Vorteile und Nachteile von Wechselstrom und Gleichstrom

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wechselstrom lässt sich in einem Generator recht einfach erzeugen, da ein Sinusförmiger Verlauf die natürliche Folge einer Kreisbewegung ist. Außerdem ist es sehr einfach, Wechselstrom hoch- und runterzutransformieren. Je geringer nämlich die Stromstärke beim Transport ist (und je höher damit die Spannung), desto geringer sind die Verluste (Entropieerzeugung). Ein Nachteil von Wechselstrom ist, dass viele Geräte Gleichstrom benötigen, daher muss ein entsprechender Gleichrichter im Gerät eingebaut sein (Computernetzteil zum Beispiel). Ein weiterer Nachteil (jedenfalls bei der Energiepolitik unserer herrschenden politischen Klasse) ist die Tatsache, dass man Wechselstrom nicht über tausende Kilometer übertragen kann (zum Beispiel aus der Sahara), hierfür muss man die sogenannte Hochspannungsgleichstromübertragung HGÜ benutzen. Näheres kannst du bei wiki oder sonstwo nachlesen.


2

Um es möglichst einfach zu formulieren:Wechselstrom, oder besser gesagt Drehstrom lässt sich einfach und preiswert aus rotierender Energie erzeugen, transformieren, weiterleiten, verteilen und beim Verbraucher mit preiswerten Geräten nutzen.

Drehstrom hat aber auch den Nachteil, dass durch Phasenfehler Blindleistung zu übertragen ist und die kapazitive Wirkung der Freileitung Grenzen für die Übertragung über große Entfernungen setzt.

Bei Spannungen über 1000kV kommt zusätzlich das Problem der Koronaentladung als weitere Verlustquelle hinzu.

Der wirtschaftlich sinnvolle Transportweg für eine gängige 380kV Leitung ist auf rund 400km begrenzt. Die längsten Leitungslängen liegen bei 800 bis 900kM in Brasilien, Indien und China für 500kV bzw. 600kV Netzte.

Wechsel- bzw. Drehstrom hat außerdem den Nachteil, dass er (im nennenswerten Umfang) nicht gespeichert werden kann.

Wer sich ein wissenschaftlich fundiertes Bild über die Freileitungsübertragung machen möchte kann sich hier schlau machen:

http://www.htee.tu-bs.de/studium/vorlesung/energietechnik/VorlesungBcGENTSS2009Teil2-2_Hochspannungs-Dre.pdf

Gleichstrom hat den Vorteil, dass man ihn abgepackt in Batterien kaufen kann und in Akkus speichern kann, allerdings für sehr kleine Leistungen und eignet sich so ideal für alle beweglichen Kleingeräte.

Gleichstrom hat den Nachteil, dass er in großen Mengen nicht direkt erzeugt werden kann, nicht transformiert werden kann und außerdem keine preiswerten Antriebe für größere Leistungen verfügbar sind.

Gleichstrom hat aber wieder einen wesentlichen Vorteil beim Transport über tausende Kilometer, weil keine Blindleistung anfällt.

Der Spagat zwischen der leicht erzeugbaren Drehstromenergie und der Gleichstromübertragung wird mit gigantischen kaskadierten 12 Puls Umrichtern bewerkstelligt, die riesige Hallen füllen. Bei ABB und Siemens kann man zum Thema „HVDC Classic Stromrichter“ imposante Bilder realisierter Anlagen finden.

Über die 800-kV Gleichstromverbindung zwischen Xiangjiaba und Shanghai können 6.400 MW über eine Entfernung von mehr als 2.000 km transportiert werden. Der Wirkungsgrad der Leitung liegt bei stattlichen 93 Prozent. Als Faustregel gilt: Pro 1.000 Kilometern Länge geht bei der Spannungsebene nur etwa 3 Prozent verloren.

Gleichstrom läuft wie der Name sagt in eine Richtung... aber irgendwann werden die Leitungen zu langsam und die Leistung lässt nach.

Wechselstrom wird in mehreren Abschnitten aufgeteilt und lassen den Strom sozusagen durch den Abschnitt rotieren. Somit ist die Energieversorgung bis zum hintersten Zipfel der Stromleitung gleich gross.

suuper vielen dank für die Info

0
@polle1791

Lass dich nicht veralbern. Diese Antwort ist vollkommener Schwachsinn.

1

Diese Antwort ist technischer Schwachsinn, der (fast) nicht mehr steigerungsfähig ist.

1
@Sorbas48

@ Sorbas48, ja mir kommt es manchmal so vor das einer ne blöde Frage stellt und sein Freund ihm ein DH gibt? Andere im Backen bewandert, erteilen Tipps in Technik/Elektronik... Macht echt kein Spaß mehr... Österreich ist ja so peep

0