Vater sagt ich bin zu fett.

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Nun, ich kenne das auch. Meine Eltern sind getrennt und ich lebe bei meiner Mutter mit meinen zwei Brüdern. Ich bin 1,76 cm groß und wiege zurzeit zwischen 61 kg und 62 kg, mein Idealgewicht ist 58 kg. Mein Vater hat damals immer meiner Mutter gesagt, sie solle dafür sorgen, dass ich abnehme... meine Brüder waren auch nicht die dünnsten Kinder, aber er fand sie auch etwas zu dick und hat meiner Mutter die Schuld gegeben und meinte, es würde an dem Essen liegen, das sie kocht. Ich war, als ich ungefähr in der 5. oder 6. Klasse war, mit ihm am See... wir sind damals sogar jedes zweite Wochenende zu meinem Vater gefahren, aber als er mich dann im Badeanzug gesehen hat und er meiner Mutter gesagt hatte, bei mir würde alles aus dem Badeanzug quillen (die kleinen Fettpölsterchen unter den Armen) und sie solle mir abends nur einen Gemüseteller hinstellen, wollte ich gar nicht mehr zu ihm. Ich bin immer seltener gefahren und habe mich am Wochenende immer mit Freunden getroffen, um nicht hinfahren zu müssen... und wenn ich dann doch bei ihm war, hab ich ausreden gesucht oder habe gesagt, ich hätte keine Lust oder meine Tage... Ich habe ihm sogar irgendwann einmal gesagt, als er mich gefragt hatte, ob ich mit zum See möchte, dass er mich doch eh zu dick finde. Er hat mich gefragt, ob ich mit ihm darüber reden wolle, aber ich wollte es nicht und habe mich in meinem Zimmer verkrochen. Immer häufiger, als wir hingefahren sind, hat er mich immer erst gefragt, ob ich wieder zugenommen hätte und meinte, man würde es sogar an meinem Gesicht sehen... Er sagte das sogar zu mir, als ich noch zur Grundschule ging... Er hatte nur eine Zeit lang nach dem Vorfall am See damit angefangen, fettarme Produkte zu kaufen und mir immer Kommentare zu meinem Portionen gergeben. Ich habe mich dann einfach nur für meinen Körper geschämt und habe dann auch mit dem Schwimmen aufgehört, ich war damals nämlich in einem Verein. Ich ging auch immer seltener ins Freibad und habe auch nie einen Bikini getragen, weil mir der Vorfall am See nicht mehr aus dem Kopf ging. Seine andauernden Kommentare machten das immer schlimmer... ich habe mich sogar in der Schule geschämt, wenn wir Sport oder Schwimmen hatten. Schwimmen hatten wir Gott sei Dank nur bis zum 6. Schuljahr. Ich habe aber auch immer weniger im Sportunterricht mitgemacht und habe oft nur rumgestanden, weil ich mich immer zu dick fühlte und meine Sportnote wurde dadurch nur noch schlechter... damals hat mir Sport sonst immer Spaß gemacht und ich habe mir sonst nie Gedanken über meinen Körper gemacht, aber seit dem habe ich mich dann sogar nachmittags nicht mehr mit Freunden getroffen oder bin in der Stadt herumgelaufen, weil ich alle immer dünner fand... dabei war ich gar nicht dick, ich war eigentlich normal. Klar, ich hatte keinen flachen Bauch oder einen Sixpack, ich hatte nur einen kleinen Bauch und meine Beine waren eigentlich ganz normal, sie waren halt nur keine Storchbeine, wir andere sie hatten. In meinem Freundeskreis bin ich sogar eine der etwas dünneren, aber es gibt natürlich noch die, die überhaupt nichts auf den Hüften haben. Ich habe damals auch immer Kleidung getragen, die etwas weiter war, und habe mir immer gewünscht, mich modisch zu kleiden, aber ich fand mich immer zu dick dafür... ich wurde dann sogar wegen meiner Kleidung gehänselt, weil ich mich nicht so wie die anderen gekleidet hatte... Ich habe damals sogar immer etwas weniger gegessen, als ich es sonst getan habe und habe erstmals 3 kg abgenommen. Ich war so froh darüber und habe mich so darauf gefreut, meinem Vater so zu begegnen. Nur dann meinte er wieder, als er mich gesehen hat, ob ich mal wieder zugenommen hätte... ich habe mich so mies gefühlt und habe nachts sogar deswegen geweint, manchmal wollte ich auch gar nicht in die Schule, weil mir schon bei dem Gedanken schlecht wurde, dass mich andere angucken und zu dick finden. Ich habe manchmal sogar krank gespielt, um zu Hause bleiben zu können... Mein Selbstbewusstsein wurde immer schwächer, ich hörte immer mehr Leute über mich lästern, was mir auch anfangs gar nicht auffiel und wenn ich mal etwas hörte, fand ich es total egal. Es ging ins eine Ohre rein und ins andere einfach wieder raus. Nur dann habe ich es mir immer mehr zu Herzen genommen und habe sogar fast jede Nacht geweint... Als ich eine längere Zeit nicht mehr bei meinem Vater war, ging es mir eigentlich wieder etwas besser. Ich habe nicht mehr so oft geweint, ich habe nicht mehr so oft hingehört, wenn andere über mich geredet haben, auch wenn es mich manchmal innerlich richtig aufgeregt hatte und habe wieder etwas mehr Zeit mit Freunden verbracht. Ich habe irgendwann im Internet nach Diäten und Workouts geguckt, weil ich wusste, dass ich zu dieser Zeit wirklich überhaupt keinen Sport gemacht hatte. Als es mir schlecht ging, hab ich mal eine Zeit lang abends nur eine Scheibe Toast gegessen, aber damit habe ich Gott sei Dank früh aufgehört. Ich habe auch die Workouts nur für zwei bis drei Wochen gemacht und habe mir eine App heruntergeladen, in der ich festhalten konnte, was ich alles gegessen hatte. Ich bin dem Kalorienbedarf gefolgt und habe sogar mehr gegessen, als ich ich es eigentlich getan habe und hab die Süßigkeiten weggelassen. Dadurch habe ich sogar abgenommen. Mein Vater hat mir damals immer gesagt, ich solle nicht so viele Süßigkeiten essen, obwohl ich nur bei meiner Oma, die unter ihm wohnt, etwas Schokolade gegessen habe. Sonst aß ich ab und zu mal Chips, wenn ich bei meiner Mutter einen Film geguckt habe, aber das waren wirklich nicht viele Süßigkeiten. Mein Vater hat mir auch oft gesagt, dass er immer viel abnimmt, weil er weniger isst, aber ich wusste ganz genau, dass das wieder mal auf mein Gewicht bezogen war. Mein Burder war etwas dicker als ich und er hat auch abgenommen, nur fragt mein Vater jedes Mal meinen Bruder, wenn wir bei ihm sind, ob er abgenommen hätte und guckt daraufhin immer mich und meinen Bauch an, obwohl ich gar nicht so dick bin... Damals habe ich so 66 kg bis 67 kg gewogen und habe insgesamt 5 kg abgenommen, dabei habe ich nicht einmal viel gemacht. Ich habe erst letztens wieder mehr Kontakt mit einer Grundschulfreundin aufgenommen und gehe ab nächste Woche zur Jugendfeuerwehr. Sie ist dort nämlich auch drin und hat mir viel Gutes darüber erzählt. Ich bin seit dieser Woche in der 10. Klasse und mittlerweile ist mir mein Gewicht egal, ich möchte nur etwas mehr Sport machen, da ich ja nicht einfach nur im Bett rumliegen kann, wie ich es damals immer getan habe. Ich muss aber wirklich sagen, dass ich wegen meinem Vater kein starkes Selbstbewusstsein mehr habe und mich deswegen schnell verletzt fühle. Ich gälte in meiner Klasse als Streber, da ich gute Noten schreibe. Die coolen Schüler sind die dünnen, die rauchen, jeden Nachmittag Alkohol trinken und die Schulnoten egal finden... Mit denen will ich sowieso nichts zu tun haben und meine Freunde stehen ja hinter mir. ^^

Jetzt habe ich so viel über mich erzählt, also kommen wir zu dir ;)

Du solltest auf jeden Fall mit deinem Vater darüber reden, ich hätte es auch tun sollen. Ich würde ihn wirklich gerne noch darauf ansprechen, nur ist er depressiv und fühlt sich schnell verletzt... Er hatte schon einmal gesagt, er würde nicht mehr lange da sein, als würde er sich umbringen wollen. Dann hat er sich einweisen lassen, er ist aber schon früh rausgegangen, weil er dort nicht mehr sein wollte. Er fühlt sich schnell verletzt und wenn ich ihn darauf anspreche, kann es sein, dass er sich etwas antut... Ich kann mit meiner Mutter offen über alles reden und wenn du es dir noch nicht zutraust, mit deinem Vater zu reden, kannst du auch mit Freunden darüber reden und mit ihnen über deinen Vater lästern, damit du dich besser fühlst ;) Schäme dich aber nicht für deinen Körper, es gibt viele Menschen, die, tut mir Leid, wenn ich das jetzt sage, viel viel dicker sind. Also mach dir keinen Kopf über dein Gewicht. ^^

Übertreib halt komplett 😂

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Dein Vater hat wohl keine wirkliche Ahnung. Es ist nicht gut auf seinem Idealgewicht zu bestehn. Wenn du mal krank bist bist du schnell im Untergewicht. Solange du nicht Übergewichtig bist und dich selbst wohlfühlst ist alles in Ordnung. Sprich mal mit deinem Vater und frag ihn ob er den lieber eine seelisch Kranke Magersüchtige Tochter hätte. Nicht jeder muss ein Model sein. Alles gute für dich. Ich hoffe du schaffst es deinem Vater die Augen zu öffnen. Wenn alles nichts hilft dann besorg dir ein ärztliches Attest.

Omg.. hör auf garkeinen Fall auf deinen Vater!! Bzw was ist denn das für ein Vater wenn er dich so fertig macht1 Es ist gut das du dich so akzeptierst wie du bist und das solltest du beibehalten!! Lass dich nicht wegen ein paar Kilos zuviel so fertig machen, sprich mit ihm und erklär ihm ganz genau dass er dich verletzt! Falls er das nicht versteht dann mach ihn genauso auf siene Fehler ausmerksam. Viel Glück und bleib dir selber treu!

Dein Vater hat sie ja wohl nicht alle!!! So treibt man Jugendliche in die Magersucht oder Bulimie! Sag ihm, dass du dich so wohl fühlst und diesen ganzen Magerzirkus nicht mitmachst!

mein vater ist fast genau so aber nicht nur in sachen gewicht: egal was ist meine geschwister und ich haben unrecht und selbst wenn es nicht so ist! ich bin leicht übergewichtig und das sagte er mir auch ständig. ich solle doch sport machen und gesünder essen!! -.- eine zeit lang sind wir dann auch zusammen ins fitness studio gegangen und da sagte er dann auch: "du musst dich mehr anstrengen, du machst da ja nichts..." sag deinem vater das du mit deinem aussehen völlig zufrieden bist und er deine meinung nicht umstimmen kann. vielleicht wird das ein kleiner schock für ihn sein aber denk auch mal an dich!!^^

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