 

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Hey :)

Manchmal will man Dinge nicht wissen, weil man sie tief im inneren schon weiß, doch keine Ahnung hat, wie man damit umgehen soll...

Das soll heißen, die meisten Menschen haben sich bereits ihre eigene kleine Welt aufgebaut, die konservativen, die mitläufer oder die offenen Menschen.

Es ist für alle viel einfacher, das Leben einfach so weiter zu führen, wie sie es kennen. Ich würde das eher als Angst vom Neuen bezeichnen, als Desinteresse!

Denn im Enddeffekt, ist es doch zum Beispiel für die konservativen Menschen viel "einfacher" so zu leben wie bisher, nach Regeln und den Glauben...

Naja, ich bin eine Person, die gerne über den Tellerrand schaut, dafür aber immer wieder einen auf dem Deckel von "anderen" Menschen bekommt.

Ich sei komisch, weshalb mich sovieles interessiert und ich sei "anders" da ich meist eine komplett andere Einstellung vom Leben etc. habe!

Wir alle Leben unter einen Sternenhimmel, doch nicht alle haben den gleichen Horizont :)

Lg sole03

Es ist die Angst den Verstand zu verlieren. Die Angst unendlich weiter zu denken und keinen Rahmen mehr zu haben. Grenzen und Rahmen geben den Menschen Sicherheit. Bestimmte Normen und Regeln schweißen sie zu Gesellschaften zusammen. Ohne sie können wir nicht leben. Und auch in unserem Denken gibt es Grenzen, die wir oft nicht zu überschreiten wagen aus Angst die Kontrolle zu verlieren oder zu merken, dass es mehr gibt als Arbeit - Essen - Schlaf. 

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